Sport
FIFA

Einwürfe mit dem Fuss? Wenger plant nächste Regel-Revolution im Fussball

Fussball Testspiel - FC Basel 1893 vs. VfB Stuttgart - 13-07-2019 Taulant Xhaka (FC Basel 34) beim Einwurf, beim Fussball Testspiel zwischen dem FC Basel 1893 und VfB Stuttgart, am Samstag, den 13. Ju ...
Weil das einwerfende Team im Nachteil ist, soll künftig mit dem Fuss weitergespielt werden dürfen.Bild: www.imago-images.de

Einwürfe bald mit dem Fuss? Wenger plant nächste Regel-Revolution im Fussball

08.10.2020, 13:3908.10.2020, 15:39

22 Jahre lange war Arsène Wenger Trainer von Arsenal, seit Ende 2019 arbeitet der 70-jährige Franzose für die FIFA. Als Direktor für globale Fussballförderung ist er auch Mitglied von Beratungsgremien des International Football Association Board (IFAB), wo er den Regelhütern Vorschläge für Reglementsänderungen unterbreiten kann.

Fussball FIFA Musem Zuerich-Enge 10.03.2020 FIFA-Direktor fuer globale Fussballfoerderung, Arsene Wenger *** Football FIFA Musem Zurich Enge 10 03 2020 FIFA Director for Global Football Promotion, Ars ...
Arsène Wenger hat nicht nur eine, sondern gleich ein paar Ideen.Bild: www.imago-images.de

Schon im Februar wollte Wenger wegen der hitzigen Diskussionen um die umstrittenen Millimeter-Entscheidungen des VAR die Abseitsregel revolutionieren. Damals kam die Idee jedoch zu kurzfristig und wurde abgeschmettert.

Wengers Abseitsregel-Vorschlag
Gemäss Wengers Regelvorschlag soll sich ein Spieler nicht im Offside befinden, solange sich noch ein Körperteil, mit dem ein Tor erzielt werden kann, auf gleicher Höhe mit dem vorletzten gegnerischen Spieler befindet. Bislang steht ein Spieler im Abseits, wenn nur eines dieser Körperteile näher am Tor ist als der vorletzte Gegner. Kurz gesagt: Die Abseitslinie soll laut Wenger hinten am Angreifer gezogen werden und nicht wie bisher vorne.

Im nächsten Jahr soll erneut darüber beraten werden und Wenger wartet bereits mit den nächsten Vorschlägen für Regelanpassungen auf. Wie der einstige Erfolgstrainer in der «Equipe» ausführt, soll es bei Eckbällen künftig möglich sein, dass die Flanke kurzzeitig per Effet das Spielfeld verlassen darf.

Zudem sollen Freistösse zum ausführenden Spieler selbst erlaubt sein, so könnte man also vom Punkt weg ein Dribbling starten. Ebenso sollen Einwürfe in der eigenen Hälfte abgeschafft werden – zumindest in den letzten fünf Minuten des Spiels. Dafür soll mit dem Fuss weitergespielt werden. Gemäss Wenger ist es nämlich erwiesen, dass Einwürfe ein Nachteil für die ausführende Mannschaft sind. Der Grund: Weil der Einwerfer als sofortige Anspielstation fehle, verliere man den Ball bei neun gegen zehn Feldspieler in vielen Fällen gleich wieder.

Christian Schwegler, rechts, von Luzern bei einem Einwurf beim Testspiel zwischen dem FC Luzern und dem FC Schaffhausen vom Samstag, 6. Juni 2020 in Luzern. (KEYSTONE/Urs Flueeler)
Staunen wir künftig über Einwürfe so, wie wir uns heute über die alte Rückpassregel wundern?Bild: keystone

Das jährliche Meeting des IFAB findet traditionell Ende Februar/Anfang März statt. Ob dann tatsächlich über Wengers Regelanvorschläge beraten wird, steht derzeit noch nicht fest. (pre)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Europas Rekordmeister im Fussball
1 / 28
Europas Rekordmeister im Fussball

Spanien: Real Madrid – 36 Titel, zuletzt 2023/24. Erster Verfolger: FC Barcelona – 28 Titel.

quelle: keystone / rodrigo jimenez
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Diese 10 Mannschafts-Typen kennst du, leider!
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
FIFA: Schweizer Ex-Profi Vega will Gianni Infantino herausfordern
Ramon Vega bringt sich erneut als Gegenkandidat von FIFA-Boss Gianni Infantino ins Spiel. Doch bis zur Wahl 2027 muss der Schweizer noch eine entscheidende Hürde nehmen.
Der frühere Fussballprofi Ramon Vega hat sich zum wiederholten Mal für die Wahl des FIFA-Präsidenten ins Spiel gebracht und will Gianni Infantino herausfordern. Der 55 Jahre alte Schweizer erklärte via Medien als erster möglicher Gegenkandidat des umstrittenen Chefs des Weltverbands öffentlich seine Ambitionen. Er verspreche «fundamentale Reformen», sagte Vega zuerst dem Schweizer Mediendienst «Klein Report».
Zur Story