Terrorismus
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+++ Liveticker +++

Dschihadisten rücken von mehreren Seiten auf Bagdad vor



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@schurt3r
18:20
Die Schlinge zieht sich zu
Aus mindestens drei Richtungen sind die Dschihadisten am Freitag weiter auf Bagdad vorgerückt. In einem Umkreis von weniger als hundert Kilometern näherten sie sich der Hauptstadt aus den Provinzen Al-Anbar im Westen, Salaheddine im Norden und Dijala im Osten.

Der Direktor des Instituts für Militäranalyse im Nahen Osten und am Golf, Riad Kahwadschi, schätzte die Zahl der kampfbereiten Dschihadisten in den Regionen nördlich von Bagdad auf bis zu 15'000.

Im Ostirak bereiteten sich kurdische Truppen auf eine Gegenoffensive vor. Das Mediennetzwerk «Rudaw» berichtete, die Peschmerga-Soldaten hätten ihr Einflussgebiet über Kirkuk hinaus ausgeweitet. Die kurdische Armee sei rund 50 Kilometer weiter gen Süden vorgedrungen. (sda/afp/dpa/reu)
18:16
USA wollen keine Soldaten schicken
Die USA planen keinen Einsatz ihrer Soldaten gegen islamistische Rebellen im Irak. Er werde in den kommenden Tagen jedoch andere Optionen prüfen, sagte US-Präsident Barack Obama am Freitag in Washington.

Jede Aktion der USA müsse begleitet werden von Bemühungen der irakischen Regierung. Die sunnitischen ISIS-Rebellen hätten den Irak zum Teil überrannt, sagte der Präsident weiter. Die Aufständischen bedrohten das irakische Volk und könnten auch zu einer Gefahr für US-Bürger werden. (sda/reu)

MIDEAST IRAQ

Kinder spielen in der Stadt Mosul mit einem Militärhelm. (Bild: Keystone)
16:42
Bagdad bereitet sich auf Angriffe vor
In der irakischen Hauptstadt Bagdad rüsten sich Militär, Polizei und Bürger gegen mögliche Angriffe der Dschihadisten-Miliz ISIS. Zahlreiche Freiwillige meldeten sich am Freitag bei den Behörden, um sich bewaffnen zu lassen.

IRAQ-SECURITY/
16:33
Irakische Luftwaffe beschiesst Moschee
Ein Hubschrauber der irakischen Armee hat Raketen abgefeuert auf eine Moschee in der von den Islamisten besetzten Stadt Tikrit. Das berichten Augenzeugen und örtliche Behörden.

(Quelle: welt.de)
16:08
Ist Social Media im Irak blockiert?
Auf Twitter häufen sich Gerüchte, dass Facebook, Twitter und Co. gesperrt wurden.

BBC fragt auf Twitter seine Follower in Bagdad, ob diese noch auf die Social-Media-Webseiten zugreifen können.

15:54
Höhere Ölpreise
Der Vormarsch der islamistischen Terroristen im Irak verbreitet Angst und Schrecken. Dies spiegelt sich auch in den Ölpreisen. Sie erreichten am Freitag ein neues Neun-Monats-Hoch: Die Nordseeöl-Sorte Brent und das US-Öl WTI verteuerten sich in der Spitze um jeweils mehr als ein Prozent auf 114,69 und 107,68 Dollar je Fass (159 Liter). Für Autofahrer in der Schweiz gilt aber vorerst Entwarnung. Die höheren Ölpreise wirken sich nur geringfügig und erst noch verspätet auf den Benzinpreis aus, berichtet die sda.
15:09
Erdogan will türkische Geiseln auf diplomatischem Weg befreien
Zur Befreiung der rund 80 türkischen Geiseln im Nordirak will Ankara nicht militärisch eingreifen. Die Regierung bemühe sich um eine diplomatische Lösung der Krise, sagte Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan am Freitag bei einer Rede vor Anhängern in der Stadt Rize am Schwarzen Meer. «Die Sicherheit unser Bürger ist das Wichtigste», sagte Erdogan. Es war die erste öffentliche Äusserung Erdogans zu der Geiselnahme.

