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Pyro bald legal im Stadion? Fackeln, die nicht heiss werden

Pyro Bröndby
Die Hand mitten im Feuer: Kein Problem.bild: bröndby

Wird Pyro jetzt legal? Dänen präsentieren Fackel, die nicht heiss wird

Fussballfans wollen mit Pyrotechnik für Stimmung sorgen, doch Verbände und Politik verbieten dies aus Sicherheitsgründen. Das könnte sich ändern. Denn bald gibt es Material, das brennt, farbig leuchtet UND zugleich sicher ist.
22.12.2016, 10:5922.12.2016, 11:30

Jeder Schweizer Fussballfan kennt dieses Video. Wie Reporter Dani Wyler seinen Bericht zu einem Spiel des FC Basel mit Bildern von den Rängen einleitet, und wie er von den Fans mit ihren unzähligen Fackeln schwärmt: «Sie sehen: traumhafte Stimmung hier im St.Jakob-Stadion. Das ist einzigartig in der Schweiz.»

Böse Fackeln? Statt Tadel gibt es Lob vom Schweizer Fernsehen.Video: streamable

Längst hat der Wind gedreht. Pyrotechnik ist heute vor allem eines: eine ganz schlimme Sache. Es gibt auch gute Argumente für jene, die sie verhindern: Die Fackeln können über 1000 Grad Celsius heiss werden und sind deshalb eine grosse Gefahr für Umstehende. Trotz Verbot, trotz Eingangskontrollen, trotz Videoüberwachung im Stadion halten dennoch fast alle Kurven daran fest. Pyro gehört für sie einfach zu einem Fussballfest. Punkt.

Beinahe ein 1:1-Ersatz

Nun bahnt sich eine Lösung an in diesem andauernden Konflikt zwischen Fans und Obrigkeit. In Dänemark wurden Fackeln entwickelt, die den gleichen Effekt haben wie die heute benutzten, aber nicht so heiss werden. Auf einem Foto wird gezeigt, dass die Temperatur der Flamme so tief ist, dass man sogar eine Hand in sie halten kann. Wie warm diese neuen Fackeln werden, wurde nicht bekannt gegeben.

Pyro Bröndby
Die neuen Fackeln in den Klubfarben blau und gelb.bild: bröndby

Der Traditionsklub Bröndby Kopenhagen und der dänische Fussballverband liessen das neue Produkt gemeinsam entwickeln. «Unser Vorhaben war es, einen 1:1-Ersatz für die heute verwendeten Fackeln zu finden», sagt Bröndbys Sicherheits-Chef Mickel Lauritsen. Das neue Produkt soll in verschiedenen Farben erhältlich sein, damit es in allen Fankurven eingesetzt werden kann.

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Entwicklung nicht abgeschlossen

Verbesserungswürdig ist die Leuchtkraft, welche beim neuen Produkt noch weniger stark ist. «Dennoch sind wir zufrieden damit, was wir erreicht haben», stellt Pyrotechniker Tommy Cordsen fest. Das Projekt ist deshalb noch nicht abgeschlossen, Cordsen tüftelt weiter daran.

Nach einjähriger Entwicklungszeit darf aber wohl bald offiziell damit in Stadien gezündet werden. Noch ausstehend sind letzte Tests und schliesslich die Bewilligung durch den dänischen Verband.

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