Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung: Was Torhüter Owono jetzt droht
Es geschah in der Nachspielzeit des Zweitliga-Spiels zwischen CD Teneriffa und dem FC Andorra. Als Jesus de Miguel einen hohen Ball verfolgte, stürmte der Torhüter der gegnerischen Mannschaft Jesus Owono aus dem Tor und prallte heftig mit dem Stürmer zusammen. Der 30-Jährige musste noch auf dem Platz reanimiert werden und verstarb später im Spital Nuestra Señora de Candelaria.
Wie die Zeitung El Pais berichtet, hat nun die Mordkommission der Nationalpolizei in Teneriffa den Fall übernommen. Sie untersuche, ob beim Zusammenprall zwischen Owono und dem 30-jährigen de Miguel ein Delikt der fahrlässigen Tötung vorliegt. Die Ermittler werden einen Bericht erstellen, danach entscheidet ein Gericht auf Teneriffa, ob es eine strafrechtliche Verantwortung gibt oder der Fall eingestellt wird.
Laut spanischen Medien ist das Vorgehen bei einem gewaltsamen Todesfall verpflichtend und liege nicht an einer vermuteten Absicht oder Schuld. Betont wird aber, dass der Torhüter den Stürmer kommen sah, dieser ihn hingegen nicht.
Bis zu zwölf Spielsperren möglich
Auch sportlich drohen Owono Konsequenzen. Schiedsrichter Manuel Perez Hernandez zeigte dem 25-Jährigen die Rote Karte und vermerkte im Matchbericht «übermässige Gewalt». Nun muss das Disziplinarkomitee des spanischen Verbands über die Sperre entscheiden. Wendet es den Artikel über gewalttätiges Verhalten gegenüber einem Gegenspieler an, sind bis zu zwölf Spiele möglich. Owono selbst soll laut spanischen Medien am Boden zerstört sein. Seine Konten in den sozialen Medien hat er gelöscht. Und dies wohl aus guten Gründen, wie der Fall eines anderen Fussballers zeigt.
Michel Owono, Spieler eines spanischen Sechstligisten, sah sich zu einem Statement gezwungen, da ihn unzählige rassistische Beleidigungen erreicht hatten. Dies, weil er aufgrund seines Nachnamens mit Jesus Owono verwechselt wurde. Er warb für «eine Welt mit mehr Respekt, weniger Hass und mehr Menschlichkeit».
Fall erschüttert die ganze Fussballwelt
Gleich mehrere Spieler und Trainer sprachen der Familie und den Freunden von de Miguel viel Kraft zu. Äusserst emotional sprach der brasilianische Stürmer Raphinha: «Er war ein Spieler in meinem Alter. Ich weiss nicht, ob es daran lag, dass es mich noch mehr getroffen hat, aber ich hatte heute wegen dieser Nachricht keinen guten Tag.» Es sei kein Tag, um über Fussball zu sprechen, erklärte Raphinha nach Barcelonas 3:0-Sieg gegen Aston Villa. Nebst ihm äusserten sich am gestrigen Champions-League-Story zahlreiche weitere Spieler und Trainer wie Joao Neves oder José Mourinho. (car)
🚨🎙️| Raphinha on Jesus de Miguel: “I think today is not a good day to talk about football. In the end, this can happen to anyone.” “The truth is that it's very tough. When we saw the news, it was complicated.” https://t.co/ehzmWsVZnd
— Kalshi FC (@KalshiFC) November 3, 2026
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