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Gamestop-Chef will nach Kauf massiven Stellenabbau bei Ebay

Gamestop-Chef will nach Kauf massiven Stellenabbau bei Ebay

Der Chef des Videospiele-Händlers Gamestop, Ryan Cohen, plant im Erfolgsfall seines Kaufangebots für Ebay drastische Stellenkürzungen bei der Handelsplattform.
06.05.2026, 07:0206.05.2026, 07:02

Er könnte dieses Geschäft von zu Hause aus betreiben, sagte Cohen in einem Interview des Podcasts «TBPN».

FILE - A GameStop sign is displayed above a store in Urbandale, Iowa, on Jan. 28, 2021. (AP Photo/Charlie Neibergall, File)
GameStop eBay
Gamestop will das wesentlich grössere Ebay übernehmen.Bild: keystone

«Sie haben 11'500 Beschäftigte – und das ergibt keinen Sinn.» Je mehr Mitarbeitende ein Unternehmen habe, desto langsamer werde es. Kostensenkungen seien der einzige Weg, das Geschäft von Ebay effizienter zu machen. Ebay hatte nach jüngsten Angaben zum Ende vergangenen Jahres 12'300 Mitarbeiter, davon 7200 in den USA.

Gamestop hatte am Wochenende ein rund 56 Milliarden Dollar schweres Übernahmeangebot für Ebay vorgelegt. Es soll laut Cohen zur Hälfte in bar und zur Hälfte in Aktien beglichen werden. Details der Finanzierung blieben jedoch zunächst unklar. Unter anderem müsste Gamestop sehr viele neue Aktien ausgeben, um zum aktuellen Kurs auf einen Wert von 28 Milliarden Dollar zu kommen. Cohen sprach nun bei «TBPN» von einer Bündelung der Aktien beider Unternehmen.

Zugleich bekräftigte er seine Ambitionen: «Mein Ziel ist: Ich will Ebay besitzen. Ich will Ebay führen. Ich will, dass es mein Baby ist.» Am Wochenende sagte er, er wolle mit der Kombination aus Gamestop und Ebay einen stärkeren Konkurrenten zum weltgrössten Online-Händler Amazon aufbauen. Gamestop ist deutlich kleiner als Ebay.

Cohen hatte vor seiner Zeit bei Gamestop als Mitgründer den auf Haustierartikel spezialisierten Online-Händler Chewy geführt. Er hatte 2020 eine hohe Beteiligung bei dem Spielehändler aufgebaut, dessen Management er als zu langsam beim Online-Geschäft kritisierte, und übernahm 2023 den Chefposten. Er liess viele Läden schliessen und setzte stattdessen auf das Geschäft etwa mit Sammelkarten und Retro-Konsolenspielen, die Nostalgie bei Gamern wecken. (sda/dpa)

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