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South Africa players celebrate after the Rugby World Cup final at International Yokohama Stadium between England and South Africa in Yokohama, Japan, Saturday, Nov. 2, 2019. South Africa won 32-12. (AP Photo/Christophe Ena)

Bild: AP

«Danke, Südafrika, wir lieben dich!» Die Springboks sind zum dritten Mal Rugby-Weltmeister

Südafrika ist nach einer dominanten Vorstellung zum dritten Mal nach 1995 und 2007 Rugby-Weltmeister geworden. Im japanischen Yokohama bezwang das Team von Nationalcoach Rassie Erasmus das favorisierte England mit 32:12 (12:6).

Die Südafrikaner zogen mit ihrem dritten Titelgewinn mit dem Erzrivalen und Rekordweltmeister Neuseeland gleich. Der zweifache Titelverteidiger war in den Halbfinals an England gescheitert und musste sich in Japan mit dem 3. Rang begnügen. Südafrika ist damit die erste Mannschaft, die nach einer Niederlage im Turnier doch noch Weltmeister wird. Im Auftaktspiel vor sechs Wochen hatten die Springboks gegen Neuseeland noch deutlich verloren (13:23).

«Wir hatten so viele Herausforderungen zu meistern, aber Südafrika ist geschlossen hinter uns gestanden.»

Siya Kolisi

Im Final in Yokohama, wo 2002 schon das Endspiel der Fussball-WM stattgefunden hatte, zeigten sich die Südafrikaner von der ersten Sekunde an bereit. Entscheidend zu ihren Gunsten waren die extrem starke Defensivleistung und die erfolgreichen Straftritte von Handre Pollard, dem insgesamt 22 Punkte gelangen. In der Schlussphase gelangen dem Team von Rassie Erasmus, der die Südafrikaner letztmals coachte, noch zwei Versuche durch Makazole Mapimpi (66.) und Cheslin Kolbe (74.) zum am Ende sehr deutlichen 32:12-Schlussresultat.

Sehenswert: Das denkwürdige Interview von Siya Kolisi

Hingegen die vom Australier Eddie Jones gecoachten Engländer konnten im Final zu keinem Zeitpunkt an die erstklassigen Leistungen der vorherigen Partien gegen Australien (40:16/Viertelfinal) und Neuseeland (19:7/Halbfinal) anschliessen und verpassten dadurch den Gewinn des zweiten WM-Titels nach 2003. Das im Vorfeld klar favorisierte England, das schon den WM-Final 2007 gegen Südafrika verloren hatte, lag während der gesamten Partie nie in Führung. (sda)

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Sportredaktion
Siya Kolisi
«Ich bin einfach nur dankbar. Dankbar für das Team, wir haben so viel zusammen durchgemacht, hatten so viele Herausforderungen zu meistern. Aber Südafrika ist geschlossen hinter uns gestanden, obwohl wir so grosse Probleme in unserem Land haben. Dafür sind wir so sehr dankbar.

Wir haben verschiedene Geschichten, verschiedene Rassen, wir kamen zusammen hier hin, alle mit demselben Ziel. Wir haben das für Südafrika gemacht, wir können zusammenhalten! So habe ich Südafrika noch nie erlebt. Wir lieben dich, Südafrika!»
Captain Owen Farrell ist tief enttäuscht
«Ich bin unglaublich stolz auf diese Mannschaft. Wir sind gut gestartet, doch Südafrika war einfach zu gut heute. Vielen Dank an die englischen Fans und an Gastgeber Japan, das war ein tolles Turnier.»
Japan Rugby WCup Final
80'
Das Spiel ist aus, Südafrika ist zum dritten Mal Rugby-Weltmeister – und schliessen damit zu Neuseeland auf!

Und dieser Sieg ist verdient: Die Springboks waren von Beginn weg die bessere Mannschaft. Die Engländer hingegen scheitern an ihren eigenen Ansprüchen.
75'
Cheslin Kolbe mit der Vorentscheidung, Pollard setzt noch zwei Punkte per Penalty obendrauf.
66'
Der erste Try im Rugby-WM-Final 2019 ist amtlich! Am legt kurz vor der Linie quer für Mapimpi – fünf Punkte für Südafrika!
59'
Auch England meldet sich gleich wieder zurück: 12-18.
Japan Rugby WCup Final
57'
Doch Südafrika schlägt sofort zurück – der Rückstand beträgt wieder 9 Punkte.
52'
Ein britisches Lebenszeichen?! Owen Farrell verkürzt wieder: 9-15.
45'
Die «Springboks» ziehen den Engländern davon. Pollard zum fünften und es steht 6 zu 15.
41'
Weiter geht's in Yokohama! Hat Eddie Jones die richtigen Worte gefunden, um seinen Engländern wieder in die Spur zu helfen?
40'
Mit dem Pausenpfiff versenkt Handre Pollard den vierten Drei-Punkter, damit führen seine Farben nun bereits mit sechs Punkten Vorsprung.
39'
Nächster Penalty, nächste Führung für Südafrika.
Japan Rugby WCup Final
34'
Und wieder gleicht Farrell aus. Zuvor wehrten die Südafrikaner einen Try der Briten in extremis erfolgreich ab.
26'
Here we go again! Pollard trifft abermals per Penalty. Südafrika macht hier den deutlich stabileren Eindruck.
18'
Südafrika geht in Führung! Nach dem er zu Beginn noch einen Penalty verschossen hatte, verteilt Handre Pollard dieses Mal keine Geschenke und bringt Südafrika mit 3:0 in Front.
5'
Die Partie läuft. Und wir erleben bereits einen ersten Schockmoment. Kyle Sinckler scheint bewusstlos zu Boden gegangen zu sein, sein Kopf kollidierte mit Maro Itojes Ellbogen.

Verliret England also nach nur wenigen Minuten bereits seinen besten Tighthead?
Japan Rugby WCup England
10:05
Südafrika konnte bislang nicht im gleichen Mass überzeugen wie die Engländer. Der Weg durch die K.o.-Runde über Gastgeber Japan und Wales war auf dem Papier auch etwas einfacher. Doch die Mannschaft von Rassie Erasmus ist mit ihrem extrem kampfbetonten Spiel für jeden Gegner eine Herausforderung. Das letzte Duell der beiden Finalisten gewann England im letzten November mit 12:11.
10:03
«Wir haben die letzten vier Jahre auf diesen Moment hingearbeitet» ...
... sagte Jones. Die letzte Stufe zum Titel werde nun aber ein grosser Kampf, prophezeite der 59-Jährige. «Die Südafrikaner werden uns den Match nicht schenken. Sie werden uns einen grossen Kampf liefern. Historisch gesehen ist Südafrika die einschüchterndste Mannschaft der Welt.»
Japan Rugby WCup Final
10:01
Die Engländer werden mit breiter Brust ins Stadion einlaufen, wo 2002 schon der Final der Fussball-WM ausgetragen wurde. Die Mannschaft des Australiers Eddie Jones überzeugte bislang auf der ganzen Linie. Im Viertelfinal wurde Australien deklassiert, im Halbfinal Rekord-Weltmeister Neuseeland genauso eindrücklich entzaubert. Der zweite Titel nach 2003 ist in Griffnähe.
Japan Rugby WCup Final
Gleich geht's los
Sechs Wochen nach dem Eröffnungsspiel wird bei der Rugby-WM am Samstag im Final in Yokohama der Weltmeister gekürt. Südafrika strebt den dritten, England den zweiten Titel an.
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