Wirtschaft
International

Ein 18-Meter-Weihnachtsbaum stiftet Unfrieden in Belgrad

The Belgrade's official Christmas tree decorated with city coat of arms stands in main pedestrian street in downtown Belgrade, Serbia, Friday, Dec. 22, 2017. The city authorities in Serbia's ...
Dieser 18-Meter-Baum inmitten von Belgrad sorgt für Unruhe in der Bevölkerung.Bild: AP/AP

Ein 18 Meter grosser Weihnachtsbaum für 83'000 Euro stiftet Unfrieden in Belgrad

24.12.2017, 17:3324.12.2017, 17:33

Ein 18 Meter hoher Weihnachtsbaum aus Plastik im Zentrum der serbischen Hauptstadt Belgrad hat zu Unfrieden und Spott in der Bevölkerung geführt. Weil er rekordverdächtige 83'000 Euro gekostet haben soll, sei er «nur die Spitze des gewaltigen Eisbergs von Korruption und ein Schulbeispiel, wie Geld aus der Stadtkasse entwendet wird», schrieb die grösste örtliche Zeitung «Blic» am Sonntag.

Der «weltweit teuerste Weihnachtsbaum» sei bereits drei Tage vor Ablauf der öffentlichen Ausschreibung aufgestellt worden.

Die Bürger machten ihrem Unmut mit immer neuen handgeschriebenen Zetteln am Fuss des Baumes Luft. «Wunsch für 2018: Dass die Gauner im Gefängnis und nicht im Parlament sind», hiess es dort und «Ins Gefängnis mit der Stadtverwaltung!» oder «Dass der Bürgermeister eine lange Haftstrafe bekommt» und «Verhaftet den Bürgermeister!». Auf Twitter gab es bissige Kommentare unter dem Hashtag «83'000 Wünsche».

Bürgermeister Sinisa Mali war schon in der Vergangenheit in die Schlagzeilen geraten. Wissenschaftler hatten nachgewiesen, dass er seine Doktorarbeit in weiten Teilen abgeschrieben hatte. Daneben blieb bis heute offen, mit welchem Geld er 24 Wohnungen in Bulgarien gekauft hatte. (leo/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Schlimmer als Trump – so lässt sich Europa von China über den Tisch ziehen
Die europäische Industrie wird durch Billig-Konkurrenz aus China sukzessive demontiert. Wegschauen kann sich die EU nicht mehr leisten. Aber für einen neuen Handelskrieg fehlt ihr die Kraft.
Ab wann nennt man einen Handelskrieg eigentlich einen Handelskrieg? Anders als bei militärischen Auseinandersetzungen gibt es darauf keine eindeutige Antwort. Im Verhältnis zu China aber setzt sich in Europa die Einsicht durch: Dieser Handelskrieg ist bereits im Gang. Und anders als beim Konflikt mit den USA geht es bei China nicht nur um Zölle, sondern um die industrielle Substanz Europas an sich.
Zur Story