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Texans-Quarterback Taylor fliegt in die Endzone.
Texans-Quarterback Taylor fliegt in die Endzone.Bild: keystone

Zwei Taylors für ein Halleluja und das 1070. Scorigami – die Aufreger des NFL-Weekends

Colts-Running-Back Jonathan Taylor mit fünf Touchdowns und Texans-Quarterback Tyrod Taylor mit einer spektakulären Flugeinlage waren die prägenden Figuren des NFL-Weekends. Geglänzt hat auch Aaron Rodgers, seine Packers kassierten allerdings eine bittere Last-Second-Pleite.
22.11.2021, 14:1523.11.2021, 07:24

Die Resultate

Bevor wir zu den Highlights kommen, hier zunächst die Resultate von Week 11:

bild: screenshot nfl

» Hier geht's zu den aktuellen NFL-Standings.

Das aktuelle Playoff-Picture

bild: ran nfl

Die Highlights

Touchdown-Taylor nicht zu bremsen

Die Indianapolis Colts siegten mit 41:15 überraschend deutlich bei den Buffalo Bills. Das Endresultat war zudem ein sogenanntes Scorigami, also ein Endergebnis, das es in der NFL zuvor noch nie gegeben hatte. Damit hat man in der NFL bis dato 1070 verschiedene Endresultate gesehen.

Mann des Spiels für die Colts war ganz klar Jonathan Taylor. Der Running Back stellte die Defense der Bills an diesem Abend vor unlösbare Probleme und stand am Ende bei 214 Scrimmage Yards und fünf (!) Touchdowns.

Die fünf Touchdowns von Jonathan Taylor.Video: YouTube/NFL

Auch Quarterback Carson Wentz lieferte ein fehlerfreies Spiel ab und warf für 106 Yards und einen Touchdown. Nach einem schönen Pass auf den überragenden Taylor brachte er die Colts schon früh mit 14:0 in Führung. Wenig später tauchte der Colts-Spielmacher bei viel Druck einfach unter einem Tackle-Versuch der Defense hindurch und lief schliesslich ungehindert zu einem First Down.

Die Bills dagegen leisteten sich ungewohnt viele Fehler. Quarterback Josh Allen brachte sein Team mit zwei Interceptions früh auf die Verliererstrasse. Ein Punt-Return-Fumble von Isaiah McKenzie besiegelte bereits gegen Ende der ersten Halbzeit den gebrauchten Abend für die Bills, die mit ihrer 6:4-Bilanz im Playoff-Kampf langsam, aber sicher ins Zittern kommen.

McKenzie rutscht im dümmsten Moment aus.Video: streamja

Steelers verpassen Mega-Comeback

Die Partie zwischen den Los Angeles Chargers und den Pittsburgh Steelers war nach drei Vierteln eigentlich schon gelaufen. Die Chargers führten mit 27:10, mussten am Ende aber plötzlich noch einmal um den Sieg zittern.

Quarterback Ben Roethlisberger brachte die Steelers bei seinem Comeback nach überstandener Corona-Infektion dank drei Touchdown-Pässen wieder zurück ins Spiel und nach einem Field Goal von Chris Boswell 3:24 Minuten vor dem Ende hiess es gar 37:34 für die Steelers.

Selbst ein Faustschlag in den Magen kann Justin Herbert nicht stoppen.Video: streamja

Doch die Chargers kamen noch einmal zurück. Wide Receiver Mike Williams fing einen 53-Yard-Pass von Quarterback Justin Herbert und zerschmetterte damit die Hoffnungen der Steelers, die nicht mehr zurückschlagen konnten. Neben Herbert mit seinen 382 Passing und 90 Rushing Yards überragte bei den Chargers vor allem Running Back Austin Ekeler, der zu vier Touchdowns lief.

Der entscheidende Touchdown der Chargers.Video: streamja

Jenkins vs. Jennings

Beim Duell zwischen den Jacksonville Jaguars und den San Francisco 49ers kam es im zweiten Viertel zu einer handfesten Auseinandersetzung. «Niners»-Receiver Jauan Jennings und Rayshawn Jenkins, «Jags»-Safety, gerieten nach einem Lauf von Deebo Samuel abseits der Kameras aneinander und lieferten sich bald einen wilden Schlagabtausch. Jenkins riss seinem Gegenüber dabei erst den Helm vom Kopf und schlug ihm wenig später die Faust ins Gesicht.

Nach Konsultation der Video-Bilder stellten ihn die Schiedsrichter für dieses Vergehen vom Platz. Mit seiner «Ejection» erwies Jenkins seinem Team einen Bärendienst. Zum Zeitpunkt des Rauswurfs lagen die Jaguars mit 0:10 hinten – am Ende kassierten die Jags mit 10:30 die nächste deftige Pleite.

Jenkins schlägt Jennings die Faust ins Gesicht.Video: streamja

Newton setzt nächstes Ausrufezeichen

Nachdem er letzte Woche bei seinen ersten Spielzügen nach seiner Rückkehr zu den Carolina Panthers schon aufhorchen liess, hat Cam Newton auch beim ersten Heimspiel für seinen alten und neuen Arbeitgeber überzeugen können. Der selbsternannte «Superman» durfte erstmals als Starting Quarterback ran und lieferte gleich beeindruckende Zahlen ab.

