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Präsident Matthias Hüppi (oben) gehörte beim Testspiel des FC St.Gallen gegen Aarau zu den Zuschauern.
Präsident Matthias Hüppi (oben) gehörte beim Testspiel des FC St.Gallen gegen Aarau zu den Zuschauern. Bild: keystone

Welche Klubs der Super League zum Restart Zuschauer im Stadion erlauben und welche nicht

18.06.2020, 18:4019.06.2020, 10:20

Mit der Partie Young Boys gegen den FC Zürich geht die Super League am Freitag um 20:30 Uhr wieder los. Weiterhin gilt der Bundesrats-Entscheid, dass sich nicht mehr als 300 Personen im Stadion aufhalten dürfen. Nach Abzug von Spielern, Staff-Mitgliedern, Technikern und Medien bleiben – je nach Klub – noch zirka 50 Plätze für allfällige Fans frei.

Wir haben bei den Klubs nachgefragt, wer die Tickets seinen Fans überhaupt anbietet und wie entschieden wird, wer tatsächlich ins Stadion darf.

Ohne Zuschauer

Young Boys

Gleich beim ersten Spiel zum Wiederbeginn wird es keine Fans im Stadion haben, das haben die Young Boys für die Partie gegen den FC Zürich entschieden: «Gemäss unseren Berechnungen hätte es nur ganz wenige Plätze für Saisonkarten-Besitzer gehabt. Im Sinn der Chancengleichheit verzichten wir darauf, diese zu vergeben.»

Bei den Young Boys werden nur die Spieler, Funktionäre und Medienvertreter auf der Tribüne sein.
Bei den Young Boys werden nur die Spieler, Funktionäre und Medienvertreter auf der Tribüne sein.Bild: keystone

FC Zürich

Der FC Zürich lässt keine Zuschauer zu und gibt dazu folgendes Statement ab:

«Die Idee, nur eine bestimmte Anzahl Zuschauer zuzulassen, ist in der Praxis aus verschiedenen Gründen nicht realisierbar. Wir möchten auch keine Selektion vornehmen, weshalb wir nur den zwingend vom Schutzkonzept vorgesehenen Personen sowie FCZ-internem Personal Einlass gewähren werden.»

FC Thun

Ähnlich klingt es beim FC Thun:

Aufgrund des unverhältnismässig grossen administrativen Aufwands hat sich der FC Thun Berner Oberland entschieden, darüber hinaus keine weiteren Zuschauer zuzulassen. Auch die Entscheidung, welche Personengruppen von einem Einlass profitieren dürften, wäre kaum fair zu treffen gewesen.

Mit Zuschauern

FC Basel

Der FC Basel schreibt, dass rund 40 Plätze für Zuschauer übrig bleiben und man zumindest ein paar wenigen Fans eine kleine Freude machen möchte. Wer die Tickets erhält, wird das Los entscheiden, in die Verlosung kommen alle Jahreskartenbesitzer/-innen aus allen Sektoren.

Marcel Koller und sein FC Basel können auf die Unterstützung von einigen wenigen Fans zählen.
Marcel Koller und sein FC Basel können auf die Unterstützung von einigen wenigen Fans zählen.Bild: keystone

St.Gallen

Wie der FCSG mitteilt, stehen basierend auf dem Schutzkonzept und den Vorgaben der Swiss Football League für die Spielorganisation und -durchführung im Kybunpark 250 Personen im Einsatz, die restlichen Plätze gehen an die Fans. Der FC St.Gallen sei sich der wichtigen Unterstützung seiner Fans und Partner bewusst und hat entsprechend entschieden, die restlichen Plätze pro Spiel zu verlosen.

«Für uns war es kein Thema, den Weg des geringsten Widerstandes zu gehen und hinter ganz verschlossenen Türen zu spielen. Wir versuchen, mit einem möglichst fairen Modus ein paar wenige glücklich zu machen und werden entsprechend reagieren, sollte der Bundesrat weitere Lockerungsschritte beschliessen.»
Matthias Hüppi

Bei der Verlosung werden alle Anspruchsgruppen berücksichtigt, welche den Verein in den letzten Wochen, Monaten und Jahren tatkräftig unterstützt haben. Dies beinhalte selbstverständlich auch die über 6'500 solidarischen Saisonabonnentinnen und -abonnenten, die Hospitality-Kunden sowie die Sponsoren und Partner des FC St.Gallen.

