Converse zieht umstrittene Werbung zurück – Kritik wegen KKK-Symbolik
Der US-Sneakerhersteller Converse hat eine umstrittene Werbeanzeige zurückgezogen, nachdem zahlreiche Nutzerinnen und Nutzer in den sozialen Medien kritisiert haben, dass sie an die Symbolik des Ku-Klux-Klans erinnert.
Die kritisierten Darstellungen waren Teil der globalen Kampagne «Chuck 70 X». Auf einem der Bilder ist der K-Pop-Star Karina zu sehen. Mit einem Paar Converse-Sneaker in der Hand steht sieh in einem Lichtspot, der die Form eines Sterns hat. Einer der Zacken des Sterns leuchtet dabei so auf ihren weissen Rock, dass er einer spitzen, weisse Kapuze ähnelt, so, wie sie von Mitglieder des gewalttätigen und rassistischen Geheimbund Ku-Klux-Klans stets getragen wird.
Auch eine zweite Darstellung wurde kritisiert. Darauf sind Models zu sehen, die eine Leiter hinaufsteigen, um Schuhe zu erreichen, die an einem Ast hängen. Auch das erinnert an den rassistischen Terror gegen Schwarze im Süden der USA, der vom Ku-Klux-Klan bis weit ins 20. Jahrhundert ausging.
Converse hat sich für die Werbung entschuldigt. «Es tut uns leid. Wir verstehen, warum dieses Bild zutiefst verstörend ist, und erkennen an, dass wir hier einen Fehler gemacht haben», teilte das Unternehmen gegenüber «Footwear News» mit. Man habe die Darstellungen von den eigenen Kanälen entfernt und arbeite daran, es auch überall sonst zu entfernen, wo es veröffentlicht worden sei. «Das hätte nicht passieren dürfen, und wir werden es besser machen», hiess es weiter.
Ob die umstrittene Gestaltung tatsächlich bewusst gewählt wurde, ist nicht geklärt. Auch wer die Anzeige freigegeben hat und welche Konsequenzen das Unternehmen daraus zieht, ist bislang nicht öffentlich bekannt. (lyn)
