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Rassismus

Sponsor kündigt – Griezmann von rassistischem Video heimgesucht

epa09088916 Barcelona's Ousmane Dembele celebrates with team mate with Antoine Griezmann (L) after scoring the 0-5 goal during the Spanish LaLiga soccer match between Real Sociedad and FC Barcelo ...
Antoine Griezmann und Ousmane Dembélé im Dress des FC Barcelona.Bild: keystone

Sponsor kündigt – Griezmann von rassistischem Video heimgesucht

07.07.2021, 19:0607.07.2021, 19:06

Antoine Griezmann ist nicht mehr Botschafter für das Sammelkartenspiel Yu-Gi-Oh. Das Unternehmen Konami kündigte die Zusammenarbeit nach einem Rassismus-Eklat.

Der Ursprung geht wohl auf das Jahr 2019 zurück. Weltmeister Griezmann und sein französischer Landsmann Ousmane Dembélé ziehen über asiatische Hotelangestellte her. Ein Video davon kursiert dieser Tage und brachte den Fall ins Rollen.

Die zwei Fussballer des FC Barcelona filmten sich gegenseitig, während die Angestellten versuchten, ein Problem beim Fernseher zu beheben. Dembélé filmte ihnen mehrfach ins Gesicht und beleidigte sie für ihr Aussehen und ihre Sprache. Griezmann lachte herzhaft über die Kommentare seines Kollegen.

Szenen von Dembélés Videos, das Griezmann zeigt.
Szenen von Dembélés Videos, das Griezmann zeigt.bild: oumse_dia_quatre

Mittlerweile reagierte Griezmann. Er habe sich immer gegen jede Form der Diskriminierung eingesetzt. Er weise die gegen ihn erhobenen Vorwürfe entschieden zurück «und es tut mir leid, wenn ich meine japanischen Freunde beleidigt habe.»

Die japanischen Freunde fanden die Aussagen und das Lachen der zwei französischen Fussballer in der Tat nicht ganz so lustig wie diese selber. Die Firma Konami teilte mit, man verzichte künftig auf eine Zusammenarbeit mit Griezmann. «Wir haben Antoine Griezmann unlängst als unseren Botschafter für Yu-Gi-Oh-Inhalte angekündigt. Jedoch haben wir angesichts der jüngsten Ereignisse beschlossen, den Vertrag zu kündigen.»

Ousmane Dembélé entschuldigte sich ebenfalls für seine Aussagen. Dabei trat er gleich in ein weiteres Fettnäpfchen. Er schrieb: «Ich wollte mich nicht gegen irgendeine bestimme Community äussern. Ich tendiere dazu, diese Sprache mit meinen Freunden und privatem Umfeld zu benutzen, egal wo diese her sind.» Dieser Satz rief Kritik hervor, dass es rassistische Äusserungen auch nicht besser mache, bloss weil diese nur im privaten Rahmen geäussert würden.

Unklar ist, wann das Video entstand. 2019 waren Griezmann und Dembélé mit dem FC Barcelona in der Sommervorbereitung in Japan. Es wird vermutet, dass das Video zu jener Zeit entstanden ist. (ram)

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