Wirtschaft
Gesellschaft & Politik

Kurdische Milizen starten Offensive zu Rückeroberung von Staudamm

IS-Vormarsch

Kurdische Milizen starten Offensive zu Rückeroberung von Staudamm

16.08.2014, 20:5419.08.2014, 13:32

Mit Unterstützung der US-Luftwaffe haben die kurdischen Peschmerga-Milizen im Irak eine Bodenoffensive gestartet, um den grössten Staudamm des Landes von den verfeindeten Dschihadisten zurückzuerobern. Der östliche Teil des Staudamms am Tigris-Fluss sei am Samstag bereits eingenommen worden, sagte der kurdische Generalleutnant Abdelrachman Korini.

Mehrere Kämpfer der Dschihadistengruppe Islamischer Staat (IS) seien getötet worden, hiess es weiter. Augenzeugen zufolge hatten die Luftangriffe am Morgen begonnen, auch am Nachmittag hielten die Kämpfe demnach weiter an.

IS hat Nordirak überrannt

Die sunnitischen Fanatiker hatten den Staudamm am 7. August erobert und damit die Kontrolle über die Wasser- und Stromversorgung weiter Landesteile erlangt. Zu diesem Zeitpunkt wurde der Nordirak von den IS-Kämpfern förmlich überrannt. Diese gehen mit äusserster Brutalität gegen die Zivilbevölkerung vor, insbesondere gegen Angehörige religiöser Minderheiten wie Christen und Jesiden. 

US-Präsident Barack Obama ordnete deshalb Luftangriffe auf die selbst ernannten Gotteskrieger an. Zudem wurden internationale Hilfslieferungen für die Flüchtlinge aufgenommen. (sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
1 Kommentar
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1
«Weil unsere Weiden verdorrt sind, müssen wir unsere Kühe notschlachten»
In einem offenen Brief kritisieren mehrere hundert Unterzeichnende den Schweizerischen Bauernverband. Er lasse die Schweizer Bauern im Stich, indem er sich nicht um Klimaschutz schere. Präsident Markus Ritter verteidigt sich.
Vor einigen Tagen ist Anna-Maria Tschannen über ihr Land gelaufen: «Es ist alles dürr. Da blüht kein Grashalm mehr, nichts», sagt die Bio-Bäuerin, die mit ihrem Partner den Hof Rütimatt im bernischen Gerzensee betreibt. «Da kann man nur noch heulen.»
Zur Story