Videos
Leben

«Vergewaltigung passiert im eigenen Umfeld» – Eine Betroffene erzählt

Video: watson/lea bloch
Interview

«Vergewaltigung passiert meistens im eigenen Umfeld» – eine Betroffene erzählt

Am 25. November ist der Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen. Morena Diaz bezeichnet sich als Überlebende sexualisierter Gewalt. Agota Lavoyer, Beraterin der Opferhilfestelle «Lantana», erklärt, was sich ihrer Meinung nach in unserer Gesellschaft diesbezüglich alles ändern muss.
25.11.2020, 15:2626.11.2020, 14:36

Morena Diaz erzählt im Video, wie sie vor zwei Jahren Opfer sexualisierter Gewalt wurde. Die Bloggerin entschied ein Jahr nach dem Erlebten, damit an die Öffentlichkeit zu gehen und machte somit vielen anderen Vergewaltigungsopfern Mut, darüber zu sprechen.

Agota Lavoyer ist stellvertretende Leiterin der Opferberatungsstelle «Lantana». Längst nicht alle Opfer einer Vergewaltigung liessen sich bei einer Opferhilfestelle beraten. Die Gründe dafür stünden damit in Verbindung, dass sich die Überlenden oftmals schämen und sich selbst Vorwürfe machen. Dies läge daran, dass sie meinen, sie würden Mitschuld an der Tat tragen.

Dies wird zum einen durch das weitverbreitete «Victim Blaming» begründet. «Victim Blaming ist der Glaube, dass das Opfer auf irgendeine Art und Weise Mitschuld an der Tat trägt», erklärt Morena Diaz. Auch ihr selbst ist solche Schuldzuweisung widerfahren. Immer wieder musste sie sich denselben Fragen stellen, die ihr Erlebtes hinterfragten.

Im Video erzählt Morena Diaz, wie es sich anfühlt, Opfer sexualisierter Gewalt zu sein und was sie anderen Überlebenden rät. Agota Lavoyer erläutert die gesellschaftlichen und rechtlichen Faktoren, die Opfer sexualisierter Gewalt betreffen. Das Urteil steht noch aus. Als nächster Schritt steht der Gerichtsprozess an, in dem entschieden werden soll, ob der Angeklagte für schuldig befunden wird.

Sexismus in den Medien

1 / 11
Sexismus in den Medien
quelle: shutterstock / screenshot blick / bearbeitung watson
Auf Facebook teilenAuf X teilen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
50'000 Menschen demonstrieren in Peru gegen Gewalt gegen Frauen
1 / 11
50'000 Menschen demonstrieren in Peru gegen Gewalt gegen Frauen
Rund 50'000 Menschen haben in der peruanischen Hauptstadt Lima am 13. August 2016 gegen die im Land allgegenwärtige Gewalt gegen Frauen protestiert.
quelle: x03723 / guadalupe pardo
Auf Facebook teilenAuf X teilen
«Es ist kein sexueller Missbrauch, es ist Vergewaltigung»
Video: srf
Dutzende tote Jungwale an Argentiniens Küste gespült
Dutzende tote Jungwale sind an die Strände der argentinischen Halbinsel Valdés gespült worden.
Als mögliche Todesursache gilt nach bisherigen Erkenntnissen ein Bakterium, das bei den Kälbern der Südlichen Glattwale systemische Erkrankungen auslösen kann, wie die Regierung der Provinz Chubut erklärte. Hinweise auf einen vom Menschen verursachten Grund seien bislang nicht gefunden worden.
Zur Story