Die Nerven liegen bei manchen blank. George Russell im Mercedes wird von seiner Box angewiesen, seine Runde nicht voll durchzuziehen und auf die zweite zu setzen - die dann nicht mehr möglich ist. «Das wäre die Pole gewesen», schimpft der Brite. «Du bist immerhin P2», tönt es zurück. Stimmt so allerdings beides nicht. Russell muss wegen Modifizierungen an seinem Antrieb fünf Plätze nach hinten. So rückt der zweite Mercedes-Pilot Kimi Antonelli für sein erstes Rennen als frisch gekürter Weltmeister in die Frontreihe - neben seinem Vorgänger Lando Norris im McLaren.
Von Rückversetzungen profitiert auch Nico Hülkenberg. Der Deutsche startet an dem Ort, wo er vor sechzehn Jahren seine einzige Pole-Position herausfuhr, nach einem starken Qualifying von Startplatz 4 los - so weit vorne wie das in Hinwil domizilierte Audi-Team noch nie in diesem Jahr. Nur auf Platz 19 kommt hingegen Lokalmatador Gabriel Bortoleto nach einem Unfall gleich zu Beginn.
Zehn Positionen nach hinten versetzt werden Charles Leclerc im Ferrari (ursprünglich Platz 4), sogar ganz nach hinten im Feld sein Teamkollege Lewis Hamilton und Max Verstappen im Red Bull. Dies führt zur kuriosen Situation, dass die beiden nach überstandenem Q1 gar nicht mehr versuchen, ins finale Q3 zu kommen. Interlagos gilt als Strecke, wo das Überholen relativ einfach möglich ist. Der Start am Sonntag erfolgt um 18.00 Uhr. Auch da wäre Regen keine Überraschung. (pre/sda)
LANDO NORRIS TAKES POLE IN SAO PAULO! 🇧🇷👊
— Formula 1 (@F1) November 7, 2026
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