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FCZ Praesident Ancillo Canepa, links, beruhigt Trainer Ludovic Magnin im Fussball Meisterschaftsspiel der Super League zwischen dem FC Zuerich und dem FC Basel im Letzigrund, am Sonntag, 27. Oktober 2019 in Zuerich. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

FCZ-Trainer Ludovic Magnin muss nach dem Platzverweis gegen den FC Basel von Präsident Ancillo Canepa zurückgehalten werden. Bild: KEYSTONE

«Es liegt an uns, aufs Gaspedal zu drücken» – der FCZ gefällt sich als Favoritenschreck

Wird der FC Zürich zum Favoritenschreck? Drei Tage nach dem 3:2-Sieg im Meisterschaftsspiel gegen Basel wollen die Zürcher in den Cup-Achtelfinals dem Meister Young Boys ein Bein stellen.



Beim FC Zürich haben sie sich diese Saison bisher anders vorgestellt. Nach zwölf Meisterschaftsrunden befindet sich der Stadtklub als Tabellensechster tabellarisch im Niemandsland. Er täte sogar gut daran, sich eher nach unten zu orientieren, als nach oben zu schielen. Dem Selbstverständnis des Klubs entspricht dies nicht.

«Wenn wir keine ausserordentliche Leistung hinkriegen, werden wir nicht gewinnen.»

Ludovic Magnin über den Cupknüller gegen YB

Eigentlich sehen sie sich in Zürich mehr als Jäger der beiden Topklubs YB und Basel denn als Konkurrent von St. Gallen, Luzern oder Sion. Die Hoffnung, für die grossen Positivschlagzeilen der Liga zu sorgen, geriet früh aus dem Zürcher Fokus – bis sie am Sonntag mit dem 3:2-Heimsieg gegen den FC Basel schlagartig zurückkehrte.

Die Highlights des Zürcher Sieges gegen Basel. Video: SRF

Mit einem weiteren Sieg am Mittwoch im Cup-Achtelfinal gegen die Young Boys würde der FCZ endgültig zum Klub werden, als den er sich selber gerne wahrnimmt: ein Favoritenschreck. Für den gesperrten Trainer Ludovic Magnin benötigt sein Team dafür nichts weniger als eine weitere «ausserordentliche Leistung». «Wenn wir dies nicht nochmals hinkriegen, werden wir nicht gewinnen», sagt der 40-Jährige.

Vollgas zum nächsten Erfolg

Der FCZ darf sich bei seinem Bestreben zu Recht auf die zuletzt gezeigte Leistung gegen Basel stützen. Dieser sei am Sonntag im Letzigrund noch zu wenig Beachtung geschenkt worden, bemerkt Magnin. Es sei mehr über die Fehler der Basler diskutiert worden, als über den FC Zürich. «Dabei waren die Fehler unser Verdienst. Wir haben ein hervorragendes Pressing gespielt, und sie so zu Fehlern gezwungen», sagt Magnin.

«Es liegt an uns, auch auf das Gas zu drücken, damit das Spiel nonstop auf Vollgas läuft.»

Ludovic Magnin

Mut machen könnte den Zürchern auch die Cup-Bilanz gegen YB – ganz im Gegensatz zum Abschneiden in der Meisterschaft. Hat der FCZ in 17 Ligaspielen gegen die Berner gerade einmal vier Punkte erspielt, ging im Cup keines der letzten drei Duelle verloren. Für Magnin sind beides nur Zahlenspiele, was für ihn wirklich zählt, ist die gegenwärtige Situation.

ARCHIVBILD ZUM WECHSEL VON MICHAEL FREY ZU FENERBAHCE --- Zuerichs Michael Frey, links, jubelt neben Zuerichs Trainer Ludovic Magnin und Assistenztrainer Rene van Eck, rechts, nach dem Schweizer Fussball Cupfinalspiel zwischen den Berner Young Boys und dem FC Zuerich, am Sonntag 27. Mai 2018, im Stade de Suisse in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

2018 holte sich der FCZ mit einem Sieg gegen YB den Cupfinal. Es war Michael Frey, der Ludovic Magnins Team zum Sieg schoss. Bild: KEYSTONE

Und die sieht so aus, dass den Bernern das Toreschiessen leicht fällt: «Gegen Thun mussten sie nur kurz aufs Gaspedal drücken und schon haben sie getroffen», sagt Magnin, der seinem Team ein spezielles Rezept gegen die YB-Torflut verordnet hat. Kompromisslos dagegenhalten. «Es liegt an uns, auch auf das Gas zu drücken, damit das Spiel nonstop auf Vollgas läuft», verlangt Magnin.

«Andere Trainer hätten für diese Aktion nur Gelb erhalten.»

Ludovic Magnin über seine Sperre

Er selber wird im Stade de Suisse nicht sicherstellen können, dass das Feuer in seinem Team während 90 Minuten brennt. Der Assistenztrainer Alfons Higl übernimmt Magnins Part nach der Roten Karte, die dieser gegen Basel auf unnötige Art nach Spielschluss kassiert hat. Magnin hat die Sperre akzeptiert, «auch wenn andere Trainer für diese Aktion nur Gelb erhalten hätten». Er habe sich das Etikett des aufbrausenden Trainers selber zuzuschreiben, entsprechend müsse er sich damit arrangieren und daran arbeiten, es wieder loszuwerden.

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