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Almaty mitten in Asien. In dieser Metropole und vor dieser Kulisse spielt der FC Basel in Kasachstan.
Almaty mitten in Asien. In dieser Metropole und vor dieser Kulisse spielt der FC Basel in Kasachstan.Bild: shutterstock

Aufgalopp in Almaty: Der FC Basel startet in Kasachstan in die finale Phase der Hinrunde

Im fernen Kasachstan will sich der FC Basel gegen Kairat eine gute Ausgangslage für das letzte Gruppenspiel in der Conference League schaffen. Und einen guten Start in die finale Phase der Hinrunde hinlegen.
25.11.2021, 12:55
céline feller / ch media

Almaty, Kasachstan. Oder besser: Süd-Ost-Kasachstan. 6109 Kilometer Luftlinie von Basel entfernt. Und viel mehr: Nur 300 Kilometer von der chinesischen Grenze weg. Dass die Reise des FC Basel an diesen Ort eine aussergewöhnliche werden würde, war bereits am Tag der Auslosung Ende August klar. Damals, als Kairat Almaty als einer der Gegner des FCB in der Gruppenphase der Conference League gezogen wurde.

«So in der Form hat es das für einen Schweizer Klub wahrscheinlich noch nicht gegeben», sagt Patrick Rahmen, als er sich aus Almaty via Videokonferenz zu den Schweizer Journalisten schaltet. Und auch der Captain, der neben ihm sitzt, spricht von etwas «total Speziellem, so lang zu einem Spiel fliegen zu müssen».

Zu dem Zeitpunkt, als Valentin Stocker und Rahmen diese Worte sprechen, ist in Almaty bereits 16 Uhr. Fünf Stunden Zeitverschiebung muss der FCB verkraften – nach einem Flug von siebeneinhalb Stunden. Um diese Extreme bewältigen zu können, sind die Basler nicht wie gewöhnlich erst einen Tag vor einem internationalen Spiel angereist, sondern bereits am Dienstagmittag aufgebrochen. Stocker:

«Wir sind dann um 2 Uhr morgens hier angekommen und um zirka 3 oder 4 Uhr schlafen gegangen. Das ist alles gut geklappt.»

Um 4 Uhr in der Früh schlafen gehen, am Folgetag erst um 12 Uhr aufstehen und nach der Videokonferenz mit der Schweizer Presse den Brunch einnehmen? Es zeigt auf, wie speziell die Bedingungen dieser Reise sind. Es sind Massnahmen, wie man sie nicht kennt. Massnahmen auch, um sich der Zeitverschiebung nicht anzupassen. Rahmen erklärt seinen Plan so:

«Wir haben uns damit befasst und mit Menschen gesprochen, die mehr Erfahrung haben mit Matches in anderen Zeitzonen. Sie haben uns geraten, in unserer Zeitzone zu bleiben.»

Es ist ein Plan, der nicht nur mit dem Spiel von Donnerstag zu tun hat (Anpfiff Schweizer Zeit 16.30 Uhr), sondern weitsichtig ist. Denn auch am Sonntag, wenn der FCB trotz Verschiebungswunsch in Luzern antreten muss, wird um 16.30 Uhr angepfiffen. So bleiben die Basler in ihrem Rhythmus.

Das grosse Ziel: Ein Endspiel in Basel gegen Qarabag

Aber zurück nach Almaty. Für einmal ist das Team vom Hotel 30 Minuten zum Stadion spaziert. Stocker:

«Man sieht Reichtum und Armut hier, und auch, dass es eine sehr grosse Stadt ist. Und aus dem Hotel erblickt man die Berge, der höchste hier ist, glaube ich, fast 5000 Meter hoch.»

Sightseeing in einer Metropole, Diskussionen über Gebirgsketten – ja, auch die Themen am Tag vor dem Spiel zeigen: Normal ist hier wenig. Zumindest sollte der FCB von einem Temperaturschock verschont bleiben. War es beim Spiel Almatys gegen Qarabag vor drei Wochen minus 15 Grad kalt, dürfte sich das Thermometer heute angenehm um den Gefrierpunkt bewegen. «Und in die nächste Schneephase, die in der Nacht auf Freitag einsetzen soll, kommen wir nicht mehr rein», so Rahmen.

Seine Mannschaft wird gleich nach der Partie um 00.30 Uhr nach Hause fliegen und sollte am Freitagmorgen um 6 Uhr in Basel sein. Ein Programm, das es in sich hat.

Bei all diesen ausserordentlichen Rahmenbedingungen geht fast vergessen, dass dieses Spiel bei Almaty für den FCB auch sportlich einen wichtigen Charakter hat. Nach der Verschiebung des YB-Spiels von vergangenem Samstag ist es der erste Match seit knapp drei Wochen, und nach drei sieglosen Partien sollte auch endlich wieder ein Vollerfolg her. Denn der FCB trägt – am Donnerstag noch im Fernduell – noch immer einen Kampf gegen Qarabag um den 1. Tabellenplatz aus. Dieser berechtigt zur direkten Achtelfinalqualifikation, Platz 2 bedingt einen Umweg via Sechzehntelfinale. Stocker:

«Da darf es keine zwei Meinungen geben: Wir wollen hier gewinnen, um zwei Wochen später in Basel einen grossen Final gegen Qarabag spielen zu können.»

Das Spiel in Almaty ist auch der Aufgalopp in den Hinrunden-Endspurt. Sieben Matches stehen noch an. Das vielleicht herausforderndste hat der FCB dann hinter sich. Am besten mit drei Punkten auf dem rund 6000 Kilometer langen Heimweg von der Metropole Almaty mitten in Asien.

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