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Olympia 2022: 15-jährige Kamila Valieva schreibt Eiskunstlauf-Geschichte

Kamila Valieva, of the Russian Olympic Committee, competes in the women's team free skate program during the figure skating competition at the 2022 Winter Olympics, Monday, Feb. 7, 2022, in Beiji ...
Keine fliegt schöner als die erst 15-jährige Russin Kamila Valieva.Bild: keystone

«Nicht von dieser Welt» – 15-jährige Russin verzückt mit historischen Vierfach-Sprüngen

Die erst 15-jährige Eiskunstläuferin Kamila Valieva macht bei Olympia ihrem Ruf als Wunderkind alle Ehre. Als erste Frau sprang sie bei Olympia zwei verschiedene Vierfachsprünge – und stand beide.
07.02.2022, 17:4707.02.2022, 17:47

Die Kür der 15-jährigen Eiskunstläuferin Kamila Valieva beim Team-Event in Peking war historisch. Die junge Russin hat als erste Frau bei Olympischen Winterspielen einen erfolgreichen Vierfachsprung gezeigt – und nicht nur einen, sondern gleich zwei: Beim Sieg mit der russischen Mannschaft stand der Teenager zu Maurice Ravels «Bolero» sowohl einen Toe-Loop als auch einen Salchow mit vier Umdrehungen.

«Über diesen Moment werden wir noch die nächsten 100 Jahre sprechen», erklärte NBC-Kommentatorin Tara Lipinski, die 1998 in Nagano Gold in der Einzelkonkurrenz geholt hatte. Mit 178,92 Punkten blieb Valieva wegen eines Sturzes beim dritten Versuch eines Vierfachsprungs zwar deutlich unter ihrem Weltrekord, den sie im Vorjahr am Russland-Cup in Sotschi aufgestellt hatte, dennoch war ihre Kür mit deutlichem Abstand die beste aller Teilnehmerinnen.

«Das war ein fantastisches Gefühl. Ich habe allerdings auch eine Last gespürt, mit der ich dann aber fertig geworden bin», sagte Valieva nach der Premiere im Capital Indoor Stadium in Peking. Erste Vierfachspringerin überhaupt war die Japanerin Miki Ando, der 2002 ein vierfacher Salchow gelang. Allerdings war das damals nicht bei Olympia in Salt Lake City.

Schon am Sonntag im Kurzprogramm des Teamwettkampfs lief Valieva in einer eigenen Liga. Die Russin deklassierte die Konkurrenz schon da und bekam für ihre Darbietung satte 90,18 Punkte, womit sie ihren Weltrekord von der EM im Januar nur um 0,27 Punkte unterbot. Dabei stand sie als erst vierte Eiskunstläuferin bei Olympia einen dreifachen Axel. Vor ihr hatten das in Pyeongchang 2018 die Amerikanerin Mirai Nagasu sowie die beiden Japanerinnen Mao Asada und Midori Ito geschafft. «Mein Lieber, die ist nicht von dieser Welt», erklärte der langjährige Eurosport-Kommentator Sigi Heinrich nach dem Kurzprogramm nur noch staunend.

Wozu die Russin imstande ist, hatte sie bereits zu Beginn des Jahres gezeigt. Bei der EM in Tallinn landete Valieva in ihrer Kür zwei vierfache und sechs dreifache Sprünge, ohne dabei den künstlerischen Ausdruck zu vernachlässigen. Gold war damals der verdiente Lohn. In Peking soll es für die 15-Jährige erneut so laufen – und in dieser Form ist sie ab Dienstag nächster Woche ohne Zweifel auch die grosse Favoritin auf Olympia-Einzelgold.

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Die besten Bilder der Olympischen Spiele 2022 in Peking
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Zum Abschied gibt's wie immer ein riesiges Feuerwerk.
quelle: keystone / wu hong
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