Dschihadisten hatten in der von ihnen besetzten irakischen Stadt Mossul am Dienstag 31 Lastwagen-Fahrer verschleppt. Am Mittwoch stürmten Extremisten in Mossul das türkische Konsulat und nahmen 49 Geiseln, darunter den Konsul. (sda/dpa)
14:53
Aktuelle Karte der Geschehnisse im Irak
Gelbe Fläche (Sunni Arab): ISIS
Graue Fläche (Sunni Kurd): Unabhängige kurdische Truppen
Grüne Fläche (Shiite Arab): Offizielle irakische Sicherheitskräfte

14:12
UNO beklagt willkürliche Hinrichtungen im Irak
Die UNO-Menschenrechtskommissarin Navi Pillay hat sich besorgt über Berichte von willkürlichen Hinrichtungen rund um den Vorstoss der Dschihadisten im Irak gezeigt. Pillay sei «extrem beunruhigt» über die «dramatische Verschlechterung der Situation» in dem Land, sagte ihr Sprecher am Freitag in Genf.

Es gebe Berichte über willkürliche Hinrichtungen und «aussergerichtliche Tötungen». Eine halbe Million Menschen sei durch den Vormarsch der Islamisten der radikal-sunnitischen Organisation Islamischer Dschihad im Irak und in der Levante (ISIS) in die Flucht geschlagen worden. (sda/afp)
13:22
Flüchtlingsstrom
Die Huffington Post schreibt von 300'000 Flüchtlingen im Irak in dieser Woche. Insgesamt sollen es in diesem Jahr schon fast 800'000 sein.

Mideast Iraq
13:05
Shiitenführer Ali al-Sistani ruft zum Widerstand auf
Das geistliche Oberhaupt der irakischen Schiiten, Ayatollah Ali al-Sistani, hat die Iraker zum Widerstand gegen die sunnitischen Dschihadisten aufgerufen. Die Bürger sollten zu den Waffen greifen und «ihr Land, ihr Volk und ihre heiligen Stätten verteidigen».

Dies sagte ein Sprecher al-Sistanis beim Freitagsgebet in der Schiiten-Hochburg Kerbela. Wer könne, solle sich den Sicherheitskräften im Kampf gegen die Dschihadisten der Organisation Islamischer Staat im Irak und in der Levante (ISIS) anschliessen. (sda/afp)


13:00
Der Vormarsch der Dschihadisten

Das Video (Deutsch) von Spiegel Online fasst den momentanen Stand der Informationen über den Irak zusammen.
12:39
Freiwillige im Kampf gegen ISIS
IRAQ-SECURITY/
Freiwillige treten der irakischen Armee bei um Bagdad zu verteidigen.
12:15
Muss die USA eingreifen?

Das Video von CNN zeigt die Probleme einer weiteren militärischen Intervention der USA im Irak auf.
12:00
Ist die irakische Armee der Bedrohung gewachsen?
Das Vertrauen in die irakische Armee hat nach dem Vormarsch der islamistischen Gotteskrieger stark gelitten. Es wird immer deutlicher, dass sie der Situation nicht gewachsen ist. Die Verteidigung von Bagdad wird zur Zerreissprobe für die Sicherheitskräfte sowie für deren Befehlshaber und Premierminister Nuri al Maliki. Die FAZ geht auf die Frage ein, warum Malikis Armee solche Mängel aufweist.

