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Google muss Schadenersatz an schwedisches Unternehmen zahlen

FILE - The Google logo is seen on a building in New York, Oct. 27, 2025. (AP Photo/Gene J. Puskar, File)
Google Polymarket Charges
Google hat über viele Jahre hinweg seinen eigenen Shopping-Dienst in den Suchergebnissen unzulässig bevorzugt.Bild: keystone

Google muss Milliarden-Schadenersatz an schwedisches Unternehmen zahlen

Der marktbeherrschende amerikanische Tech-Konzern hat die Preisvergleichsplattform Pricerunner laut Gerichtsurteil massiv benachteiligt.
01.07.2026, 19:3202.07.2026, 07:58

Der Tech-Riese Google soll der Klarna-Tochter Pricerunner umgerechnet knapp 1,3 Milliarden Euro Schadenersatz zahlen. Dazu verdonnerte das schwedische Wettbewerbs-Gericht den US-Konzern.

Die Begründung: Google habe seine eigene Preisvergleichs-Seite über viele Jahre hinweg in unzulässiger Weise bevorzugt. Dadurch habe das seit 2022 zum schwedischen Zahlungsdienstleister Klarna gehörende Unternehmen einen Schaden erlitten.

Das Preisvergleichsunternehmen Pricerunner hatte laut der Nachrichtenagentur TT ursprünglich umgerechnet knapp 7 Milliarden Euro gefordert. Der nun zugeteilte Schadenersatz sei dennoch der höchste, der in einem schwedischen Wettbewerbsverfahren je zugesprochen wurde, sagte Richterin Linda Kullberg laut einer Mitteilung.

Marktdominanz missbraucht

Dazu kommen nach Gerichtsangaben Zinsen in Höhe von umgerechnet etwa 419 Millionen Euro, die Google zahlen muss. Insgesamt ergibt sich so eine Summe von umgerechnet fast 1,6 Milliarden Franken.

Der Rechtsstreit steht im Zusammenhang mit einer Entscheidung der EU-Kommission von 2017. Damals hatte die Kommission Google mit einem Bussgeld von rund zwei Milliarden Euro belegt, weil der Konzern seine Marktdominanz bei der Websuche missbraucht hatte, um seinen eigenen Preisvergleichsdienst zu bevorzugen. In seiner Klage hatte Pricerunner laut TT argumentiert, dass dieser Missbrauch bis Ende 2023 weitergegangen war. Google hatte das bestritten.

Pricrunner wurde 1999 in Schweden lanciert, der Online-Vergleichsdienst ist vor allem in Schweden, Dänemark und Grossbritannien aktiv, steht aber über die App der Muttergesellschaft in vielen weiteren Ländern zur Verfügung.

(sda/awp/dpa)

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