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Salernitana muss am Donnerstag womöglich mit einem Rumpfteam spielen.
Salernitana muss am Donnerstag womöglich mit einem Rumpfteam spielen.Bild: keystone

Vollrunde trotz 76 positiven Spielern – die Serie A versinkt im Corona-Chaos

05.01.2022, 11:2805.01.2022, 13:13
Dario Bulleri
Dario Bulleri
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Der Dreikönigstag 6. Januar ist in Italien der «giorno dell'epifania» – traditionellerweise wird dieser auch mit jeder Menge Serie-A-Fussball gefeiert. So stehen an diesem Tag traditionellerweise zahlreiche Spiele auf dem Programm. So auch dieses Jahr: Am Donnerstag sollen gleich zehn Spiele der höchsten Spielklasse durchgeführt werden.

Diese stehen allerdings unter einem schlechten Stern. Auch im Land des Europameisters treibt das Coronavirus in den Fussballteams sein Unwesen. Gleich 76 Spieler wurden zuletzt positiv getestet und stehen ihrem Team so nicht zur Verfügung. Dazu kommen mit Napolis Luciano Spalletti und Genoas Andrij Schewtschenko auch zwei Cheftrainer, zudem fehlen etliche weitere Mitarbeiter.

Napoli muss im Topspiel gegen Juventus ohne seinen Cheftrainer Spalletti auskommen.
Napoli muss im Topspiel gegen Juventus ohne seinen Cheftrainer Spalletti auskommen.Bild: keystone

Besonders stark betroffen ist Schlusslicht Salernitana. Bei den Süditalienern kam es in den letzten Tagen zu einem Corona-Ausbruch, insgesamt wurden gleich neun Spieler positiv auf das Coronavirus getestet. Nimmt man die verletzten Spieler hinzu und diejenigen, welche aufgrund des Afrika Cups nicht dabei sein werden, fehlen Salernitana im Kellerduell gegen Venedig 17 von 30 Kaderspielern – mindestens. Denn gleichzeitig verordnete die lokale Gesundheitsbehörde eine Quarantäne für sämtliche Kontaktpersonen.

Um nicht mit einem Rumpfteam zum wichtigen Spiel antreten zu müssen, deponierte Salernitana deshalb einen Verschiebungsantrag bei der Serie A. Diesen lehnte die Liga allerdings ab. Der Grund: In dieser Saison gibt es im Gegensatz zur letzten Spielzeit keine Regel, die bei zu vielen positiven Fällen eine Spielverschiebung zur Folge hat. Damit müssen die Süditaliener wohl mit einigen Spielern der U21 antreten – tritt man gar nicht erst an, droht eine 0:3-Niederlage am Grünen Tisch.

Franck Ribéry ist der Star bei Salernitana – ob auch er in Quarantäne ist, weiss man nicht.
Franck Ribéry ist der Star bei Salernitana – ob auch er in Quarantäne ist, weiss man nicht. Bild: keystone

Salernitana ist derweil nicht das einzige Team, dem am Donnerstag ein gewichtiger Nachteil droht. Bei Hellas Verona wurden vor dem Spiel in La Spezia acht Spieler positiv auf da Coronavirus getestet, bei Bologna vor dem Spiel gegen Inter ebenso viele. Und bei Udinese sind vor dem Spiel gegen die Fiorentina sieben Spieler positiv.

«In diesen Tagen bin ich der bestbezahlte Trainer der Welt. Ich trainiere die Nachwuchsmannschaft und verdiente viel Geld.»
Bologna-Trainer Sinisa Mihajlovic

Offen bleibt hingegen nach wie vor, was passiert, wenn eine lokale Gesundheitsbehörde einem Team verbietet, zu seinem Spiel anzutreten. Zu einem solchen Fall kam es im Dezember. Schon damals war es bei Salernitana zu einem Corona-Ausbruch gekommen, weshalb man nicht zum Spiel bei Udinese reisen durfte. Ob und wie die Partie gewertet wird, ist nach wie vor offen.

Die Mannschaft von Salernitana reiste nicht nach Udine – eine Handvoll Fans hingegen schon.
Die Mannschaft von Salernitana reiste nicht nach Udine – eine Handvoll Fans hingegen schon.Bild: keystone

Wie unklar die Regelungen in der Serie A in dieser Thematik sind, zeigte schon ein Fall in der letzten Saison. Napoli trat am 4. Oktober nicht gegen Juventus an, weil die beiden Spieler Piotr Zielinski und Elif Elmas positiv getestet worden waren. Daraufhin wurde die Partie mit einem 3:0 für Juve gewertet, mit der Begründung, Napoli habe sich schon vor dem definitiven Entscheid der Gesundheitsbehörde geweigert, zum Spiel anzutreten. Gleichzeitig wurde Napoli ein Punkt abgezogen.

Obwohl schon im Vorfeld klar war, dass Napoli nicht anreisen würde, musste Juventus für den Anpfiff ins Stadion kommen.
Obwohl schon im Vorfeld klar war, dass Napoli nicht anreisen würde, musste Juventus für den Anpfiff ins Stadion kommen.Bild: keystone

Die Süditaliener legten daraufhin Rekurs ein – und bekamen Recht. Die Justiz kam zum Schluss, Napoli habe gemäss den Protokoll gehandelt, womit der Punktabzug annulliert und das Spiel wiederholt wurde. (dab)

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