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Ski: Loic Meillard gewinnt in Schladming vor Gino Caviezel

Switzerland's Gino Caviezel, second placed, right, and Switzerland's Loic Meillard, first placed, celebrate in the finish area of an alpine ski, men's World Cup giant slalom in Schladmi ...
Caviezel (rechts) empfängt Meillard nach dessen Ankunft im Ziel.Bild: keystone

«Unglaublich!» Meillard und Caviezel brillieren mit Schweizer Doppelsieg in Schladming

25.01.2023, 22:0826.01.2023, 09:30

Loïc Meillard und Gino Caviezel feiern im Nacht-Riesenslalom in Schladming einen Schweizer Doppelsieg. Für Meillard ist es der erste Sieg in einer klassischen Disziplin.

Meillard setzte sich im ersten Flutlicht-Riesenslalom in hiesigen Gefilden 59 Hundertstel vor seinem Teamkollegen und 81 Hundertstel vor dem Österreicher Marco Schwarz durch, der in der Entscheidung elf Plätze gutmachte und zum ersten Mal im «Riesen» auf das Weltcup-Podest fuhr.

Die Basis zum Sieg, der nach zuletzt regelmässig starken Leistungen nur noch eine Frage der Zeit schien, legte der Meillard auf der spiegelglatten Planai mit einer bestechenden Fahrt im ersten Lauf. In diesem distanzierte 26-jährige Neuenburger die ausländische Konkurrenz um mindestens eine Sekunde und Caviezel mehr als sechs Zehntel.

«Eine gewisse Erleichterung ist da. Aber ich wusste schon länger, dass ich gut Skifahre. Und wenn ich nach dem ersten Lauf vorne war, habe ich es auch jedes Mal aufs Podest geschafft. Im ersten Lauf hatte es gut geklappt, also dachte ich: warum nicht auch im zweiten? Und dass ich es jetzt mit Gino teilen kann, ist einfach unglaublich.»
Loic Meillard

Meillards zuvor einziger Sieg rührte von einem Parallel-Riesenslalom. In den klassischen Disziplinen hatte er es zwölfmal auf das Podest geschafft, aber nie zuoberst aufs Treppchen. Vor zehn Tagen hatten ihm als Zweiter im Slalom von Wengen zwei Zehntel zum fälligen Sieg gefühlt, dreimal zuvor noch weniger.

«Es war ein cooles Rennen, eine unglaubliche Piste. Ich habe Gas gegeben, es war eine sehr gute Fahrt. Anfang Saison war es schwierig für mich, jetzt habe ich einfach wieder Spass. Natürlich hätte ich gerne gewonnen, aber ich mag Loic den Sieg absolut gönnen.»
Gino Caviezel

Odermatt fehlt, Meillard ist zur Stelle

Mit dem Doppelsieg, dem ersten im Riesenslalom seit Marco Odermatts Sieg vor Meillard im März 2021 in Kranjska Gora und dem erst zweiten nach 2008, federten die Schweizer das Forfait von Teamleader Odermatt bestmöglich ab. Odermatt, der vier der sechs bisherigen Riesenslaloms des Winters gewonnen hat, trat bei der nach einer Absage in Garmisch aus der Not geborenen Flutlicht-Premiere in Schladming nicht an, weil er seinem seit Kitzbühel lädierten Knie mehr Zeit zur Genesung geben muss.

Ob der Nidwaldner am Wochenende an den Super-Gs in Cortina d’Ampezzo wieder ins Renngeschehen eingreifen kann, ist offen. Selbst gab sich Odermatt am Mittwochabend als Zuschauer im Zielraum zuversichtlich: «Wenn die nächsten drei Tage weiter so gehen wie die letzten drei, dann werde ich in Cortina starten können.» Tagsüber hatte Odermatt zum ersten Mal wieder auf Schnee trainieren können.

Tumler erfüllt WM-Vorgabe

Hinter Meillard und Caviezel klassierten sich Thomas Tumler, Sandro Simonet und Semyel Bissig, die weiteren Schweizer im zweiten Lauf, auf den Plätzen 15, 22 und 26. Mit seinem zweiten Top-15-Resultat der Saison erfüllte Tumler als vierter Swiss-Ski-Athlet die internen Selektionskriterien für die WM. (dab/sda)

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