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FILE - In this March 7, 2015, file photo, former Florida Gov. Jeb Bush speaks during the Iowa Agriculture Summit in Des Moines, Iowa. As he prepared for a run for the White House, Bush resigned from corporate positions. And while little noticed at the time, Florida timber Rayonier Inc., faced a flurry of lawsuits not long before his exit. (AP Photo/Charlie Neibergall, File)

Spross einer reichen Familie aus Neuengland: Jeb Bush. Bild: Charlie Neibergall/AP/KEYSTONE

Schein-Latino: Jeb Bush gab sich als «Hispanic» aus



Der wahrscheinliche republikanische Präsidentschaftsbewerber Jeb Bush hat sich laut «New York Times» bei der Wählerregistrierung im US-Bundesstaat Florida als Latino ausgegeben. Bush habe in dem Formular vom Jahr 2009 bei seiner ethnischen Herkunft «hispanic» angekreuzt, berichtete die Zeitung am Montag.

Der frühere Gouverneur von Florida ist mit einer Mexikanerin verheiratet, arbeitete als junger Mann zwei Jahre in Venezuela und spricht fliessend Spanisch. Allerdings stammt er aus einer weissen Politikerdynastie, deren Wurzeln in Neuengland liegen. Geboren wurde der 62-Jährige in Texas.

Der Sohn von Ex-Präsident George H.W. Bush und Bruder von Ex-Präsident George W. Bush hatte im Dezember verkündet, eine Bewerbung für die republikanische Präsidentschaftskandidatur 2016 «aktiv» zu prüfen. Bislang hat nur der erzkonservative Senator Ted Cruz seine Ambitionen auf die Kandidatur der Republikaner offiziell erklärt. 

Präsident Barack Obama darf bei den Wahlen im November 2016 nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten. Als Favoritin für die Kandidatur bei seinen Demokraten gilt die frühere Aussenministerin und ehemalige First Lady Hillary Clinton.

Wenig Zustimmung bei Latinos

Wegen ihrer harten Haltung in der Einwanderungspolitik finden die Republikaner bei der immer wichtiger werdenden Wählergruppe der Latinos nur wenig Zustimmung. 

Bush könnte dagegen mit seiner mexikanischen Frau und seinen Spanischkenntnissen bei Wählern mit lateinamerikanischen Wurzeln besser abschneiden. Dass Latinos ihn als echtes Mitglied ihrer Bevölkerungsgruppe betrachten, darf allerdings bezweifelt werden.

Eine Sprecherin von Bush sagte der «New York Times», sie könne sich die erstaunlichen Angaben des Ex-Gouverneurs bei der Wählerregistrierung nicht erklären. Der ertappte Schein-Latino selbst bemühte sich am Montag auf dem Onlinedienst Twitter, die ganze Angelegenheit als Missverständnis darzustellen. «Mein Fehler», schrieb Bush. 

Sein Sohn Jeb Bush Junior bezeichnete ihn immerhin als «Ehren-Latino» und twitterte: «Komm schon, Vater, ich glaube du hast das falsche Kästchen angekreuzt.» (dhr/sda/afp)

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