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Bitcoin Suisse streicht bis zu 60 Stellen

Bitcoin Suisse streicht in der Schweiz bis zu 60 Stellen

11.09.2026, 12:0711.09.2026, 13:32

Der Kryptodienstleister Bitcoin Suisse richtet seine Organisation grundlegend neu aus und streicht dabei bis zur Hälfte der Belegschaft in der Schweiz. Insgesamt könnten damit hierzulande bis zu 60 der 120 Stellen wegfallen, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte.

Der Krypto-Anbieter wolle sich von einem «primär schweizerischen» Krypto-Unternehmen zu einer internationalen Finanzdienstleistungsgruppe entwickeln, erklärte ein Bitcoin Suisse-Sprecher am Freitag gegenüber der Nachrichtenagentur AWP zu einer entsprechenden Meldung des Finanzportals «Finews».

Die Belegschaft ist laut Medienberichten am Vormittag über die Massnahmen informiert worden.

Konsultationsprozess

Die genaue Ausgestaltung der Restrukturierung sei nun Gegenstand des laufenden Konsultationsprozesses; dieser werde bis zum 20. September dauern. Eine spezifische Zahl betreffend den Wegfall von Arbeitsplätzen am Hauptsitz in Zug könne das Unternehmen derzeit nicht nennen, betonte der Sprecher.

Ins Ausland abwandern dürften vor allem die Softwareentwicklung und die Back-Office-Funktionen: Diese Tätigkeiten würden «stärker in den internationalen Hubs gebündelt», sagte der Sprecher.

Veränderter Ressourcenbedarf

Gleichzeitig verändere sich der Ressourcenbedarf des Unternehmens durch effizientere Arbeitsweisen und neue Technologien wie etwa Künstliche Intelligenz (AI). Wie hoch die Kosteneinsparungen sind, wollte der Sprecher aber nicht beziffern.

Die Schweiz solle dagegen das «Zentrum des kundennahen Geschäfts» bleiben. Dazu gehörten Kundenberatung und Relationship Management wie auch die Vermögensverwaltung für private und institutionelle Kunden: «Das sind auch jene Bereiche, in denen Nähe, Expertise und Vertrauen entscheidend sind.»

Langfristige Strategie

Der Umbau sei keine kurzfristige Reaktion auf die seit Monaten anhaltende Schwäche des Krypto-Markts, betonte der Bitcoin-Suisse-Sprecher. Er sei vielmehr Teil einer langfristigen Wachstumsstrategie. Der Bitcoin steht mit einem Kurs von knapp 77'000 Dollar auf Jahressicht weiterhin klar im Minus.

Der Sprecher verwies dabei auf mehrere in den vergangenen Monaten erhaltene Lizenzen: So hatte das Unternehmen den Erhalt der EU-weiten Micar-Lizenz in Liechtenstein wie auch von Lizenzen in Abu Dhabi und den Bermudas vermelden können. Bitcoin Suisse baue das Wealth und das Asset Management als wesentliche Wachstumssäulen weiter aus.

Die 2013 von Niklas Nikolajsen gegründete Bitcoin Suisse gilt als Pionier der Schweizer Kryptobranche und gilt als wichtiger Bestandteil des Zuger «Crypto Valley». Nikolajsen hatte sich allerdings 2021 aus dem Unternehmen zurückgezogen. In den vergangenen Jahren hatten die Erfolgszahlen des Kryptounternehmens stark mit den Kursentwicklungen am Kryptomarkt geschwankt. (dab/awp/sda)

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