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Kommt bald die militärische Drohne von europäischen Luftfahrtkonzernen?

Eine Drohne der US-Armee
Eine Drohne der US-ArmeeBild: EPA
Rüstungsindustrie

Kommt bald die militärische Drohne von europäischen Luftfahrtkonzernen?

19.05.2014, 13:4519.05.2014, 14:29

Die führenden europäischen Luftfahrtkonzerne haben einen gemeinsamen Vorstoss für ein militärisches Drohnenprojekt gestartet. Bei dem geplanten Programm gehe es um Maschinen für mittlere Flughöhe und lange Flugdauer (MALE).

Das teilten die Unternehmen Airbus, Dassault Aviation und Alenia Aermacchi am Montag mit. In einem Angebot an die Verteidigungsministerien in Deutschland, Frankreich und Italien schlugen sie konkrete Gespräche über die Anforderungen an die neue Technik vor. 

Auf industrieller Ebene habe man bereits eine Kooperationsvereinbarung geschlossen und sich über die Arbeitsteilung verständigt, hiess es.

Je länger es dauert, desto weiter weg sind die Amerikaner

Über die Entwicklung einer europäischen Drohne wird seit Jahren diskutiert. Bislang konnte sich die Politik allerdings nicht auf ein gemeinsames Programm einigen. Airbus-Chef Tom Enders hatte dies immer wieder kritisiert.

«Je länger es dauert, desto dominanter werden die Amerikaner auf dem Markt werden. Desto schwieriger wird es werden, aufzuholen», sagte der deutsche Spitzenmanager bereits vor der Pariser Luftfahrtmesse 2013 und sprach von einem Rückstand von zehn Jahren. Enders kündigte damals an, keine Konzerngelder mehr für die Entwicklung von Drohnen ausgeben zu wollen. Nur mit Regierungsaufträgen werde es weitergehen.

Das jetzt von Airbus und seinen Partnern Dassault Aviation (Frankreich) und Alenia Aermacchi (Italien) vorgeschlagene Projekt sieht vor, dass die drei Länder zunächst zusammen mit Streitkräften und Industrie ihre Anforderungen an ein europäisches Drohnen-Entwicklungsprogramm formulieren.

Drohne könnte im Jahr 2020 fliegen

Diese Phase diene auch dazu, «kostspielige Zusatzentwicklungen während der späteren Produktionsphase zu vermeiden und Entwicklungs- und Finanzrisiken auf ein Minimum zu begrenzen».

Danach erwarten die Unternehmen die endgültige Entscheidung der Politik zur weiteren Entwicklung. Nach Angaben des Industriekonsortiums könnte eine «kostengünstige und zulassungsfähige» Drohne im Jahr 2020 zur Verfügung stehen.

Unerwartete Probleme hatten dem deutschen Verteidigungsministerium zuletzt ein Debakel mit dem Drohnenprojekt «Euro Hawk» beschert. Im Mai 2013 stoppte der damalige Ressortchef Thomas de Maizière (CDU) die Entwicklung dieser Aufklärungsdrohne wegen massiver Probleme bei der Zulassung für den deutschen Luftraum und drohender Mehrkosten von 500 bis 600 Mio. Euro. (jas/sda)

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