Unvergessen
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Minneapolis Lakers

Unvergessen

Unvergessen

06.06.1946: Die Besitzer der NHL wollen mehr Geld scheffeln – und gründen eine Basketballliga, die kurz darauf zur NBA wird

6. Juni 1946: Die Eigentümer von Sportarenen suchen eine zusätzliche Einnahmequelle. Dafür gründen sie die «Basketball Association of America» in New York, die drei Jahre später in der «National Basketball League» aufgehen sollte.

Walter A. Brown, der Besitzer des Eishockeyteams der Boston Bruins und somit deren Mehrzweckhalle (Boston Garden) hatte offensichtlich Geschäftssinn: Er wollte die Auslastung in seiner Spielstätte steigern und kam somit mit der Idee auf, die aufstrebende Sportart Basketball in den Mehrzweckhallen einzugliedern. 

So rief Brown ein Meeting mit den anderen Besitzern und Mietern der grössten Hallen im Lande ein. Basketball hatte nämlich auf College-Stufe grosse Zuschaueraufmärsche zu verzeichnen. Fast alle Teambesitzer der National Hockey League (NHL) sowie der American Hockey League (AHL) erklärten sich danach bereit, ein Team zu stellen.

Somit kam es am 6. Juni zur Gründung der Basketball Association of America (BAA) in New York. Deren erster Präsident der Liga wurde Maurice Podoloff, der damalige Präsident der AHL. Diesem wurde knapp ein Jahrzehnt später die grosse Ehre zuteil, dass die Kommission die Auszeichnung als bester Spieler der Saison (MVP) nach ihm benannte. 

OKLAHOMA CITY, OK - MAY 07: Kevin Durant of the Oklahoma City Thunder with the Maurice Podoloff Trophy after being named the 2013-14 KIA Player of the Year before Game Two of the Western Conference Semifinals during the 2014 NBA Playoffs at Chesapeake Energy Arena on May 7, 2014 in Oklahoma City, Oklahoma. NOTE TO USER: User expressly acknowledges and agrees that, by downloading and or using this photograph, User is consenting to the terms and conditions of the Getty Images License Agreement.   Ronald Martinez/Getty Images/AFP
== FOR NEWSPAPERS, INTERNET, TELCOS & TELEVISION USE ONLY ==

Der aktuelle MVP der NBA, Kevin Durant, mit der Maurice-Podoloff-Trophäe. Bild: GETTY IMAGES NORTH AMERICA

Mühe zu Beginn

Zuvor gab es für Podoloff jedoch einen Haufen Arbeit zu erledigen. Die BBA war zwar finanziell solide geführt, hatte aber kein gutes Spielermaterial vorzuweisen. Nach einem Jahr zogen bereits vier von insgesamt elf Teams die Konsequenzen und traten aus der BBA aus. 

Gute Spieler (unter anderem auch afroamerikanische, was zu dieser Zeit ungewöhnlich war), aber finanzielle Sorgen wies hingegen die National Basket League (NBL) auf, die ursprünglich von den drei heutigen Grosskonzernen General Electric, Firestone und Goodyear ins Leben gerufen worden war. 

Maurice Podoloff

Maurice Podoloff. Bild: Twitter

So machte es für beide Seiten Sinn, die beiden Ligen zu fusionieren, was im August 1949 auch geschah. Die neue Liga wurde auf den Namen National Basketball Association (NBA) getauft. 

Die NBA hatte jedoch in der National Collegiate Athletic Association (NCAA) grosse Konkurrenz, welche den College-Basketballsport dominierte. In den USA nimmt bis heute der Universitätssport einen grossen Stellenwert ein. Zum Glück für die NBA überschattete 1951 ein massiver Skandal (point shaving) die College-Liga, bei denen zahlreiche Spieler der NCCA involviert waren. Die Folge war, dass zahlreiche College-Spieler in die NBA wechselten, die ein Jahr zuvor auch ihre Tore für afroamerikanische Spieler öffnete.

