E-Auto-Markt legt weltweit trotz China-Schwäche zu
Weltweit kaufen die Menschen immer mehr Elektroautos. In den ersten neun Monaten dieses Jahres waren es rund elf Millionen Neuzulassungen – ein Rekord.
Das sind 12 Prozent mehr rein batteriebetriebene Stromer (BEVs) als im Vergleichszeitraum vergangenes Jahr, wie eine Analyse der weltweit wichtigsten Märkte durch PwC zeigt. Im dritten Quartal war der Zuwachs mit 16 Prozent sogar noch etwas höher.
Entscheidender Treiber für das Wachstum ist Europa, wie das Beratungsunternehmen feststellt. Dort wurden seit Jahresbeginn 2,5 Millionen Elektroautos verkauft – ein Plus von 42 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Grösster Markt stockt
Im mit Abstand grössten Markt, China, stagniert der Elektroautoabsatz dagegen bei gut 6 Millionen. Der Gesamtmarkt ist über mehrere Millionen Fahrzeuge geschrumpft, weshalb der Marktanteil von BEVs zugelegt hat.
Aus der Reihe fallen die USA. Dort sank der BEV-Absatz um 29 Prozent auf 746'000. Der Marktanteil liegt bei nur noch 6 Prozent. Hier ist nach wie vor der Verbrenner das Fahrzeug der Wahl.
Mehr «Stromer» auf Schweizer Strassen
Auch in der Schweiz steigt die Nachfrage nach Elektroautos. Vergangenen September waren 36 Prozent der neu zugelassenen Autos in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein reine «Stromer», wie der Branchenverband Auto-Schweiz mitteilte. Es sei das erste Mal, dass E-Autos bei den Neuwagen über einen Drittel der Neuzulassungen ausmachten.
Anhaltend hohe Spritpreise machen Verbrenner-Autos laut PwC immer unattraktiver. Für Verbraucher seien die Kosten von Strom und Kraftstoff nicht länger nebensächlich, sondern trügen erheblich zur Kaufentscheidung bei. Elektronisch betriebene Auto sind nach den Berechnungen deutlich günstiger im Verbrauch als Diesel oder Benziner. (sda/dpa)
