Sport
Homosexualität

Erster aktiver Fussball-Profi Englands: Jake Daniels feiert Coming-out

Jake Daniels, erster aktiver homosexueller Fussballer Englands.
Jake Daniels feiert sein Coming-out.Bild: zvg

Coming-out von englischem Fussball-Profi: «Bin bereit, ich selbst zu sein»

17.05.2022, 08:2017.05.2022, 12:35

Der englische Nachwuchs-Fussballer Jake Daniels vom Blackpool FC hat sich öffentlich zu seiner Homosexualität bekannt. «Diese Saison war fantastisch für mich. Ich habe viele Tore geschossen, meinen ersten Profi-Vertrag unterschrieben. Doch neben dem Platz musste ich mein wahres Ich verstecken», erklärte der 17-Jährige in einer Mitteilung des Klubs.

Doch das sei jetzt nicht mehr der Fall: «Ich weiss schon mein ganzes Leben, dass ich schwul bin und ich fühle mich jetzt bereit, das mit der Welt zu teilen. Ich bin bereit, ich selbst zu sein.»

Er sei inspiriert worden von Josh Cavallo oder auch vom britischen Turmspring-Olympiasieger Tom Daley, die mit ihrem Mut einen Wechsel in der Gesellschaft vorangetrieben hätten. Der Australier Cavallo ist neben Daniels der einzige offen homosexuelle Fussball-Profi der Welt. Daniels selbst sagte, er wolle nun auch eines dieser Vorbilder sein.

Die Reaktionen auf Daniels' Coming-out sind durchs Band positiv. In den sozialen Medien erhält er Unterstützung und Liebe von diversen Klubs aus den englischen Ligen, aber auch darüber hinaus. «Ich denke, er wird eine riesige Akzeptanz erfahren», sagt der ehemalige englische Nationalstürmer Gary Lineker gegenüber der BBC. Er freue sich über den Schritt des jungen Stürmers und hoffe, dass er Türen für andere öffne.

Englands Captain Harry Kane findet, dass Daniels «grosser Respekt» gebühre und dass der Fussball alle und jeden willkommen heissen solle. Gary Neville, der frühere Captain von Manchester United, kritisiert den bisherigen Umgang der Fussballwelt mit diesem Thema: «Der Fussball hat noch seine Probleme mit Homosexualität. Wir wissen, dass Fans verständnisvoll sein können. Aber ich glaube, diese Akzeptanz ist noch nicht in allen Garderoben gleich weit verbreitet. Garderoben können ein böser Ort sein.»

Umso mehr gratuliert Neville Daniels zu diesem Schritt: «Was er gemacht hat, braucht unglaublich viel Mut. Es ist ein historischer Schritt, ein grosser Moment für den Fussball.» (abu)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Sprachregeln für das Fussball-Stadion: Wie sag ich's besser
1 / 9
Sprachregeln für das Fussball-Stadion: Wie sag ich's besser
Thema: Ethnische Herkunft und Religion
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Alisha Lehmann 2.0? – GC-Spielerin verdient mit Instagram mehr Geld
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Barça ärgert sich über PSG-Choreo und weitere Momente vom Champions-League-Abend
Der Champions-League-Abend vom Dienstag wurde geprägt vom Kracher zwischen PSG und Barça, einem Torrekord und starken Youngstern.
Wer gestern den Champions-League-Kracher zwischen Paris Saint-Germain und Barcelona geschaut hat, dürfte sich etwas verwundert die Augen gerieben haben. Barça in Orange? Sind das nicht die Farben der letzten Saison? Doch. Die Katalanen mussten in Paris in den Auswärtstrikots der letzten Saison spielen. Die UEFA befürchtete, dass sich das cyanfarbene Auswärtstrikot Barcelonas und das blau-rote Heimtrikot von PSG zu sehr ähneln. Kurioserweise war eine ähnliche Trikotkombination beim Auswärtsspiel von Paris bei ManCity vor einer Woche kein Problem.
Zur Story