Zäher Sieg bringt Schweizerinnen in gute Ausgangslage
Das Schweizer Frauen-Nationalteam schliesst den ersten Teil der WM-Qualifikation mit einem weiteren Sieg ab. In Nordirland resultiert ein 2:1-Erfolg, der die Ausgangslage für die WM-Playoffs verbessert.
Obwohl den Schweizerinnen vor dem sechsten und letzten Spiel dieser ersten Phase der WM-Qualifikation der 1. Platz in der Gruppe 2 der Liga B nicht mehr zu nehmen war, war der fünfte Sieg dennoch wichtig. Damit verbessern sie ihre Ausgangslage für die nächsten Qualifikationsspiele und können als bester Gruppensieger mit einer günstigeren Konstellation in die WM-Playoffs im Herbst starten.
Souverän vor der Pause, hektisch zum Schluss
Beim Gastspiel in Lurgan, knapp 30 km südwestlich der nordirischen Hauptstadt Belfast, nahm Nationaltrainer Rafel Navarro im Vergleich zur 6:1-Gala in Lugano gegen Malta wie angekündigt mehrere Änderungen in der Startelf vor. Im Sturm fehlten neben Aurélie Csillag (aus privaten Gründen) auch die angeschlagenen Sydney Schertenleib und Riola Xhemaili und damit drei Torschützinnen vom vergangenen Freitag. Im Tor stand zum zweiten Mal unter Navarro Elvira Herzog anstelle von Livia Peng.
Trotz der zahlreichen Umstellungen kontrollierten die Schweizerinnen die Partie gegen die Weltnummer 50 auf dem wegen des Regens tiefen Terrain weitgehend. Dank Toren von Géraldine Reuteler (29.) und Smilla Vallotto (41.) gingen die Gäste mit einer verdienten 2:0-Führung in die Pause. In der zweiten Halbzeit tat sich die Schweiz über weite Strecken schwer und der Auftritt wirkte phasenweise zäh. Nach dem späten Anschlusstreffer der Nordirinnen durch die kurz zuvor eingewechselte Länderspiel-Debütantin Emily Cassap in der 85. Minute kam noch einmal unnötig Hektik auf. Die Schweizerinnen brachten den Sieg jedoch über die Zeit.
Auslosung WM-Playoffs am 18. Juni
Nach der direkten Rückkehr in die Liga A der Nations League ist der Weg an die WM 2027 in Brasilien für die Schweiz dennoch anspruchsvoll. Zwar vermeidet man als bester Gruppensieger der Liga B ein allfälliger Gang in die Interkontinental-Playoffs und geht in der ersten Playoff-Runde im Oktober einem Liga-A-Gegner aus dem Weg, danach könnten mit Europameister England, Schweden oder Norwegen aber harte Brocken warten. Die Auslosung aller Playoff-Duelle erfolgt am 18. Juni. (sda)
