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Trumps Lieblingssender feiert US-Sieg bei Fussball-WM – und die Fans so 🖕



Mister President, are you watching this?

Vermutlich. Der konservative US-Sender Fox News ist der einzige TV-Sender, den US-Präsident Donald Trump noch gerne einschaltet. Kein Wunder: Tag für Tag, Sendung für Sendung trommeln die Fox News-Moderatoren für Trump.

Jede Lüge des Republikaners wird ignoriert, jedes Fettnäpfchen, in das ein oppositioneller US-Demokrat tritt, wird gnadenlos ausgeschlachtet. Ach ja, über Sport berichtet Fox News auch.

Besonders gerne wohl dann, wenn «America great again» ist – so etwa beim WM-Triumph der US-Amerikanerinnen bei der Fussball-WM am Sonntag.

epa07701908 The USA team celebrate after winning the FIFA Women's World Cup 2019 final soccer match between USA and Netherlands in Lyon, France, 07 July 2019.  EPA/IAN LANGSDON

Bild: EPA

Vor 57'900 Zuschauern machten Rapinoe (61. Minute) mit einem verwandelten Foulelfmeter und Rose Lavelle (69.) den Erfolg der Titelverteidigerinnen perfekt. Die Niederländerinnen hielten im achten Endspiel einer Frauen-WM lange gut mit, scheiterten letztlich aber verdient.

Jubel in den USA – und auch beim Sender Fox News

Ein Reporter des Senders stellte sich in eine französische Bar, um den Ausgang des Spiels vor feiernden US-Fans zu kommentieren.

Ein Meer aus Stars and Stripes, die USA als Nummer 1 der Welt – Bilder, die dem US-Präsidenten Trump gefallen dürften. Trump schaut nach eigener Aussage nur noch gerne Fox News – der Rest der seriösen TV-Journalisten seines Landes seien doch ohnehin alle nur «Fake News».

Doch was mussten die armen Republikaner-Ohren denn da im Hintergrund vernehmen? Als die US-Fans in der französischen Bar bemerkten, dass Reporter Greg Palkot begann, live auf Fox News zu berichten – reagierten die US-Anhänger direkt:

Im Chor schrien die Fans:

«Fuck Trump! Fuck Trump! Fuck Trump!»

Ob die Rufe bis ins Weisse Haus nach Washington gelangt sind, weiss man nicht. Schön zu sehen ist aber: Dem US-Reporter scheinen die Rufe gar nicht zu schmecken. Palkot versuchte laut Deadspin.com in der Folge, einen Fussball-Fan zu interviewen.

Doch dessen Aussagen dürfte Palkots anstehende Rückkehr in die Fox News-Redaktion ebenfalls nicht angenehmer gemacht haben. Denn besagter Fan erklärte, dass die US-Demokraten 2020 bei der Präsidentschaftswahl gewinnen müssten – und «dieser Rassist aus dem Weissen Haus» fliegen müsse.

Die frischgebackenen Weltmeisterinnen sind im Übrigen auch keine Trump-Fans: Topstar Rapinoe hatte schon vor dem Triumph von Lyon erklärt, Trump im Anschluss an das Turnier nicht besuchen zu wollen. Der Republikaner schoss auf Twitter zurück, und meinte, Rapinoe solle doch erstmal ihren Job erledigen.

Auch US-Mittelfeldspielerin Ali Krieger hatte sich während der Weltmeisterschaft kritisch gegenüber dem Republikaner geäussert. Sie könne einen Präsidenten nicht respektieren, «der keinen Respekt verdient habe.» (thehill.com)

Eine ausgelassene Stimmung in den USA sieht eigentlich anders aus.

(pb/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Magnum44 08.07.2019 09:47
    Highlight Highlight Richtig so, es werden auch Ballons mit Informationen über die westliche Welt nach Nordkorea geschickt, um die Propaganda zu durchbrechen.
  • P. Silie 08.07.2019 08:27
    Highlight Highlight Wie respektlos den Siegerinnen gegenüber...es geht um Fussball.. nur Fussball - just sports... dass diese Leute die Politik nicht einfach mal zu Hause lassen können und das Spiel bzw. den Sieg der Frauen zu feiern?
    • RicoH 08.07.2019 09:25
      Highlight Highlight Gibt es denn ein besseres Mittel, Trump zu erreichen, als Fox News?