FC Luzern

Der FC Luzern kann für die Wiederaufnahme am Sonntag gegen den FC Basel 30 Fans ins Stadion lassen. Die Billette werden unter den Saisonkarteninhabern verlost. 20 weitere Billette gehen an geladene Gäste wie Aktionäre und Sponsoren.

Beim FC Luzern werden nicht nur Spieler auf der Tribüne sitzen.
Beim FC Luzern werden nicht nur Spieler auf der Tribüne sitzen.Bild: keystone

FC Sion

Der FC Sion betont, dass es sehr wichtig sei, so viele Fans wie möglich ins Stadion zu lassen. Von den 300 Plätze bleiben noch 75 für die Fans übrig.

25 dieser Tickets gehen an die Fangruppe «Gradin Nord», 50 an alle anderen Saisonkarteninhaber. Der FC Sion hat am Montagnachmittag ausgelost, wer die Tickets für die nächsten beiden Heimspiele (20. Juni gegen St.Gallen und 24. Juni gegen Servette) erhält. Die 75 Tickets gelten nur für die Haupttribüne, die als Einzige geöffnet ist.

Die treuen Fans der «Gradin Nord» bekommen 25 Tickets zugesichert.
Die treuen Fans der «Gradin Nord» bekommen 25 Tickets zugesichert.Bild: KEYSTONE

Neuchâtel Xamax

Bei Xamax wurden für die nächste beiden Partien (20. Juni gegen Thun und 24. Juni gegen Basel) 30 Plätze an die Abonnenten verlost. Bei einer möglichen Erhöhung der Personenanzahl durch den Bundesrat zu einem späteren Zeitpunkt werde eine Neubewertung vorgenommen.

Servette FC

Auch beim Servette FC entscheidet das Los. Für die Partie gegen Lugano werden 20 Inhaber von Saisonabos gezogen, die dabei sein dürfen. Des Weiteren werden Sponsoren und «VIPs» vor Ort sein.

FC Lugano

Wie bei Servette werden auch beim FC Lugano 20 Zuschauer ins Stadion gelassen, welche per Los ermittelt werden.

Sollte der Bundesrat Veranstaltungen von bis zu 1000 Leuten während dieser Saison noch erlauben, will Lugano die Anzahl Zuschauer ebenfalls erhöhen. Dann sei es das Ziel, dass alle Saisonkarten-Inhaber mindestens zwei Ligaspiele besuchen dürfen.

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13 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Mätse
18.06.2020 21:53registriert September 2015
Und die 50 Plätze bei GC? Jeder GC-Fan erhält eines. Die restlichen 45 Tickets gehen an die Auswärtsfans.
Ein bisschen Selbstironie muss sein :-)
Gruss von einem GC-Fan
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Pana
18.06.2020 19:16registriert Juni 2015
Aus Sicherheitsgründen sollte man nur verschleierte Ultras ins Stadion lassen.
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Nothingtodisplay
18.06.2020 18:51registriert November 2014
Obwohl ich kein Fussball-Fan bin, finde ich gut, dass einige Klubs ein paar Zuschauer ins Stadion lassen und diesen somit eine Freude machen können. Ein weiterer (kleiner) Schritt richtung Normalität.
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Fluchender Frei und FCZ-Krise: Die Favoritenrolle von YB wird immer deutlicher
Die Titelanwärter FCB und YB trennen sich in einem intensiven Spitzenspiel 0:0 – derweil gibt Meister FCZ immer mehr Rätsel auf.

Nein, so richtig beruhigt hat sich Alex Frei auch jetzt noch nicht. Der Schlusspfiff ist einige Minuten her, als sich der Nati-Rekordtorschütze auf den Weg in die Katakomben macht. Während ihm die Fans zujubeln, flucht er weiter vor sich hin und schüttelt den Kopf. Gut möglich, dass ihn diese eine Szene kurz vor Ende auch in der Nacht noch verfolgt.

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