Minneapolis Lakers

Die Minneapolis Lakers, mit Superstar George Mikan (Nummer 99), dominierten die NBA in ihren Anfängen. Bild: nba.com

In den ersten Jahren der neuen Liga dominierten die Minneapolis Lakers um ihren Starspieler George Mikan, der erste Superstar die NBA. Trotz einer Grösse von 2,08 Meter und einer ziemlichen Behäbigkeit war Mikan in den frühen 50er Jahren nicht aufzuhalten, so dass die NBA sogar die Spielregeln ändern musste: Man vergrösserte die Zone unter dem Korb, um die statischen Center zu mehr Aktivität zu zwingen und das Flügelspiel zu forcieren. Es trat jedoch kein Erfolg ein, im Gegenteil: Weniger Korbversuche sowie eine Häufung der Fouls – teilweise über 100 – die zum Ziel hatten, in Ballbesitz zu gelangen, um das Herunterspielen der Spieluhr zu unterbinden. 

Zwei Jahre später kam dann die bis heutige gültige 24-Sekunden-Regel zustande, die der NBA wieder zu mehr Zuschaueraufmarsch verhalf und somit zur heutigen starken Marke und wirtschaftlich wichtigen Grösse entscheidend beitrug. Letztes Jahr konnte die NBA einen Umsatz von gut dreieinhalb Milliarden Schweizer Franken vorweisen, bei einem Zuschauerschnitt von 17'300.

Bild

Den diesjährigen Final bestreiten die San Antonio Spurs gegen Miami Heat. Screenshot: facebook/nba

Unvergessen

In der Serie «Unvergessen» blicken wir jeweils am Jahrestag auf ein grosses Ereignis der Sportgeschichte zurück: Ob eine hervorragende sportliche Leistung, ein bewegendes Drama oder eine witzige Anekdote – alles ist dabei.



Das könnte dich auch interessieren:

Fazit nach Frauenstreik: Hunderttausende Menschen protestierten für Gleichstellung

Link zum Artikel

«Er hat nicht unrecht» – das sagt Christoph Blocher zu SVP-Glarners Handy-Terror

Link zum Artikel

Du willst dein Handy sicherer machen? Dann solltest du diese 10 Regeln kennen

Link zum Artikel

FCB-Sportchef Streller tritt mit emotionalem SMS zurück: «Es bricht mir s’Herz»

Link zum Artikel

Trump hat sich im Persischen Golf verzockt

Link zum Artikel

5 Action-Heldinnen, die die Filmwelt ordentlich gerockt haben

Link zum Artikel

Preisgeld-Vergleich: So viel mehr kassieren Männer im Sport als Frauen

Link zum Artikel

14 Gründe, warum die Frauen heute streiken

Link zum Artikel

«Das stimmt einfach nicht» – Martullo-Blocher wird in der «Arena» vorgeführt

Link zum Artikel

Nach Handy-Terror: Betroffene Mutter rechnet mit SVP-Glarner ab – und wie

Link zum Artikel

Trump setzte Kopfgeld auf unschuldige Schwarze aus – jetzt melden sie sich zu Wort

Link zum Artikel

9 spannende Geisterstädte und ihre Geschichten

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Die 10-Cent-Beer-Night in Cleveland endet im totalen Chaos 🍻

4. Juni 1974: Die Cleveland Indians treffen zuhause auf die Texas Rangers, die sich sechs Tage zuvor mit den Indians eine Schlägerei geliefert haben. Deshalb hoffen die Indians-Verantwortlichen auf volle Zuschauerränge beim Baseball-Spiel. Die sie dank einer Bieraktion bzw. Bieridee auch kriegen sollten …

Wie viel Alkoholgehalt das Bier an diesem heissen Sommertag wirklich aufweist, darüber gibt es verschiedene Aussagen. Die Angaben schwanken zwischen acht und zwölf Volumenprozent. Gesichert ist hingegen der Preis für einen Becher, der etwa 3,5 Deziliter Inhalt fasst: 10 Cent. Der reguläre Preis ist damals 65 Cent.

Diesen Spottpreis lässt sich die Marketingabteilung der Cleveland Indians, die in der Major Baseball League spielen, einfallen. «Beer Nights» sind zu der Zeit nichts …

Artikel lesen
Link zum Artikel