Sport
Japan

Olympia in Paris: Japanische Frauen kämpfen gegen perverse Infrarotfotos

Sarina Koga JPN, JULY 1, 2024 - Volleyball : Japan women s volleyball national team, Nationalteam training session in Tokyo, Japan. Noxthirdxpartyxsales PUBLICATIONxNOTxINxJPN 258270773
Japans Captain Sarina Koga im Training.Bild: www.imago-images.de

Schlauer Stoff: Japans Volleyballerinnen müssen keine Angst vor Glüschtlern haben

Japans Volleyball-Team der Frauen träumt an den Olympischen Spielen von einer Medaille. Wovon es nicht träumt, ist, mittels Infrarotkameras in den Fokus perverser Zuschauer zu geraten. Dank ihres Ausrüsters müssen sich die Frauen deswegen keine Sorgen machen.
24.07.2024, 14:2424.07.2024, 14:24

Ein Sporttrikot soll je nach Disziplin windschlüpfrig sein. Oder den Schweiss gut transportieren. Oder möglichst leicht sein. Und neu soll es auch dafür sorgen, dass niemand sehen kann, was Frau oder Mann darunter trägt.

Der japanische Sportartikelhersteller Mizuno hat sich dem Kampf gegen Nackt- und Unterwäschefotos angenommen, die man mit einer speziellen Kamera und dank Infrarottechnik von der Tribüne aus schiessen kann. In die Trikots der japanischen Volleyball-, Leichtathletik- und Tischtennis-Equipen wurde Material eingearbeitet, das verbirgt, was verborgen bleiben soll.

July 10, 2024, Tokyo, Japan - Japanese women s volleyball team captain Sarina Koga R and her teammates receives Japanese national flag from an All Nippon Airways ANA cabinattendant before they leave t ...
Japans Volleyballerinnen vor dem Abflug von Tokio nach Paris.Bild: www.imago-images.de

Wie bei Tarnkappenflugzeugen

«In den vergangenen Jahren wurden immer mehr Sportlerinnen Opfer von versteckten Aufnahmen, die dann über das Internet verbreitet wurden», begründet Mizuno in einer Mitteilung die Motivation für die Neuerung. Schliesslich gelang es in fünfjähriger Arbeit, Stoffe zu kreieren, die sowohl Höchstleistung zulassen, aber auch Infrarot blockieren.

Mizuno Japan Olympia 2024 Infrarot
Die Funktionsweise des Stoffs.grafik: mizuno

Konkret wurden Materialen eingearbeitet, die Licht im Infrarotbereich besonders gut absorbieren können. Das amerikanische Technikportal «The Verge» verglich das Prinzip mit dem von Tarnkappenflugzeugen, die Radarsignale so ablenken, dass sie nicht erfasst werden können.

Schweizer Hoffnungen im Sand

Japan war im Frauen-Volleyball lange eine Macht. Zwischen 1964 und 1984 gewann es je zwei Gold- und Silber- sowie eine Bronzemedaille. Danach machten die Japanerinnen eine Durststrecke durch, seither errangen sie nur noch einmal, mit Bronze 2012 in London, Edelmetall.

Dem Schweizer Frauen-Nationalteam gelang es noch nie, sich für Olympische Spiele oder Weltmeisterschaften zu qualifizieren. In Paris hofft Swiss Volley mit den Beach-Duos Tanja Hüberli/Nina Brunner und Esmée Böbner/Zoé Vergé-Dépré auf eine Medaille.

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Alte Glüschtler, die spärlich bekleidete Damen an Erotik-Messen fotografieren
1 / 20
Alte Glüschtler, die spärlich bekleidete Damen an Erotik-Messen fotografieren
Endlich ist die Erotikmesse wieder in der Stadt, das ist schön für gewisse ältere Herren, die können dann ein bisschen träumen ...
quelle: epa / toni garriga
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Mit 14 war ich 1,92 m gross – Mirjam über ihre Grösse
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Liniger über die Probleme der Schweizer Trainer: «Nicht bereit, den harten Weg zu gehen»
Klotens Michael Liniger ist einer von nur zwei Schweizer Coaches in der National League. Der Emmentaler bedauert dies, sieht die Schuld aber zum Teil auch bei seinen Landsleuten. Und er stellt fest, dass Englisch für viele sexier klingt.
«Es tut gut, mal Schweizerdeutsch zu sprechen», gibt Dario Meyer offen zu. Der Captain des EHC Kloten erlebt dieses Privileg seit diesem Sommer. Er hat einen von nur zwei Schweizer Chefcoaches in der National League (Doppelbürger wie die Kanada-Schweizer Josh Holden und Christian Dubé ausgenommen) als Ansprechperson.
Zur Story