Newton fliegt förmlich aufs Feld. Video: streamja

Zwar gingen die Panthers gegen das Washington Football Team am Ende mit 21:27 als Verlierer vom Feld, doch Newtons persönliche Bilanz konnte sich mit 189 Passing und 46 Rushing Yards sowie drei Touchdown-Pässen durchaus sehen lassen.

Das weckte Hoffnungen für die Zukunft. Augenscheinlich war zudem, dass sich Newton sehr gut mit Running Back Christian McCaffrey versteht. Der Superstar kam am Ende auf 59 Receiving und 60 Rushing Yards sowie einen Touchdown.

McCaffrey schafft es irgendwie, mit dem Knie nicht zu Boden zu gehen.Video: streamable

Quarter- und Running Back in einem

Jalen Hurts hat die Philadelphia Eagles zu einem spektakulären 40:29-Sieg gegen die New Orleans Saints geführt. Der 23-jährige Zweitrundenpick des letztjährigen Drafts warf zwar keinen einzigen Touchdown, lief dafür selbst dreimal in die Endzone. 147 Passing Yards standen am Ende auch 69 Rushing Yards gegenüber.

Beeindruckend war dabei vor allem, mit welcher Leichtigkeit Jalen Hurts in die Endzone marschierte. Dank seiner blitzschnellen Körpertäuschungen liess er die Saints-Defense ganz schön alt aussehen. Die Eagles haben mit 5:6 zwar nach wie vor eine negative Bilanz, doch die letzten Auftritte mit drei Siegen aus den letzten vier Spielen gaben Hoffnung, dass es mit der Playoff-Teilnahme doch noch klappen könnte.

Der Ankle-Breaker von Jalen Hurts gegen die Saints.Video: streamable

Rodgers und Co. verlieren dramatisch

Im «Battle for the North» zwischen den Green Bay Packers und den Minnesota Vikings mussten sich Aaron Rodgers und seine Packers hauchdünn geschlagen geben. Beim 31:34 sorgte Vikings-Kicker Greg Joseph mit seinem Field Goal aus 29 Yards zwei Sekunden vor Schluss für die Entscheidung.

Herausragender Mann auf Seiten der Vikings war Justin Jefferson mit acht Catches für 169 Yards samt zwei Touchdowns. Zu Hochform liefen auch die beiden Quarterbacks auf: Kirk Cousins von den Vikings warf drei Touchdown-Pässe und für insgesamt 341 Yards. Noch etwas besser lief es Rodgers, der zwar an einer Zehenverletzung litt, am Ende aber doch auf vier Touchdowns und 385 Passing Yards kam.

Die besten Szenen der «Battle for the North».Video: YouTube/NFL

Tuas 62-Yard-Bombe

Die Miami Dolphins gewannen gegen die New York Jets mit 24:17 und fuhren damit ihren dritten Sieg in Serie ein. Lange lag das Duell auf Messers Schneide. Zu Beginn des Schlussviertels fand schliesslich «Fins»-Quarterback Tua Tagovailoa seinen Running Back Myles Gaskin für einen 5-Yard-Touchdown-Pass. Die Vorentscheidung besorgte dann Kicker Jason Sanders mit einem 24-Yard-Field-Goal kurz vor Schluss.

Den Höhepunkt bekamen die Zuschauer aber schon im dritten Viertel zu Gesicht. Tagovailoa, der mit einer Interception und einem Fumble eigentlich einen durchwachsenen Tag einzog, fand tief aus der eigenen Hälfte mit einem spektakulären 62-Yard-Pass Mack Hollins, der den Ball schliesslich relativ unbedrängt in die Endzone trug.

Air Tyrod hebt ab

Nach acht Niederlagen in Serie kehrten die Houston Texans ausgerechnet gegen die zuvor so souveränen Tennessee Titans, die wiederum auf ihren Star-Running-Back Derrick Henry verzichten mussten, zum Siegen zurück. Beim 22:13 machte Quarterback Tyrod Taylor den Unterschied: Weil es über die Luft nicht allzu viel auszurichten gab, nahm der 32-Jährige die Beine in die Hand und lief gleich zu zwei Touchdowns. Besonders spektakulär war der erste, als Taylor zunächst lange nach einer Anspielstation suchte und schliesslich selbst mit einem beherzten Sprung in die Endzone flog.

Defense-Schlacht statt Offensiv-Feuerwerk

Wer beim Duell zwischen Kansas City Chiefs und den Dallas Cowboys auf ein offensives Feuerwerk gehofft hatte, wurde arg enttäuscht. Das Duell zweier der besten Offensiven der Liga verkam nämlich zu einer Defense-Schlacht mit dem besseren Ende für die Chiefs. Beim 19:9 sorgte Tight End Travis Kelce zwar früh für den ersten Touchdown der Partie, danach begann der Motor aber bald zu stocken.

Quarterback Patrick Mahomes kam nach seiner Monster-Performance in der Vorwoche nur noch auf 216 Passing Yards und leistete sich einen Fumble und eine Interception, war in den wichtigen Momenten aber dennoch zur Stelle. Vor allem sein kurzer Pitch zur Seite auf Clyde Edwards-Helaire vor dem Touchdown zum 16:3 konnte sich sehen lassen.

Mann des Spiels für die Chiefs wurde schliesslich Defensive End Chris Jones, der mit 3,5 Sacks ein dickes Ausrufezeichen setzte und sinnbildlich für die immer besser werdende Chiefs-Defense steht. Daneben überzeugte auch L'Jarius Sneed, dem kurz vor Spielende die entscheidende Interception gelang.

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