bedeckt, wenig Regen
DE | FR
11
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Wirtschaft
International

So soll der kriselnde Auto-Riese Renault gerettet werden

Neuer Chef, neuer Kurs – so soll der kriselnde Auto-Riese Renault gerettet werden

14.01.2021, 08:43
epa08935887 (FILE) - Then Seat CEO Luca de Meo gestures during the presentation of the Cupra Travascan during the IAA motor show in Frankfurt, Germany, 10 September 2019 (reissued 13 January 2021). Gr ...
Luca de MeoBild: keystone

Rund ein halbes Jahr nach seinem Start will Renault-Generaldirektor Luca de Meo am Donnerstag (08.30 Uhr) seine Strategie für den krisengeplagten Autobauer präsentieren.

Der aus Italien stammende Topmanager hatte bereits deutlich gemacht, dass er weniger auf Masse setzt und stattdessen die Rendite in den Vordergrund stellt. Die Jagd auf Absatzrekorde, die der frühere Konzernchef Carlos Ghosn mit eiserner Hand verordnet hatte, wird damit endgültig der Geschichte angehören.

Bei Renault in Boulogne-Billancourt bei Paris hat der Plan von De Meo den schwer aussprechbaren Namen «Renaulution». Der Hersteller steckt seit längerer Zeit tief in der Krise. Er hatte bereits im vergangenen Jahr den Abbau von weltweit 15 000 Stellen und Kosteneinsparungen von rund 2 Milliarden Euro angekündigt. De Meo muss nun Farbe bekennen, ob das ausreicht oder ob er draufsattelt.

epa08935888 (FILE) - The Renault logo on a vehicle displayed during the International Motor Show Auto 2019 in Riga, Latvia, 13 April 2019 (reissued 13 January 2021). Groupe Renault CEO Luca de Meo wil ...
Bild: keystone

Wie andere Autobauer auch war Renault im vergangenen Jahr stark von der Corona-Pandemie und ihren wirtschaftlichen Folgen betroffen. Der Konzernabsatz sank im Gesamtjahr um gut 21 Prozent auf knapp drei Millionen Fahrzeuge. Im ersten Halbjahr 2020 verbuchte der Hersteller auch wegen tiefroter Zahlen beim japanischen Partner Nissan einen Rekordverlust von rund 7.3 Milliarden Euro.

Der 53 Jahre alte De Meo will sich auf alte Stärken des französischen Herstellers besinnen. Ein Comeback des R5, eines erfolgreichen Kleinwagens aus den 1970er Jahren, sei so gut wie sicher, berichtete die französische Tageszeitung «Le Figaro». Renault nahm dazu zunächst keine Stellung. Der R5 war von 1972 an vom Band gelaufen. Als damaliger Fiat-Manager war De Meo massgeblich an der Einführung des Retro-Modells Fiat 500 beteiligt gewesen.

Das Renault-Management hatte im vergangenen Jahr signalisiert, an der von Ghosn geschmiedeten französisch-japanischen Autoallianz nicht zu rütteln. Renault ist mit 43.4 Prozent an Nissan beteiligt. Zu dem Bündnis gehört auch Mitsubishi.

Renault und die Autoallianz waren schon im Zuge des Skandals um den schillernden Autoboss Ghosn in die Krise geraten. Der Ex-Manager war im November 2018 in Tokio unter anderem wegen Verstosses gegen Börsenauflagen festgenommen und angeklagt worden. Im April 2019 wurde der gebürtige Brasilianer dann unter strengen Auflagen auf Kaution aus der Untersuchungshaft entlassen. Ghosn floh Ende Dezember 2019 unter dubiosen Umständen in einem Privatjet nach Beirut, angeblich in einer Kiste versteckt. Die französische Justiz untersucht eine mutmassliche Veruntreuung von Geldern bei Renault durch Ghosn. (aeg/sda/awp/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Der neue Renault Zoe

1 / 11
Der neue Renault Zoe: Nr.1 in Europa 2020
quelle: renault
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

11 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
11
Britische Wirtschaft fürchtet Abschaffung von EU-Regeln

Die britische Wirtschaft befürchtet Turbulenzen durch eine überstürzte Abschaffung von EU-Regeln, die das Vereinigte Königreich nach dem Brexit zunächst beibehalten hat.

Zur Story