BBCs 60-Sekunden-Video zur irakischen Armee:

11:37
Wer ist Schuld am Chaos im Irak?
Michael Thumann, Kolumnist für Zeit Online, stellt sich der entscheidenden Frage: Wer ist Schuld? Viele Finger zeigen auf die USA. Aber laut Thumann tragen Russland und der Iran ebenfalls Mitschuld am Vormarsch der ISIS.
11:24
ISIS rückt Richtung Bagdad vor

IRAQ-SECURITY/

Kämpfer der Gruppe Islamischer Staat im Irak und in Syrien (ISIS) rücken immer mehr Richtung Bagdad vor.
11:21
Berichte aus Bagdad
Der Journalist Said Andulwahab berichtet aus Bagdad: Die Menschen fürchten den Einfall der radikalen Islamisten und das Vertrauen in die irakischen Sicherheitskräfte ist auf dem Nullpunkt, schreibt der Tages-Anzeiger.
11:00
Amerikanische Veteranen hinterfragen ihr Opfer
Im Hinblick auf den Ausbruch des Chaos im Irak hinterfragen viele Kriegsveteranen aus den USA ihren Einsatz. Die ganze Geschichte auf Englisch bei NBC News.
10:44
Dschihadisten übernehmen irakische Stadt Dschalula
Die Terrorgruppe ISIS hat eine weitere Stadt im Irak eingenommen. Wie der Nachrichtensender Al-Arabija am Freitag meldete, übernahmen die Kämpfer der Organisation Islamischer Staat im Irak und in der Levante Dschalula, rund 125 Kilometer nordöstlich von Bagdad, ein. In Dschalula leben auch viele Kurden. Örtliche Aufständische sollen auf der Seite der Extremisten gekämpft haben.

Zuvor hat es in der Region heftige Gefechte zwischen kurdischen Milizen und ISIS-Kämpfern gegeben, wie das Nachrichtenportal «Sumaria News» berichtete. Truppen der kurdischen Peschmerga – die bis vor wenigen Tagen nur in den Autonomiegebieten im Nordirak im Einsatz waren – seien in der Provinz aktiv, nachdem die irakische Armee sich zurückgezogen hat. (sda/dpa)
This image made from video posted by Iraqi0Revolution, a group supporting the al-Qaida breakaway Islamic State of Iraq and the Levant (ISIL) on Wednesday, June 11, 2014, which has been verified and is consistent with other AP reporting, shows a militant standing in front of a burning Iraqi Army Humvee in Tikrit, Iraq. The al-Qaida-inspired group that led the charge in capturing two key Sunni-dominated cities in Iraq this week has vowed to march on to Baghdad, raising fears about the Shiite-led government’s ability to slow the assault following lightening gains. Fighters from ISIL on Wednesday took Saddam Hussein's hometown of Tikrit, as soldiers and security forces abandoned their posts and yielded ground once controlled by U.S. forces. (AP Photo/Iraqi0Revolution via AP video)

Bild: AP/Iraqi0Revolution

In der irakischen Hauptstadt Bagdad bereiteten sich Sicherheitskräfte und Bürger auf mögliche Angriffe der Dschihadisten vor. Augenzeugen berichteten von massiven Sicherheitsmassnahmen. Polizei und Soldaten patrouillierten durch die Strassen, Kontrollposten wurden aufgebaut. «Die Sicherheitskräfte sind in maximaler Alarmbereitschaft», verlautete aus Sicherheitskreisen.

Der Direktor des Instituts für Militäranalyse im Nahen Osten und am Golf, Riad Kahwadschi, schätzte die Zahl der kampfbereiten Dschihadisten in den Regionen nördlich von Bagdad auf bis zu 15'000. 

Im Ostirak bereiteten sich kurdische Truppen auf eine Gegenoffensive vor. Das Mediennetzwerk «Rudaw» berichtete, die Peschmerga-Soldaten hätten ihr Einflussgebiet über Kirkuk hinaus ausgeweitet. Die kurdische Armee sei rund 50 Kilometer weiter gen Süden vorgedrungen.

