Zum EM-Start fordern die Schweizer Volleyballer den Olympiasieger
Zum zweiten Mal nach 2023 hat sich die Schweizer Volleyball-Nationalmannschaft sportlich für die EM-Endrunde qualifiziert. Bei der Premiere bezahlte sie noch Lehrgeld: In sechs Gruppenspielen resultierten sechs Niederlagen.
Seither hat sich die Mannschaft allerdings weiterentwickelt. Dies zeigte sich in der EM-Qualifikation, welche die Schweizer mit jeweils zwei Siegen gegen Schweden und Spanien als Gruppensieger abschlossen.
Der argentinische Nationaltrainer Juan Manuel Serramalera hat die Schweiz im Januar 2024 übernommen und steht vor seinem ersten grossen Turnier mit ihr. Bei der Kader-Zusammenstellung setzte Serramalera auf Kontinuität: acht der 14 Spieler standen bereits vor drei Jahren im EM-Aufgebot.
Mitte: Joel Hauck (Amriswil, 21), Dominic Lauener (Jona, 22), Alexander Lengweiler (Schönenwerd, 25), Simon Maag (Schönenwerd, 25).
Aussen: Bruno Jukic (Amriswil, 28), Cyril Kolb (Schönenwerd, 23), Lars Migge (Helios Grizzlys Giesen, 22), Quentin Zeller (Colombier, 32).
Diagonal: Etienne Schalch (Amriswil, 23), Julian Weisigk (Levski Sofia, 26).
Libero: Julian Fischer (Schönenwerd, 30), Jonas Peter (Näfels, 23).
Trainer: Juan Manuel Serramalera.
Nach intensiven Vorbereitungswochen wartet gleich zum Auftakt eine besondere Herausforderung: In Cluj-Napoca trifft die Schweiz am Donnerstag (16 Uhr) auf Frankreich, den Olympiasieger. Danach folgen die Vergleiche mit Co-Gastgeber Rumänien, der Türkei, Deutschland und Lettland.
Um die K.o.-Phase zu erreichen, muss die Schweiz die Gruppe mindestens auf Rang 4 abschliessen. Der Einzug in die Achtelfinals wäre ein beachtlicher Erfolg. Gegen Frankreich, Deutschland und die Türkei ist die Schweiz klare Aussenseiterin, gegen Rumänien und Lettland darf sie sich hingegen Chancen ausrechnen. Im Sommer bezwangen die Schweizer Lettland in der European League mit 3:2 Sätzen und feierten dabei einen von fünf Siegen in sechs Spielen.
Freitag, 11. September: Schweiz - Rumänien (19.00 Uhr).
Sonntag, 13. September: Schweiz - Türkei (16.00 Uhr).
Montag, 14. September: Deutschland - Schweiz (16.00 Uhr).
Dienstag, 15. September: Lettland - Schweiz (16.00 Uhr).
Turnier in vier Ländern
Die 34. Volleyball-Europameisterschaft findet vom 9. bis 26. September in Bulgarien, Finnland, Italien und Rumänien statt. Die 24 qualifizierten Mannschaften sind auf vier Gruppen mit jeweils sechs Teams verteilt.
Zu den Topfavoriten gehören Titelverteidiger Polen und Weltmeister Italien. Zum erweiterten Favoritenkreis zählen Slowenien, Bulgarien und Olympiasieger Frankreich.
Neben dem EM-Titel geht es um wichtige Qualifikationsplätze. Der Europameister qualifiziert sich direkt für die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles, die besten drei Mannschaften sichern sich zudem einen Platz an der WM 2027 in Polen. (ram/sda)
