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Saudi-Arabien streicht Pläne für Neom-Stadion an der WM 2034

Fussball-WM 2034 in Saudi-Arabien: Offizielle Visualisierungen für das Neom Stadion.
Das Neom Stadium ist nicht mehr Teil der Pläne für die WM 2034 in Saudi-Arabien.Bild: saudi2034.com

Welch Überraschung: Saudi-Arabien streicht Pläne für «Wolkenkratzer-Stadion»

06.10.2026, 13:4106.10.2026, 13:41

Als Saudi-Arabien im August 2024 die Stadien für die Fussball-WM 2034 vorstellte, stach ein Projekt besonders ins Auge: das Neom Stadion in der gleichnamigen Stadt. Von den Organisatoren als «einzigartigstes Stadion der Welt» bezeichnet, sollte die Arena im Vorzeigeprojekt «The Line» eingebaut werden und sich rund 350 Meter über dem Boden, ganz zuoberst im Mega-Wolkenkratzerprojekt, befinden. Alleine dieses Stadion hätte 2,5 Milliarden US-Dollar gekostet.

Es sollte ein Fassungsvermögen von rund 46'000 Zuschauern haben und 2032 fertiggestellt werden. Nach der WM, wo Gruppenspiele sowie ein Viertelfinal dort geplant gewesen wären, war es als Heimatstätte mehrerer Fussballklubs von Männern sowie Frauen vorgesehen.

Fussball-WM 2034 in Saudi-Arabien: Offizielle Visualisierungen für das Neom Stadion.
So hätte das Stadion im Inneren aussehen sollen. Bild: saudi2034.com

Doch wie Reuters nun berichtet, ist das Neom Stadion nicht mehr Teil der WM‑Pläne. Das Projekt sei bis auf Weiteres ausgesetzt, heisst es. Der Grund dafür ist, dass «The Line» bei der saudischen Regierung unter Kronprinz Mohammed bin Salman nicht mehr oberste Priorität geniesst. Das ursprünglich 170 Kilometer lange, 500 Meter hohe und 200 Meter breite Megaprojekt wurde wegen Geldproblemen Ende 2024 auf 2,4 Kilometer zusammengeschrumpft.

Damals war noch unklar, ob die Abstriche beim Line-Projekt einen Einfluss auf den Stadionbau haben werden. Nun soll aber klar sein, dass das Neom Stadion zumindest für die WM nicht gebaut wird – wenn auch das Projekt auf der Webseite der Veranstalter noch immer aufgeführt wird.

Saudi-Arabien muss sparen, weil die Einnahmen durch Ölexporte aufgrund der diversen anhaltenden Konflikte im Nahen Osten zurückgegangen sind. Trotz dieser Sparmassnahmen versichern die Organisatoren in Saudi-Arabien, dass man den Fahrplan zur WM 2034 weiterhin einhalten und alle benötigte Infrastruktur rechtzeitig zur Verfügung stellen könne. (abu)

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