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Die Minneapolis Lakers, mit Superstar George Mikan (Nummer 99), dominierten die NBA in ihren Anfängen.
Die Minneapolis Lakers, mit Superstar George Mikan (Nummer 99), dominierten die NBA in ihren Anfängen.bild: nba.com
Unvergessen

Die NHL-Besitzer wollen mehr Geld – und gründen eine Basketballliga, die bald zur NBA wird

6. Juni 1946: Die Eigentümer von Sportarenen suchen eine zusätzliche Einnahmequelle. Dafür gründen sie die «Basketball Association of America» in New York, die drei Jahre später in der «National Basketball League» aufgehen sollte.
06.06.2021, 00:0506.06.2021, 00:09

Walter A. Brown, der Besitzer des Eishockeyteams der Boston Bruins und somit deren Mehrzweckhalle (Boston Garden) hatte offensichtlich Geschäftssinn: Er wollte die Auslastung in seiner Spielstätte steigern und kam somit mit der Idee auf, die aufstrebende Sportart Basketball in den Mehrzweckhallen einzugliedern.

So rief Brown ein Meeting mit den anderen Besitzern und Mietern der grössten Hallen im Lande ein. Basketball hatte nämlich auf College-Stufe grosse Zuschaueraufmärsche zu verzeichnen. Fast alle Teambesitzer der National Hockey League (NHL) sowie der American Hockey League (AHL) erklärten sich danach bereit, ein Team zu stellen.

Somit kam es am 6. Juni zur Gründung der Basketball Association of America (BAA) in New York. Deren erster Präsident der Liga wurde Maurice Podoloff, der damalige Präsident der AHL. Diesem wurde knapp ein Jahrzehnt später die grosse Ehre zuteil, dass die Kommission die Auszeichnung als bester Spieler der Saison (MVP) nach ihm benannte.

Maurice Podoloff.
Maurice Podoloff.Bild: Twitter

Mühe zu Beginn

Zuvor gab es für Podoloff jedoch einen Haufen Arbeit zu erledigen. Die BAA war zwar finanziell solide geführt, hatte aber kein gutes Spielermaterial vorzuweisen. Nach einem Jahr zogen bereits vier von insgesamt elf Teams die Konsequenzen und traten aus der BAA aus.

Gute Spieler (unter anderem auch afroamerikanische, was zu dieser Zeit ungewöhnlich war), aber finanzielle Sorgen wies hingegen die National Basket League (NBL) auf, die ursprünglich von den drei heutigen Grosskonzernen General Electric, Firestone und Goodyear ins Leben gerufen worden war.

Die einstigen BAA-Spieler Dick Schulz, Gino Sovran, Ossie Schectman, Harry Miller und Ray Wertis bei einem Event im Jahr 2013.
Die einstigen BAA-Spieler Dick Schulz, Gino Sovran, Ossie Schectman, Harry Miller und Ray Wertis bei einem Event im Jahr 2013.Bild: AP CP

So machte es für beide Seiten Sinn, die beiden Ligen zu fusionieren, was im August 1949 auch geschah. Die neue Liga wurde auf den Namen National Basketball Association (NBA) getauft.

Die NBA hatte jedoch in der National Collegiate Athletic Association (NCAA) grosse Konkurrenz, welche den College-Basketballsport dominierte. In den USA nimmt bis heute der Universitätssport einen grossen Stellenwert ein. Zum Glück für die NBA überschattete 1951 ein massiver Skandal (point shaving) die College-Liga, bei denen zahlreiche Spieler der NCCA involviert waren. Die Folge war, dass zahlreiche College-Spieler in die NBA wechselten, die ein Jahr zuvor auch ihre Tore für afroamerikanische Spieler öffnete.

In den ersten Jahren der neuen Liga dominierten die Minneapolis Lakers um ihren Starspieler George Mikan, der erste Superstar die NBA. Trotz einer Grösse von 2,08 Meter und einer ziemlichen Behäbigkeit war Mikan in den frühen 50er-Jahren nicht aufzuhalten, so dass die NBA sogar die Spielregeln ändern musste. 1952 kam es zu einigen Regeländerungen, die jedoch nicht den gewünschten Erfolg brachten.

George Mikan (rechts) in einem Spiel gegen Rochester.
George Mikan (rechts) in einem Spiel gegen Rochester.bild: twitter

Zwei Jahre später kam dann die bis heute gültige 24-Sekunden-Regel zustande, die der NBA wieder zu mehr Zuschaueraufmarsch verhalf und somit zur heutigen starken Marke und wirtschaftlich wichtigen Grösse entscheidend beitrug. Letztes Jahr konnte die NBA einen Umsatz von 8.8 Milliarden Dollar vorweisen.

Die Toronto Raptors lassen sich nach dem Titel in der Saison 2018/19 feiern.
Die Toronto Raptors lassen sich nach dem Titel in der Saison 2018/19 feiern.Bild: EPA/EPA
Unvergessen
In der Serie «Unvergessen» blicken wir jeweils am Jahrestag auf ein grosses Ereignis der Sportgeschichte zurück: Ob eine hervorragende sportliche Leistung, ein bewegendes Drama oder eine witzige Anekdote – alles ist dabei.
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