Wirtschaft
Bitcoin

Bitcoint erholt sich weiter und knackt Marke von 45'000 Dollar

Der Bitcoin erholt sich weiter – 45'000-Dollar-Marke zwischenzeitlich wieder geknackt

25.03.2022, 20:2325.03.2022, 20:23

Der Bitcoin hat am Freitag seinen Erholungskurs der vergangenen Tage fortgesetzt. Zwischenzeitlich ist er sogar wieder über die Marke von 45'000 Dollar geklettert.

Neben dem positiven Umfeld der US-Börsen bieten wohl auch Diskussionen um eine beschleunigte Adoption von Digitalwährungen wegen des Ukraine-Kriegs Unterstützung. Am späten Nachmittag wurde der Bitcoin zu 44'340 Dollar gehandelt.

FILE - An advertisement of Bitcoin, one of the cryptocurrencies, is displayed on a building in Hong Kong, on Nov. 18, 2021. Bitcoin prices have surged in recent days, Wednesday, March 2, 2022, as inve ...
Bild: keystone

Bereits am Donnerstag hatte der Bitcoin Rückenwind von den Ankündigung russischer Politiker erhalten. So erklärte der Vorsitzende des Duma-Energiekomitees, Pavel Zavalny, dass das von harschen Finanzsanktionen des Westens betroffene Land für seine Öl- und Gaslieferungen von «befreundeten Ländern» auch Bitcoin akzeptieren könnte. Die Ankündigung sei allerdings mit Vorsicht zu geniessen, meinten etwa die Analysten von Oanda unter Verweis auf die restriktive Haltung Russlands bezüglich Kryptowährungen.

Einen möglichen Aufschwung der digitalen Währungen wegen dem Krieg sieht auch der Chef des US-Vermögensverwalters Blackrock, Larry Fink. Der Krieg werde einige Länder dazu veranlassen, ihre Währungsabhängigkeiten neu zu überdenken, schrieb er in seinem jüngsten Aktionärsbrief vom Donnerstag. Seines Erachtens könnte dies auch die Entwicklung von digitalen Zentralbankwährungen (Central Bank Digital Currencies CBDC) wie etwa einem «digitalen Dollar» vorantreiben.

Klar im Aufschwung notierten auch die weiteren Kryptowährungen. So notierte die zweitgrösste Kryptowährung Ethereum mit 3130 Dollar, nachdem sie Mitte März gegen die Marke von 2'500 Dollar abgesackt war. Auf deutlich höherem Niveau als zuletzt notierten auch die zu Ethereum in direkter Konkurrenz stehenden «Smart Contract»-Währungen wie Cardano, Solana oder Polkadot. Der Vermögensverwalter Grayscale hatte unlängst einen «Smart Contract Platform ex Ethereum»-Investitionsfonds angekündigt. (sda/awp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Die grössten Spekulationsblasen und Börsen-Crashs
1 / 18
Die grössten Spekulationsblasen und Börsen-Crashs
Der Tulpenwahn in den Niederlanden gilt als die Mutter aller Finanzkrisen. Schon im 16. Jahrhundert entwickelte sich dort ein blühendes Terminwarengeschäft mit Blumenzwiebeln.
quelle: keystone / jean-christophe bott
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Du willst Bitcoin kaufen? Dann schau zuerst dieses Video
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Deutschlands kleiner Boom: Die Prognosen steigen – auch die Schweiz könnte profitieren
Die Bundesrepublik schien der kranke Mann Europas zu sein, nun haben die Institute ihre Prognosen nach oben korrigiert. Manches deutet allerdings darauf hin, dass Optimismus verfrüht sein könnte.
Deutschland als kranker Mann Europas: Der Gedanke ist derart normal geworden, dass gute Nachrichten aufhorchen lassen, selbst wenn sie in besseren Zeiten kaum Aufsehen erregt hätten. Wachstumsraten mit einer Eins vor dem Komma zum Beispiel. Um bis zu 1,3 Prozent könnte das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) dieses Jahr zulegen, schätzen Ökonomen; 2027 könnten es immerhin noch 1,1 Prozent sein. Für ein Land, das schlechte Nachrichten mittlerweile stoisch bis resigniert entgegennimmt, ist das bereits ein bemerkenswerter Lichtblick.
Zur Story