Sport
FIFA

Gianni Infantino will WM verkaufen und die Familie Trump ist involviert

FILE - FIFA President Gianni Infantino speaks during a news conference at the stadium in Mexico City, Wednesday, June 10, 2026, a day before the opening FIFA World Cup match between Mexico and South A ...
Gianni Infantino will die Weltmeisterschaft Bild: keystone

Jetzt will Infantino die WM verkaufen – und die Familie Trump soll involviert sein

28.07.2026, 17:2628.07.2026, 18:09

Kann die Fussball-Weltmeisterschaft noch stärker kommerzialisiert werden, als dies beim Turnier in Kanada, Mexiko und den USA getan wurde? Wenn es nach FIFA-Präsident Gianni Infantino geht, wohl schon. So plane der 56-jährige Walliser, die WM zu privatisieren und Anteile daran zu verkaufen. Die Financial Times und die englische Zeitung The Times berichten von diesen Plänen.

Demnach wolle Infantino ein Unternehmen gründen, das die Weltmeisterschaften sowie die Klub-WM der Männer und der Frauen kontrolliert. Die FIFA solle an diesem Unternehmen die Mehrheitsanteile behalten, doch könnten rund 20 bis 30 Prozent der Anteile an private Investoren verkauft werden. Zudem sollen 20 Prozent der Anteile auf die 211 Mitgliedsverbände der FIFA aufgeteilt werden. Gemäss Schätzung könnte das Unternehmen rund 20 Milliarden Dollar (rund 16,4 Milliarden Franken) wert sein.

Jeder Verband würde demnach Anteile im Wert von rund 15,6 Millionen Franken erhalten – diese könnte er ebenfalls an private Investoren verkaufen. Das wäre gerade für kleinere Verbände ein attraktives Angebot.

Als Vorsitzender des Unternehmens sehe sich Infantino nach dem Ende seiner Amtszeit als FIFA-Präsident selbst. Im nächsten Jahr will sich Infantino für die Periode bis 2031 wiederwählen lassen. Sollte er die Pläne zur Privatisierung des grössten Sportevents der Welt in die Tat umsetzen und das neu gegründete Unternehmen selbst führen, würde ihm ein Riesengehalt winken. Von über 60 Millionen Dollar (ca. 49,1 Millionen Franken) ist die Rede. Das wäre ein Zehnfaches seines aktuellen Salärs als FIFA-Präsident.

FIFA President Gianni Infantino, left, President Donald J. Trump comment on the medals as they wait to congratulate the Spanish players after the World Cup final soccer match between Spain and Argenti ...
Teilen sie sich bald die Fussball-WM? FIFA-Präsident Gianni Infantino und US-Präsident Donald Trump sind befreundet.Bild: keystone

Und Infantino habe auch schon potenzielle Geschäftspartner im Visier. So seien bereits Personen, die US-Präsident Donald Trump nahestehen, kontaktiert worden. Joshua Kushner, der Bruder von Trump-Schwiegersohn Jared, soll in Verhandlungen sein, um der Hauptinvestor in dem neuen Unternehmen zu werden. Auch die Bank JP Morgan könnte involviert sein.

Wenige Stunden nach Veröffentlichung der Artikel äusserte sich der europäische Fussballverband in einem Statement zu den angeblichen Plänen des FIFA-Präsidenten. «Das überschreitet eine Linie, welche die leitenden Institutionen des Fussballs nie überschreiten sollten», teilte die UEFA mit und erklärte, die Thematik extrem ernstzunehmen. Dies sollten auch die nationalen Verbände, sowie die Ligen, Klubs, Spieler, Fans und Regierungen tun, findet der Kontinentalverband. «Die Seele und Führung des Fussballs sind keine Handelsgüter – erst recht nicht mit null Transparenz, wer davon finanziell profitiert. Niemandem von uns gehört der Fussball. Es steht der FIFA nicht zu, diesen zu verkaufen», schreibt die UEFA weiter.

In den Berichten wird auch schon über mögliche Auswirkungen auf die Weltmeisterschaften durch den Einfluss von aussen diskutiert. So könnten die Investoren darauf drängen, dass die Turniere häufiger stattfinden als nur alle vier Jahre. Über eine Erweiterung auf 64 Teams wird ohnehin bereits diskutiert. FIFA-Präsident Infantino ist mit der Kommerzialisierung der Fussball-WM also scheinbar noch lange nicht fertig. (nih)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Die besten Bilder der Fussball-WM 2026
1 / 145
Die besten Bilder der Fussball-WM 2026

Spanien um Captain Rodri ist am Ende der grössten WM der Geschichte der verdiente Sieger.

quelle: keystone / ashley landis
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Brände in Südfrankreich wüten weiter – Videos zeigen die Brandherde
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
46 Kommentare
Dein Kommentar
YouTube Link
0 / 600
Hier gehts zu den Kommentarregeln.
Die beliebtesten Kommentare
avatar
FPA
28.07.2026 17:34registriert August 2023
Ich bin einfach nur noch müde und traurig dass wir jeden Tag auf das neue von diesen unsäglichen, und von Gier getriebenen Machenschaften lesen müssen.
Emphatie und Anstand werden immer mehr zu Fremdworten.
700
Melden
Zum Kommentar
avatar
International anerkannter Experte für ALLES
28.07.2026 17:29registriert Juli 2021
Es wird Zeit, dass die FIFA Steuern zahlt!
722
Melden
Zum Kommentar
avatar
DerAlteBenisun2
28.07.2026 17:31registriert März 2024
Ob der SFV auch endlich aufwacht und merkt, dass es Zeit ist sich von der FIFA zu lösen?
560
Melden
Zum Kommentar
46
Jetzt ist klar: Embolo hätte für seine Schwalbe nicht Gelb-Rot sehen dürfen
Es war aus Schweizer Sicht der grösste Skandal an der vergangenen Fussballweltmeisterschaft. Die Schweiz hatte im WM-Viertelfinal gegen Argentinien gerade ausgeglichen und war gut im Spiel, da flog Breel Embolo mit Gelb-Rot vom Platz. Der Schweizer Stürmer leistete sich an der Seitenlinie eine Schwalbe, auf die Schiedsrichter Joao Pinheiro zunächst hereinfiel.
Zur Story