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Christoph Spycher ist ab bald nicht mehr Chief Sports bei Young Boys

Christoph Spycher, Chief Sports YB, posiert am Rande einer Medienkonferenz zum Saisonstart, am Donnerstag, 23. Juli 2026 im Stadion Wankdorf in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)
Christoph Spycher wird sich aus der operativen Führung bei YB zurückziehen.Bild: keystone

Christoph Spycher gibt operative Verantwortung bei YB ab

Christoph Spycher wird seine operativen Aufgaben bei den Young Boys voraussichtlich im September 2027 abgeben, aber weiterhin Verwaltungsrat des Berner Klubs verbleiben.
29.10.2026, 12:5029.10.2026, 12:50

Christoph Spycher hat sich in Absprache mit dem Eigentümer Hans-Ueli Rihs und dem Verwaltungsratspräsidenten Marcel Brülhart entschieden, seine Funktion als Chief Sports bei den Young Boys mit Ablauf der Transferperiode im Spätsommer 2027 abzugeben. Das teilte der Verein am Donnerstag in einem Communiqué mit. Geplant ist, dass der 48-Jährige nach seinem Ausscheiden aus dem operativen Geschäft im Verwaltungsrat und als Minderheitsaktionär von YB verbleibt und den Klub weiterhin mit Rat und Tat unterstützt.

«Es ist ein Entscheid, der mir sehr schwergefallen ist», liess sich Spycher zitieren. Er habe jedoch immer gesagt, dass er diese Funktion bei YB nicht bis zur Pensionierung ausüben werde. Spycher war schon als Spieler bei den Bernern tätig und führte das Team auch als Captain an. Nach seinem Rücktritt 2014 arbeitete er beim Verein zunächst als Talentmanager. 2016 stieg er zum Sportchef auf, seit 2022 ist er Gesamtverantwortlicher für den Sport. Er blickt auf eine sehr erfolgreiche Zeit zurück. 2018 wurden die Young Boys erstmals seit 1986 wieder Schweizer Meister, seither stemmten sie fünf weitere Male den Meisterpokal in die Höhe. Dazu kommen zwei Cupsiege in seiner Zeit.

Spycher macht 2027 eine «Standortbestimmung»

Nicht von ungefähr zeigte zuletzt der Bundesligist Eintracht Frankfurt Interesse an Spycher als möglichem Nachfolger von Sportvorstand Markus Krösche. Zwischen den Parteien fanden auch Gespräche statt. Für die Frankfurter spielte Spycher von 2005 bis 2010 ebenfalls. Ein Wechsel kam jedoch nicht zustande. Nun ist auch klar, wie es bei ihm bei YB weitergeht.

«Nach rund elf Jahren an der Spitze der sportlichen Leitung wird es ein guter Zeitpunkt sein, um loszulassen, zumal YB strukturell sehr gut unterwegs und finanziell kerngesund ist und eine in diesem Geschäft ungewöhnliche Stabilität und Kontinuität auf strategischer und operativer Ebene aufweist», so Spycher. Nach Ablauf seiner operativen Tätigkeit bei YB wolle er eine Standortbestimmung vornehmen, um herauszufinden, wie seine berufliche Zukunft aussehen soll.

Neue Impulse von extern möglich

Der genaue Zeitpunkt der Übergabe hängt laut Mitteilung davon ab, wann die Nachfolge geregelt, eingearbeitet und voll leistungsfähig ist. Spycher betont, er werde die laufende Saison voller Elan in seiner jetzigen Funktion beenden sowie das Transfergeschehen im kommenden Winter zusammen mit dem Technischen Direktor Mathieu Beda gestalten als auch jenes im Sommer 2027 begleiten.

Für Verwaltungsratspräsident Marcel Brülhart zählen nicht nur die Erfolge Spychers. «Ebenso wichtig ist, dass er mit seiner bodenständigen und demütigen, aber höchst ambitionierten und fordernden Art die Werte des Klubs täglich mustergültig vorlebt.»

Nun wollen die Verantwortlichen von YB die Strukturen in der sportlichen Leitung prüfen und die Nachfolge regeln. Dabei soll Beda auch künftig eine wichtige Rollen spielen. Gleichzeitig stellt Brülhart klar, dass bei der Neuausrichtung «wahrscheinlich ein externer Impuls» nötig sein werde. (abu/sda)

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