DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bis im Januar 2015 spielte Oussama Assaidi bei Stoke City.
Bis im Januar 2015 spielte Oussama Assaidi bei Stoke City.
Bild: Getty Images Europe
Unvergessen

Dieser Treffer ist so frech, dass er wieder cool ist. Dumm nur, stand Assaidi im Abseits

11. September 2011: Oussama Assaidi ist gegen Groningen auf dem Weg zum 3:0 für Heerenveen. Doch da pfeift der Schiedsrichter Offside. Der Marokkaner schenkt uns immerhin noch einen Zirkustrick.
11.09.2021, 00:0107.09.2021, 15:44
Reto Fehr
Folgen

Jeder Fussballer weiss es: Ist die Pfeife des Schiedsrichters ertönt, darf ich nicht mehr weiterspielen. Es droht eine gelbe Karte. Aber manchmal, da siehst du dich als Kicker schon vor den eigenen Fans jubeln und kannst nicht anders, als die Aktion noch abzuschliessen.

Oussama Assaidi kennt diese Situation. Gegen Groningen hat er in der 62. Minute für Heerenveen auf 2:0 erhöht. Jetzt wird der Stürmer steil geschickt. Der Marokkaner ersprintet sich den Ball, steht alleine vor Goalie Brian van Loo, setzt schon zur Körpertäuschung an und allen im Stadion ist klar: Hier fällt gleich das 3:0. Doch dann ertönt die Pfeife des Schiedsrichters: Abseits.

Oussama Assaidis aberkanntes Tor gegen Groningen.

Assaidi kann es nicht fassen, steht vor dem leeren Tor und schliesst die Szene doch ab. Aber nicht irgendwie, nein, mit einem herrlichen Hackentrick. Ob der 23-Jährige den Ball auch so versenkt hätte, wenn die Partie nicht unterbrochen gewesen wäre? Wohl kaum.

Aber immerhin kommen wir so in den Genuss des Kabinettstückchens. Und das 3:0 für Heerenveen fällt später auch noch. Allerdings nicht durch Assaidi. Dieser dürfte sich trotz dem Sieg etwas ärgern, dass ihm das «Tor des Jahres» verwehrt geblieben ist.

Schiedsrichter Pieter Vink zeigt dem Angreifer übrigens den gelben Karton – trotz Protesten des gegnerischen Goalies – nicht. Vielleicht hat ihn auch der Trick verzaubert.

Das Warten auf den Durchbruch bei Liverpool

Assaidi zeigte nicht immer brotlose Kunst. Sein bestes Spiel der bisherigen Karriere lieferte er im Dezember 2010 gegen Twente ab. Der flinke Wirbelwind erzielte beim 6:2-Sieg drei Tore selbst, bereitete zwei weitere vor und holte den Elfmeter zum sechsten Treffer raus.

Oussama Assaidis Gala mit drei Toren, zwei Assists und einem herausgeholten Elfmeter gegen Twente.

In Marokkos Nationalteam wurde er erstmals anfangs 2011 berufen und zum Ende der Saison 2011/12 für vier Millionen Euro an Liverpool verkauft. Das Debüt für die Reds lieferte Assaidi übrigens gegen YB in der Europa League ab. Dort fiel er jedoch genauso wenig auf, wie auch sonst an der Anfield Road, der Marokkaner wurde daraufhin an Stoke City ausgeliehen. Nach eineinhalb Jahren war dieses Leihgeschäft im Januar 2015 zu Ende. Danach spielte er noch für Al-Ahli und Twente, bevor er seine Karriere 2019 beendete.

Unvergessen
In der Serie «Unvergessen» blicken wir jeweils am Jahrestag auf ein grosses Ereignis der Sportgeschichte zurück: Ob eine hervorragende sportliche Leistung, ein bewegendes Drama oder eine witzige Anekdote - alles ist dabei.
Um nichts zu verpassen, like uns auch auf Facebook!
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Euro 08: Russland wirft im Viertelfinal Holland aus dem Turnier

1 / 12
Euro 08: Russland wirft im Viertelfinal Holland aus dem Turnier
quelle: epa / steffen schmidt
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

«It's NOT coming home»

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Unvergessen

Wayne Gretzky betritt die NHL-Bühne und schickt sich an, alle Rekorde zu brechen

10. Oktober 1979: Der Einstieg der Edmonton Oilers ist gleichzeitig der erste Auftritt von Wayne Gretzky in der National Hockey League. 20 Jahre lang verzaubert der Kanadier die Eishockeywelt, bis er als bester Spieler der Geschichte abtritt.

Sport bedeutet: Emotionen. Sport bedeutet aber vor allem auch: Zahlen. Sie entscheiden schliesslich über Sieg und Niederlage.

Im Idealfall werden Emotionen und Zahlen verbunden. Wayne Gretzky wird deshalb immer in Erinnerung bleiben. Wie Roger Federer im Tennis oder Michael Jordan im Basketball gilt er als der beste seiner Sportart aller Zeiten – und zwar nicht nur wegen der Erfolge, sondern auch wegen der Art und Weise, wie er sie errungen hat. «The Great One» mit der legendären …

Artikel lesen
Link zum Artikel