DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Dominique Strauss-Kahn heute Morgen auf dem Weg zum Gericht.
Dominique Strauss-Kahn heute Morgen auf dem Weg zum Gericht.
Bild: GONZALO FUENTES/REUTERS

Prozess um Sexpartys: Freispruch für Strauss-Kahn – Vorwurf der organisierten Zuhälterei hat sich nicht erhärtet

12.06.2015, 12:4412.06.2015, 15:02

Im Prozess um wilde Sexpartys mit Prostituierten hat das Gericht im französischen Lille am Freitag Dominique Strauss-Kahn freigesprochen. Der Ex-Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF) habe sich durch seine Teilnahme an Sexpartys mit Prostituierten nicht strafbar gemacht, so der Entscheid. Dem ehemaligen Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF) war organisierte Zuhälterei vorgeworfen worden. 

Trotz Freispruch: Seine politischen Ambitionen hatte Strauss-Kahn bereits 2011 wegen aufkommender Vergewaltigungsvorwürfe begraben müssen. 
Trotz Freispruch: Seine politischen Ambitionen hatte Strauss-Kahn bereits 2011 wegen aufkommender Vergewaltigungsvorwürfe begraben müssen. 
Bild: ETIENNE LAURENT/EPA/KEYSTONE

Das Gericht sah keine ausreichenden Beweise für den Vorwurf, dass der heute 66-Jährige ausschweifende Sexpartys mit Prostituierten mitorganisiert habe.

Strauss-Kahn hatte Sexpartys nie bestritten

Da auch die Staatsanwaltschaft bei ihrem Plädoyer im Februar einen Freispruch ohne Wenn und Aber für Strauss-Kahn gefordert hatte, war das Urteil für den Ex-IWF-Chef keine Überraschung. Der 2011 wegen Vergewaltigungsvorwürfen in den USA zurückgetretene ehemalige IWF-Chef hatte seine Teilnahme an den Sexpartys nie bestritten. 

Strauss-Kahn blieb im Gerichtssaal bei der Verlesung der Urteilsbegründung unbewegt. Als Gerichtspräsident Bernard Lemaire aber den Freispruch verkündete, nickte der frühere Spitzenpolitiker der französischen Sozialisten kurz mit dem Kopf.

Im Prozess ging es um freizügige Partys zwischen 2008 und 2011. Neben Strauss-Kahn sassen noch 13 weitere Beteiligte auf der Anklagebank. Auch für sie gab es fast durchgängig Freisprüche.

«Prostituierte entsprechen nicht meinem Geschmack»

Er habe aber nicht gewusst, dass die Frauen Prostituierte waren. Strauss-Kahn war in seiner Aussage sogar noch weiter gegangen: Prostituierte seien nicht sein Geschmack und entsprächen auch nicht seiner Vorstellung von sexuellen Beziehungen.

Der Sozialist hatte seine Ambitionen auf die französische Präsidentschaft aufgeben müssen, nachdem er 2011 wegen einer Affäre um Vergewaltigungsvorwürfe von seinem Job als IWF-Chef zurückgetreten war. (sda/reu/afp)

Strauss-Kahn vor Gericht - Femen protestiert

1 / 11
Strauss-Kahn vor Gericht - Femen protestiert
quelle: x00234 / pascal rossignol
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer
No Components found for watson.appWerbebox.
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Swiss hat laut CEO schon 50 Millionen des Kredits zurückgezahlt

Die erst kürzlich wegen Bonuszahlungen in Kritik geratene Fluggesellschaft Swiss hat einen Teil ihres 1.5-Milliarden-Corona-Notkredits bereits zurückgezahlt. Dies sagte der Chef des Unternehmens, Dieter Vranckx, am Montag in einem Interview mit dem Westschweizer Fernsehen RTS.

«Wir haben uns zum Ziel gesetzt, nicht mehr als die Hälfte des Kredits, also 750 Millionen Franken, auszugeben», sagte Vranckx im Interview und fügte an, die Tochtergesellschaft der Lufthansa habe im Juni die …

Artikel lesen
Link zum Artikel