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13.10.2020, Nordrhein-Westfalen, K

Das Nati-Ziel gegen den kleinen Nachbarn: Möglichst oft jubeln. Bild: keystone

Aufbaugegner Liechtenstein – «Wollen mit einem positiven Gefühl aus dem Spiel gehen»

Die Schweiz schliesst heute Abend (18.00 Uhr) den ersten Teil der EM-Vorbereitung mit dem Testspiel in St.Gallen gegen Liechtenstein ab. Die FIFA-Nummer 186 diente der Schweiz schon öfters als Sparringpartner.



Der Satz von Mario Gavranovic ist so banal wie richtig: «Wir wollen gewinnen und mit einem positiven Gefühl aus dem Spiel gehen.» Vor dem Testspiel gegen Liechtenstein ist dieser Satz vielleicht sogar noch etwas richtiger als sonst.

Die SFV-Auswahl würde im letzten Test vor der für sie in neun Tagen beginnenden EM kein gutes Signal aussenden, wäre sie nicht fähig, die Nummer 186 im FIFA-Ranking zu schlagen.

General view during a training session of Team Switzerland prior tomorrow?s friendly soccer match between Switzerland and USA, on Saturday, May 29, 2021, in Bad Ragaz, Switzerland. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller).

In Bad Ragaz trainierte die Schweiz während der vergangenen Tage unweit der Grenze zum Fürstentum Liechtenstein. Bild: keystone

Siege gegen «kleine» Test-Gegner

Der Schweiz ist es in der Vergangenheit immer gelungen, im letzten Test vor einem Turnier einen guten Eindruck zu hinterlassen. Zumindest vom Resultat her. 2018: 2:0 gegen Japan. 2016: 2:1 gegen Moldawien. 2014: 2:0 gegen Peru. 2010: 1:1 gegen Italien. 2008: 3:0 gegen Liechtenstein. 2006: 4:1 gegen China. 2004: 1:0 gegen Liechtenstein.

Liechtenstein muss also nicht zum ersten Mal als Steigbügelhalter für ein Stimmungshoch im Hinblick auf eine Endrunde herhalten. Aber auch sonst stellte sich die Auswahl aus dem kleinen Nachbarland dem SFV immer wieder gerne als Sparringpartner zur Verfügung. 2015 gab es in Thun einen Test gegen Liechtenstein. Für die Schweizer war dies vor allem eine Annäherung an die Verhältnisse auf Kunstrasen, die wenige Tage später im EM-Qualifikationsspiel in Litauen auf sie warten würden.

«Wir sind müde, aber alle fit»

Geradezu grotesk waren im März 1991 die Umstände, die zu einem Testspiel in Balzers führten. Die Partie wurde kurzfristig angesetzt, damit der Mittelfeldspieler Marcel Koller im Hinblick auf das Spiel in der EM-Qualifikation gegen Rumänien eine Sperre absitzen konnte. Solches war vor 30 Jahren noch möglich.

Die Partie heute bildet den Abschluss der ersten Phase der EM-Vorbereitung. Nationaltrainer Vladimir Petkovic und sein Staff haben in Bad Ragaz während einer Woche ein hartes Programm zusammengestellt. «Wir sind müde, aber alle sind fit», so Petkovic. Das gilt auch für Xherdan Shaqiri und Ricardo Rodriguez, welche am Sonntag im Testspiel gegen die USA vorzeitig und ungeplant ausgewechselt werden mussten.

Vladimir Petkovic über das Testspiel heute. Video: SRF

Vermutlich mit Mvogo im Tor

Ihr Einsatz gegen Liechtenstein dürfte trotzdem ungewiss sein. Ansonsten hat Petkovic in der Vergangenheit auch im letzten Test vor dem Turnier gegen klare Aussenseiter nicht übermässig experimentiert. Ein Muster zeichnete sich allenfalls auf der Torhüterposition ab. Yann Sommer blieb in solchen Spielen öfters draussen. So dürfte heute wohl Yvon Mvogo zum Einsatz gelangen.

Nachdem die Schweiz unter Petkovic auf die EM 2016 und die WM 2018 gelungene Vorbereitungen in Lugano absolviert hat, schwärmt der Coach nun von Bad Ragaz. «Hotel und Trainingsplätze sind hier ausgezeichnet.» Ausserdem hätten die Spieler jeweils mit dem Velo zum Training fahren können. «Das gab etwas Abwechslung und Lockerheit.» Jetzt braucht es vor dem Abflug am Montag nach Baku nur noch die positiven Gefühle aus dem letzten Testspiel. (ram/sda)

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