      Und man kann sich ja trotzdem über den Sieg der USA freuen. Das Eine hat mit dem Anderen nichts zu tun.
    • roger.schmid 08.07.2019 09:26
      Highlight Highlight @P.Silie: Das mag unter normalen Umständen zutreffen. Nicht aber, wenn ein Möchtegern Diktator Zuhause dein Land Richtung Faschismus steuert und sein Propagandaapparat zugegen ist. Da wird Widerstand zur Pflicht.
    • Magnum 08.07.2019 09:43
      Highlight Highlight @ P.Silie Falls Du den Artikel gelesen und den Inhalt verstanden hättest wäre Dir klar, dass sich Trump eines seiner unzähligen, kindischen Twitter-Wortgefechte mit Rapinoe geliefert hat - und mit ihr gleich das ganze Team angeranzt hat.
      Da Trump nun einmal verlässlich Fox schaut, ist es nichts anderes als Support für die US-Mannschaft, wenn die Fans in der Bar "Fuck Trump" skandieren und dem Haussender von Klein-Donald so die Feelgood-Story mit Fähnchen und "USA, USA"-Sprechchören versauen. Ist nicht gegen das Team gerichtet, ganz im Gegenteil.
  • De$mo 08.07.2019 06:40
    Highlight Highlight @Watson: „jedes Fettnäpfchen, in das ein oppositioneller US-Demokrat tritt, wird gnadenlos ausgeschlachtet.“ Macht ihr nicht das gleiche mit Trump?
    • lilie 08.07.2019 08:05
      Highlight Highlight @De$mo: Das Verbreiten rassistischen Gedankenguts, von Lügen und verdrehten Tatsachen sowie ständig sich widersprechende Aussagen zu machen würde ich jetzt nicht als "Fettnäpfchen" bezeichnen...
    • Äuwä 08.07.2019 08:45
      Highlight Highlight Nein. Auch @Watson schafft das nicht. Dafür sind es einfach zu viele.
    • äti 08.07.2019 08:55
      Highlight Highlight Nein, sonst müsste es jede Minute eine Sonderausgabe geben.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Olmabrotwurst 08.07.2019 05:47
    Highlight Highlight Ja die Amis lernen schnell ausserhalb der USA, 3 wochen WM ausserhalb der Staaten und die wissen bescheid wie die Welt den Präsi sieht. ^^
    • trichie 08.07.2019 08:10
      Highlight Highlight Dann bleibt nur noch ein Problem... die Stammwählerschaft von Trump sind genau die die eben die USA noch nicht verlassen haben und das wohl auch nicht wollen;-)
    • Hanjo 08.07.2019 14:47
      Highlight Highlight Ich denke mal die wussten das - wie ein grosser Teil der vor allem urbanen Amerikaner - auch schon vorher und haben nicht mal eine soo andere Ansicht über ihren "Präsidenten" - immerhin wollte ihn vor 3 Jahren auch keine Mehrheit der Bevolkerung.
  • Japadabadubada 08.07.2019 05:46
    Highlight Highlight Gleiche Bezahlung finde ich in Ordnung! Dann aber eher die der Männer anpassen, die Männer verdienen im Fussball zuviel!
    • Roman h 08.07.2019 05:59
      Highlight Highlight Was passiert denn mit dem ganzen Geld?
      Kann das die FIFA behalten?
      Müssen die Männer mit dem Geld das sie einnehmen die Frauen bezahlen?
      Müssen die Männer das Geld das sie einnehmen spenden?
      Wenn ja
      An wenn und müssen das alle anderen die viel Geld haben auch machen?
      Fakt ist nun mal das die Männer halt auch sehr viel Geld einbringen, daher haben sie einen dementsprechenden Lohn.
      Sie sind halt nicht wie Sie oder ich, sie können etwas was nur wenige können und damit kann man halt viel Geld machen
    • Abi Melech 08.07.2019 07:33
      Highlight Highlight Das Geld kommt meist von Werbung, die Werbung ist bei Frauen Fussball jedoch billiger, weil Frauen Fussball weniger aktive Zuschauer hat. Man muss nur mal schauen was bei einer Männer WM los ist, im Vergleich zu einer Frauen WM. Woher soll das zusätzliche Geld kommen?
    • LeMo 08.07.2019 07:57
      Highlight Highlight @Roman h
      Man könnte z.B. die Ticketpreise senken. Daran hätten bestimmt viele Fussballfans ihre Freude.
      Die Vereine könnten sich auch ein vernünftiges Festgeldkonto zulegen, anstatt so stark von irgendwelchen wankelmütigen Investoren abhängig zu sein.

      Es gibt viele Ideen, man müsste nur ein bisschen kreativ sein.
    Weitere Antworten anzeigen

So feierte das Stadion in Lyon die USA nach dem WM-Sieg

Die USA sind zum vierten Mal nach 1991, 1999 und 2015 Weltmeister im Frauenfussball. Die Titelverteidigerinnen gewannen an der WM in Frankreich den Final gegen Europameister Niederlande 2:0.

Für Megan Rapinoe, die auch wegen ihrer lautstarken Kritik an US-Präsident Donald Trump in den letzten Wochen weltweite Bekanntheit erlangte, war es der sechste Treffer im Turnier. Rapinoes Kampf für mehr Gleichberechtigung und Ansehen für den Frauenfussball hatte die gewünschte Wirkung erreicht.

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