Der gefährlich Hurrikan «Beryl» hat im Südosten der Karibik schwere Schäden verursacht. Er war am Montag als Hurrikan der Kategorie 4 bei der zu Grenada gehörenden Insel Carriacou auf Land getroffen, wie das US-Hurrikanzentrum NHC mitteilte. Inzwischen wurde er auf die höchste Kategorie 5 hochgestuft.
Auf Bildern in sozialen Medien waren Überschwemmungen, sich im Wind biegende Palmen und Trümmer beschädigter Häuser zu sehen. Von den Inseln Carriacou und Petite Martinique werde Verwüstung mit umfangreichen Schäden an Häusern gemeldet, sagte Grenadas Ministerpräsident Dickon Mitchell in einem Briefing.
Der Hurrikan bewegt sich in westnordwestlicher Richtung weiter. Es werde erwartet, dass er auf seinem Weg über die östliche Karibik ein extrem gefährlicher, schwerer Hurrikan bleibe, heisst es vom NHC. Am Mittwoch dürfte sich das Auge des Sturms den Prognosen zufolge Jamaika nähern.
Mit Blick auf «Beryls» Kurs auf den Karibikstaat rief Jamaikas Ministerpräsident Andrew Holness die Bevölkerung auf, die verbleibende Zeit zu nutzen, sich zu rüsten und unter anderem mit Wasser und Dosennahrung einzudecken. Am Donnerstag wird «Beryl» auf der mexikanischen Halbinsel Yucatán erwartet, wo Urlaubsorte wie Cancún liegen.
In weniger als 24 Stunden hatte sich «Beryl» am Sonntag bereits von einem Tropensturm zu einem Hurrikan der Kategorie 4 entwickelt. «Beryl ist nun der früheste atlantische Hurrikan der Kategorie 4 in den Aufzeichnungen und übertrifft damit Hurrikan Dennis, der am 8. Juli 2005 zu einem Hurrikan der Kategorie 4 wurde», schrieb der Experte Michael Lowry auf der Plattform X.
Die Hurrikan-Saison im Atlantik dauert von Juni bis November. Die aktivste Zeit ist meist um September herum. Von einem Hurrikan spricht man ab Windgeschwindigkeiten von 119 Kilometern pro Stunde, die höchste Kategorie 5 beginnt bei 251 Kilometern pro Stunde.
(sda/aki)