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LONDON, ENGLAND - DECEMBER 30: Raymond van Barneveld of Holland celebrates winning his third round match against Adrian Lewis of England during the William Hill PDC World Darts Championships on Day Ten at Alexandra Palace on December 30, 2014 in London, England. (Photo by Charlie Crowhurst/Getty Images)

Gehört zu den besten Spielern der Geschichte: Raymond van Barneveld. Bild: Getty Images Europe

«Barney» wirft den ersten Nine-Darter an einer Weltmeisterschaft

2. Januar 2009: Ein Leg mit nur neun Würfen zu beenden, ist das höchste aller Gefühle beim Darts. Auf der grossen WM-Bühne im Londoner Alexandra Palace gelingt dieses Kunststück Raymond van Barneveld als erstem Spieler.



Es ist der grosse Moment von Raymond van Barneveld 2009. Fünffacher Weltmeister ist er an der WM schon, als er in London den Viertelfinal gegen Jelle Klaasen bestreitet. Doch was er gegen den holländischen Landsmann schafft, das ist an einer PDC-WM bis dahin weder ihm noch einem anderen Darts-Spieler je gelungen: Er gewinnt ein Leg mit bloss neun Pfeilen, der minimal dafür notwendigen Anzahl.

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Der Saal kocht – der Spieler bleibt ruhig. Video: streamable

71 Varianten gibt es, von den 501 Punkten zu Beginn des Legs in neun Würfen auf null zu kommen. «Barney» wählt dazu einen der klassischsten Wege. Nach je 180 Punkten bei den ersten beiden Aufnahmen hat er 141 Rest.

Der siebte Pfeil: In die Triple 20. Perfekt.

Der achte Pfeil: Triple 19. Perfekt.

Van Barneveld muss nun mit dem neunten Pfeil ins Double-12-Feld treffen. Unter dem frenetischen Jubel der Fans im Alexandra Palace gelingt ihm dies.

Vor Aufregung keinen Schlaf gefunden

Der Holländer schafft nicht nur Historisches, er krallt sich auch eine hohe Spezialprämie. 20'000 Pfund gibt's für den Nine-Darter, mehr als 30'000 Franken.

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Im holländischen TV rasten sie aus. Video: streamable

Mit einem Drei-Pfeile-Schnitt von 106,68 Punkten ist der 5:1-Sieg im Viertelfinal gegen Klaasen die beste Leistung van Barnevelds an diesem Turnier. Er wirft danach auch James Wade raus, ist aber nicht so dominant. Kein Wunder: «Nach dem Nine-Darter konnte ich die ganze Nacht kein Auge zu tun», verrät van Barneveld nach dem Halbfinalsieg.

Taylors doppelter Nine-Darter

Erst im Endspiel scheitert er am langjährigen Widersacher Phil Taylor. «The Power» deklassiert «Barney» mit einer Weltklasse-Leistung und holt sich den 14. seiner insgesamt 16 WM-Titel.

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Einmarsch zweier Giganten: Van Barneveld und Taylor betreten die Finalbühne. Video: streamable

Zwar gibt es in der Geschichte des Sports keinen, der Phil Taylor in Sachen TV-Nine-Darter das Wasser reichen kann. Aber was die Ikone noch nicht geschafft hat, ist ein Nine-Darter an einer WM. Dafür hat er das grossartige Kunststück fertiggebracht, einmal in einer Partie gleich zwei Nine-Darter zu werfen.

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Der zweite Nine-Darter im gleichen Spiel lässt Taylor, die Reporter und die Fans explodieren. Video: streamable

Paul Lims Nine-Darter

Bevor die PDC gegründet wurde und zum dominierenden Verband aufstieg, beherrschte die BDO die Szene. 1990 gelang dabei dem Amerikaner Paul Lim als erstem Spieler ein Nine-Darter an einer WM. Es dauerte fast zwei Jahrzehnte, ehe van Barneveld dieses Kunststück wiederholen konnte.

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Schon damals gute Stimmung: Lim 1990. Video: streamable

Unvergessen

In der Serie «Unvergessen» blicken wir jeweils am Jahrestag auf ein grosses Ereignis der Sportgeschichte zurück: Ob hervorragende Leistung, bewegendes Drama oder witzige Anekdote – alles ist dabei. 
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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
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    Alle Leser-Kommentare
  • Heisenberg 02.01.2019 23:23
    Highlight Highlight Bild 8: Fan als Wollknäuel: ist das nicht Gritty...?
  • MGPC 02.01.2019 21:25
    Highlight Highlight Krass, bei diesem Lärm noch Nerven wie Drahtseile. Ich hätte schon nach 6 Pfeilen mit schmerzendem Arm aufgegeben. 🎩 ab
  • pipovic 02.01.2019 18:54
    Highlight Highlight Die 17 perfekten Darts von MvG an der WM 2013 waren auch nicht schlecht.
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Stinkfrech! Schulbuben-Abkürzung verhilft Karl Molitor zum ersten Lauberhorn-Sieg

14. Januar 1939: Mit Karl Molitor betritt einer der grössten Schweizer Skistars bei seinem Heimrennen am Lauberhorn die grosse Bühne. Den ersten seiner elf Siege in Wengen ergaunert sich das Schlitzohr auch dank einer geheimen Abkürzung.

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