Eigentlich sollte die Ironman-EM zu einem fröhlichen Tag für Hamburg werden. Ein sportliches Event, auf das viele Menschen mit Freude hingefiebert hatten. Ursprünglich sollte bei dem Triathlon-Highlight vor allem eins im Fokus stehen: Jan Frodenos Rückkehr auf die Langdistanz nach einer langen Verletzungspause. Doch ein tragischer Vorfall hat das in den Hintergrund gerückt: ein schwerer Unfall mit tödlichen Folgen. Die ARD entschied sich, die Live-Übertragung abzubrechen.
Nachdem die Profis bereits gestartet waren, begannen am frühen Vormittag die Altersklassenstarter ihre 3,8 Kilometer lange Schwimmstrecke, gefolgt von einer 180 Kilometer langen Radstrecke. Gegen 8.45 Uhr kam es auf dem Gauerter Hauptdeich zu einer verheerenden Kollision zwischen einem Amateursportler und einem Motorradfahrer, wie von der ARD-«Sportschau» berichtet wurde. Dabei prallten Motorrad und Fahrrad frontal zusammen.
Ursprünglich wurde von drei schwer verletzten Personen berichtet. Kurz darauf wurde jedoch bekannt, dass der Motorradfahrer den Unfall nicht überlebt hat. Der Einsatzleiter der Polizei bestätigte gegenüber der ARD-«Sportschau», dass der Mann noch an der Unfallstelle verstarb. Der Triathlet erlitt schwere Verletzungen, befand sich jedoch nach derzeitigem Stand nicht in Lebensgefahr. Der Kameramann auf dem Motorrad wurde leichter verletzt und gemeinsam mit dem Teilnehmer ins Krankenhaus gebracht.
Der #Ironman in Hamburg ist von einem schweren Unfall überschattet worden. Ein Motorrad kollidierte mit einem Amateurradfahrer. Ein Motorradfahrer erlag seinen Verletzungen. Die ARD hat die Übertragung abgebrochen. https://t.co/xqN5Al3I8P #IMHamburg
— NDR Sport (@NDRsport) June 4, 2023
Das Rennen stand unmittelbar nach dem Unfall kurz vor dem Abbruch, und die nachfolgenden Fahrer mussten an der Unfallstelle anhalten. Da die Radstrecke in Hamburg aus zwei Runden auf derselben Strecke besteht, mussten die Sportler auf der zweiten Runde an der noch nicht geräumten Unfallstelle vorbeifahren und ihre Räder über den Deich schieben. Allerdings angeblich ohne zu wissen, was dort passiert war.
Nachdem die Nachricht vom Tod des Motorradfahrers bekannt wurde, unterbrach die ARD ihren Livestream. Das Rennen wurde jedoch offenbar fortgesetzt, während der Ironman-Livestream weiterlief. Auch die Übertragung auf den Ironman-Kanälen wurde fortgesetzt. Bis zwei Stunden nach dem Unfall gab es vom Veranstalter noch keine offiziellen Informationen oder ein Statement zu dem Vorfall.
Ob nun Kameramotorrad oder Teamfahrzeug. Zu viele Fahrzeuge auf zu engem Raum.
Es waren viel zu viele Motorräder unterwegs, in der 9 köpfigen Spitzengruppe von T1 weg immer zwischen 8-10. Die Radstrecke ist Out & Back also hat es immer Gegenverkehr. Da fuhren also die Spitzengruppe und links von ihnen ein Tross von 8 oder 9 Motorräder, dann meint ein Motofahrer an dieser Doppelschlange vorbeizufahren und sieht die entgegenkommenden Agegrouper nicht, die knallen mit ca je 40 km/h ineinander. Im Livestream grausam mitanzusehen.
Ironman hat dazu KEINE Stellung bezogen, weder in den sozialen Medien noch während des Stream 1
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