Zuvor hatte ISIS (Islamischer Staat im Irak und in der Levante) laut Medienberichten die Stadt Dschalula sowie die Ortschaft Saadija in der Provinz Dijala übernommen. Dort leben neben Arabern viele Kurden und Turkmenen. Dschalula liegt 125 Kilometer nordöstlich von Bagdad und ist nur 35 Kilometer Luftlinie von der iranischen Grenze entfernt.

Der irakische Grossajatollah Ali al-Sistani rief am Donnerstag seine schiitischen Glaubensbrüder zum Widerstand auf. Die Schiiten sollten vor allem die Heiligtümer in Nadschaf und Kerbela schützen, liess er verkünden.

Die im Syrienkrieg stark gewordene Miliz ISIS hatte zu Beginn der Woche die nördliche Millionenstadt Mossul eingenommen. ISIS-Kämpfer waren am Donnerstag bis auf 60 Kilometer an Bagdad herangerückt. Ziel der Miliz ist ein sunnitischer Gottesstaat zwischen Mittelmeer und Persischem Golf.

Die irakische Armee wurde von den USA ausgebildet und mit 25 Milliarden Dollar unterstützt. Sie hat der ISIS bislang aber kaum etwas entgegenzusetzen. Die Streitkräfte sind durch Fahnenflucht geschwächt. Die Sunniten im Irak werfen der Armee wie auch der Regierung vor, vordringlich schiitische Interessen zu verfolgen. Die USA haben ihre Truppen 2011 abgezogen.

Die Kurden, die im Nordirak eine eigene autonome Region kontrollieren, haben sich die Situation zunutze gemacht und ihr Territorium ausgedehnt. So kontrollieren sie mittlerweile unter anderem die Ölstadt Kirkuk, die ausserhalb des Gebiets ihrer Enklave liegt. 

Eine Million Menschen auf der Flucht 

Gemäss der Organisation Ärzte ohne Grenzen sind rund eine Million Iraker auf der Flucht. Allein in Mossul waren innert weniger Stunden 500'000 Menschen vor den Extremisten geflohen.

 Dort lief inzwischen eine Nothilfe des Welternährungsprogramms WFP für 42'000 Menschen an, wie die UNO-Organisation mitteilte. Die UNO-Menschenrechtskommissarin Navi Pillay erklärte sich laut ihrem Sprecher besorgt über Massenhinrichtungen.

Iran verspricht Irak Hilfe im Kampf gegen Terrorgruppe ISIS

Irans Präsident Hassan Ruhani hat dem Nachbarland Irak die uneingeschränkte Solidarität im Kampf gegen die Terrorgruppe ISIS zugesichert. Sowohl auf regionaler als auch internationaler Ebene werde der Iran alles im Kampf gegen die Terroristen im Irak unternehmen. Dies sagte Ruhani dem irakischen Regierungschef Nuri al-Maliki nach Angaben der Webseite des Präsidialamts vom Freitag. 

Dementsprechend beauftragte er seinen Aussenminister Mohammed Dschawad Sarif, alle diplomatischen Möglichkeiten auszuschöpfen. Die Nachrichtenagentur Fars berichtete, Sarif habe bereits Kontakt mit UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon, der Organisation für Islamische Zusammenarbeit und seinen Amtskollegen in der Türkei, Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten aufgenommen. Der iranische Chefdiplomat forderte demnach gemeinsame Massnahmen gegen die Terrorgruppe ISIS im Irak.

Nach Auffassung Teherans sind die Erfolge der ISIS auch eine Konsequenz der westlichen Politik in der Syrien-Krise. Terroristen sei nicht nur Spielraum gegeben worden, man habe sie sogar ermutigt. Für das schiitische Land ist es eine Genugtuung, auch gegenüber der Türkei und Saudi-Arabien, dass deren Unterstützung für die Rebellen in Syrien zu einer Eskalation der Krise geführt habe. (kub/sda/dpa/reu)

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