Warum YB-Spieler Fernandes gesperrt bleibt, obwohl die Rote Karte falsch war
Es war der Aufreger des Fussball-Wochenendes: Edimilson Fernandes musste beim 2:0-Sieg von YB gegen St.Gallen runter, obwohl sein Foul nicht rot-würdig war. Der korrekte Entscheid hätte laut dem Ressort Spitzenschiedsrichter des Schweizerischen Fussballverbands lauten müssen: «Direkter Freistoss und Gelbe Karte.»
Für den Platzverweis kassierte Fernandes zwei Sperren. Der Disziplinarrichter wertete seine Aktion als grobes Foulspiel.
Die Young Boys legten gegen dieses Urteil einen Rekurs ein – der nun abgeschmettert wurde. Begründet wird dies dadurch, dass laut dem Reglement ein Tatsachenentscheid des Schiedsrichters nicht nachträglich von den Disziplinarinstanzen überprüft werden kann. «Eine Überprüfung der disziplinarischen Folgen ist nur bei einem offensichtlichen Irrtum möglich, beispielsweise bei einer Verwechslung des sanktionierten Spielers», heisst es in der Mitteilung.
Somit ist die Sperre definitiv. Edimilson Fernandes wird den Young Boys in den nächsten beiden Spielen nicht zur Verfügung stehen. Der 30-Jährige fehlt am Sonntag im Heimspiel der Berner gegen den FC Zürich und in einer Woche beim Auswärtsmatch in Luzern. YB ist nach elf Meisterschaftsspielen noch ungeschlagen. Hinter dem souveränen Tabellenführer Lugano (zehn Siege und ein Unentschieden in elf Partien) belegen die Berner Rang 2. (ram)
