Sport
WM 2014

Respekt, aber nicht mehr

Bild
Bild: Getty Images South America
Viertelfinal Pflicht für die Gauchos

Respekt, aber nicht mehr

Die Schweiz als Gegner in den Achtelfinals am Dienstag in São Paulo löst im argentinischen Lager keine Kopfschmerzen aus. Auch wenn dem Gegner der nötige Respekt entgegengebracht wird, ist für die «Albiceleste» die Viertelfinal-Qualifikation Pflicht.
27.06.2014, 16:3927.06.2014, 16:39

Die Schweiz habe eine gute Mannschaft, aber Argentinien werde mit einem oder zwei Toren Unterschied gewinnen, lautet der allgemeine Tenor im Camp des zweifachen Weltmeisters in «Cidade do Galo» in Vespasiano, der Trainingsbasis von Atletico Mineiro, welche rund 20 Kilometer ausserhalb von Belo Horizonte liegt.

Dem Team von Ottmar Hitzfeld wird von den argentinischen Analysten zwar der nötige Respekt entgegengebracht, die Schweiz sei aber nicht Deutschland, Holland oder Frankreich. Alles andere als ein Sieg der eigenen Mannschaft wäre eine grosse Enttäuschung.

Mehr zur WM

«Schnelle Stürmer»

Fernando Gago.
Fernando Gago.Bild: Bruno Magalhaes/AP/KEYSTONE

Auch die Spieler begegnen der Schweizer Equipe mit dem nötigen Respekt. «In einem Achtelfinal an einer WM gibt es keine schwachen Teams, das Spiel wird für uns nicht einfach», sagte Fernando Gago. Was für einen Aussenseiter möglich sei, habe Costa Rica gegen Uruguay und Italien bewiesen.

«Den grössten Fehler, den wir machen könnten, wäre, wenn wir bereits jetzt weiter als an die Partie gegen die Schweiz denken würden», so Gago. Aus Sicht des Mittelfeldspielers von Boca Juniors mit Vergangenheit in Spanien und Italien ist die Schweiz eine qualitativ gute Mannschaft, «und im Sturm verfügen sie über zwei sehr schnelle Spieler».

Agüero das grosse Thema

Viel mehr zu reden als die Schweiz als nächster Gegner gab am Tag nach dem Abschluss der Vorrunde die Verletzung von Stürmer Sergio Agüero. Der Schwiegersohn von Diego Maradona fällt mit einer Oberschenkelverletzung für das Spiel gegen die Schweiz aus, sein Einsatz in allfälligen weiteren Partien in Brasilien ist laut dem argentinischen Ärzteteam fraglich.

Bild
Bild: AFP

Mehr zur WM

Mit einer fünfseitigen Powerpoint-Präsentation erklärte Arzt Daniel Martinez den mehr als 200 Journalisten die Verletzung Agüeros im Detail, ebenso alle zur Verfügung stehenden Rehabilitationsgeräte und medizinische Massnahmen, um den 26-jährigen Stürmer von Manchester City so schnell als möglich wieder fit zu kriegen.

Eine Verletzung ersten Grades des Biceps femoris, lautete der offizielle medizinische Befund von Agüeros Blessur, die sich dieser in der ersten Halbzeit der Partie gegen Nigeria (3:2) zugezogen hatte. Viele Experten befürchten, dass für Agüero - unabhängig vom Ausgang der Partie gegen die Schweiz - die WM zu Ende ist. (si/syl)

Als Social-Media-Partner des Hiltl Public Viewing tickern wir direkt aus der Maag Event Hall in Zürich. Dabei können Sie uns beim Arbeiten über die Schulter schauen, via User-Input und Twitter mitdiskutieren und dabei sogar Gratis-Bier gewinnen!

Das Hiltl Public Viewing wird mit bis zu 5000 Fussballfans pro Spiel das grösste WM-Erlebnis der Stadt Zürich. Kostenlos kann bei allen 64 Spielen live In- und Outdoor auf diversen Big Screens mitgefiebert und gefeiert werden. Dazu gibt’s Bier, Drinks, Grill und Hiltl-Spezialitäten.


DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Tempo, Talent und Taktik – die verlorene Romantik der ZSC Lions
Die ZSC Lions haben vollbracht, was in Bern noch kaum je einem Gast gelungen ist: Der SCB ist bei der 1:4-Niederlage in Ehrfurcht erstarrt. Die Zürcher zelebrierten erneut die emotionslose Leichtigkeit des Siegens und Yannick Weber, einer ihrer zahlreichen Leitwölfe, wird bald seinen Vertrag verlängern.
Mit dem Namenswechsel von Zürcher SC zu ZSC Lions durch die Fusion mit GC ist 1997 das Chaos im Stadtzürcher Hockey geordnet worden. Mit dem Umzug vom Hallenstadion in die Swiss Life Arena vor vier Jahren ist die Hockey-Kultur der Stadt zwar definitiv in der Moderne angekommen. Aber ein bisschen Romantik und Dramatik ist in die neue Zeit hinübergerettet worden. Das Kapitel, das beispielsweise Meistertrainer und Champions League-Sieger Marco Bayer 2025 geschrieben hat, endete für ihn mit dem berühmten Satz aus einem Schiller-Drama: «Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, der Mohr kann gehen.»
Zur Story