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epa08286773 View of empty stands prior to the German Bundesliga soccer match between Borussia Moenchengladbach and 1. FC Koeln in Moenchengladbach, Germany, 11 March 2020.  he match takes place behind closed doors due to the coronavirus (COVID-19) outbreak.  EPA/FRIEDEMANN VOGEL CONDITIONS - ATTENTION: The DFL regulations prohibit any use of photographs as image sequences and/or quasi-video.

Das bislang einzige Bundesliga-Geisterspiel fand am 11. März in Mönchengladbach statt. Bild: EPA

Bundesliga-Klubs dank TV-Geldern vorerst gerettet – Saison-Restart weiter in der Schwebe



Die finanziell gefährdeten Profiklubs der ersten und zweiten Bundesliga sind trotz der Corona-Krise nicht mehr akut von der Pleite bedroht. Wie die Deutsche Fussball Liga (DFL) heute nach einer Mitgliederversammlung erklärte, hat man die ausstehende Rate der Mediengelder von den Rechte-Inhabern erhalten. Durch die rund 300 Millionen Euro ist die Liquidität der Vereine laut DFL-Boss Christian Seifert bis zum 30. Juni gesichert.

Mit «fast allen» Medienpartnern sei eine Einigung für eine Vorauszahlung der noch ausstehenden TV-Prämien erzielt worden. «Wir haben intensive Gespräche geführt, die waren geprägt von Respekt», sagte Seifert. «Es wurden auch Vereinbarungen getroffen, wie damit umzugehen ist, sollte die Saison nicht zu Ende gespielt werden können. Klar ist auch: Sollte die Saison nicht wieder starten, greifen gewisse Mechanismen zur Rückzahlung.»

epa08298331 Christian Seifert, CEO of the DFL, attends a press conference after the general assembly of the German Football League (Deutschen Fu?üball Liga / DFL) in Frankfurt, Germany 16 March 2020. Representatives of Germany's 36 clubs from the Bundesliga and 2nd Bundesliga confirmed the decision to suspend all games up until and including 02 April over the COVID-19 coronavirus pandemic.  EPA/Arne Dedert / POOL

DFL-Boss Seifert erklärt, wie es mit der Bundesliga weitergehen soll. Bild: EPA

Politik muss über Restart entscheiden

Der seit Mitte März unterbrochene Spielbetrieb bleibt wegen der Corona-Pandemie weiter ausgesetzt. Einen Termin für die Wiederaufnahme des Spielbetriebs legte Seifert nicht fest. Diesen müsse die Politik vorgeben, erklärte Seifert. «Selbst ein Datum festzulegen wäre anmassend, gehört sich auch nicht und liegt nicht an uns.»

Die DFL habe es nicht in der Hand, ob überhaupt wieder gespielt wird. Und falls ja, wann, sagte Seifert. «Wir haben nur in der Hand, die Rahmenbedingungen zu schaffen. Wir haben mehrere Spielplan-Optionen.» Das erste Mai-Wochenende sei «nicht mehr realistisch». Sollte die Politik beschliessen, dass es am 9. Mai weitergehen könnte, «dann werden wir am 9. Mai bereit sein».

epaselect epa08286794 View of empty stands during the German Bundesliga soccer match between Borussia Moenchengladbach and 1. FC Koeln in Moenchengladbach, Germany, 11 March 2020.  he match takes place behind closed doors due to the coronavirus (COVID-19) outbreak.  EPA/FRIEDEMANN VOGEL CONDITIONS - ATTENTION: The DFL regulations prohibit any use of photographs as image sequences and/or quasi-video.

Geisterspiele oder Abbruch – eine andere Lösung ist auch in der Bundesliga nicht in Sicht. Bild: EPA

Die grundsätzliche Entscheidung bezüglich der Bewilligung von Geisterspielen in Deutschland soll auf der nächsten Konferenz von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Länderchefs am 30. April fallen. Seifert betonte, dass Geisterspiele trotz dem Erhalt der TV-Gelder die einzige Rettung für viele Profiklubs ist.

Experten-Konzept steht bereit

Zur Fortsetzung des Spielbetriebes hat eine Experten-Kommission der DFL ein Konzept erarbeitet, das den Klubs an der Mitgliederversammlung vorgestellt wurde. Dieses enthält unter anderem strikte organisatorische Vorgaben. So sollen maximal 300 Personen an der Durchführung einzelner Geisterspiele beteiligt werden – Spieler und Trainer eingeschlossen.

Die Spieler sollen während der Saison engmaschig auf das Coronavirus getestet werden, mindestens einmal pro Woche. Dafür rechnet die DFL mit einem Bedarf von rund 20'000 Tests. «Wir haben auch hier eine Kooperationsvereinbarung abgeschlossen, mit insgesamt fünf Laborverbänden», sagte Seifert. (pre)

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