Wirtschaft
International

Seltene Erden: USA und EU wollen zusammenarbeiten

Seltene Erden: USA und EU wollen gleichen Weg gehen

24.04.2026, 19:1024.04.2026, 19:10

Bei ihren Bestrebungen um eine unabhängigere Versorgung mit seltenen Erden und anderen wichtigen Mineralien wollen die USA und die EU gemeinsam vorgehen. US-Aussenminister Marco Rubio und EU-Handelskommissar Maros Sefcovic unterzeichneten in Washington eine Absichtserklärung über eine strategische Partnerschaft bei kritischen Mineralien.

Offiziellen Angaben nach wollen die USA und die EU unter anderem bei der Gewinnung, Veredelung und beim Recycling zusammenarbeiten.

«Die übermässige Konzentration dieser Ressourcen, die Tatsache, dass sie von ein oder zwei Orten dominiert werden, ist ein inakzeptables Risiko», sagte Rubio. Man brauche Diversität in den Lieferketten und den Orten, von denen man kritische Mineralien beziehe. Sefcovic betonte, dass nun die «eigentliche Bewährungsprobe in der Umsetzung dieses Projekts» liege.

Wegkommen von China

Mit den Bemühungen um eine neue Handelsallianz für kritische Rohstoffe wollen Brüssel und Washington ihre Abhängigkeit von Peking reduzieren. Die Veredelung der als seltene Erden bekannten Metalle wird zu grossen Teilen von China kontrolliert.

Sie sind unter anderem für die Elektronikindustrie und die Herstellung von Elektroautos und Magneten essenziell. Als Rohstoffe von kritischer Bedeutung gelten unter anderem Lithium und Kobalt.

US-Vizepräsident JD Vance hatte Anfang Februar gesagt, dass in der Handelsallianz etwa durch Zölle und Preisuntergrenzen verhindert werden solle, dass Peking die Märkte mit Rohstoffen zum Dumpingpreis überschwemme und so Konkurrenten unterbiete. Der «Handelsblock» solle die US-Wirtschaft stärken und zugleich die Produktion im gesamten Bündnisraum ausweiten. (sda/awp/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
«Wir wollen Grönland aber ohne Gewalt»
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Dein Kommentar
YouTube Link
0 / 600
Hier gehts zu den Kommentarregeln.
Unbefugte verschafften sich laut Bericht Zugang zu Anthropics Hacker-KI
Das neue KI-Modell der Firma Anthropic kann so gut Software-Schwachstellen finden, dass es als Cyberwaffe dienen könnte. Anthropic hält es geheim. Doch Neugierige verschafften sich angeblich Zugang.
Zur Story