Wirtschaft
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Niki Lauda aus dem Rennen im Bieterverfahren um Air-Berlin-Tochter



ARCHIVBILD - Fluglinienbetreiber und Pilot Niki Lauda am Sonntag, 18. April 2010, nach der Landung des Testflugs mit einem A320 am Salzburger Flughafen. Die Fluglinie Niki folgt ihrer Mutter Air Berlin in die Insolvenz. (KEYSTONE/APA/BARBARA GINDL)

Der einstige Rennfahrer, Niki-Gründer und Pilot Niki Lauda wird die insolvente Air-Berlin-Tochter Niki nicht zurückkaufen. Als Favorit wird nun der Billigflieger Vueling gehandelt Bild: APA/APA

Niki Lauda bekommt nun doch nicht die von ihm gegründete und mittlerweile insolvente Air-Berlin-Tochter Niki zurück. «Ich bin nicht mehr im Rennen», sagte Lauda der Zeitung «Die Presse».

Gegenüber der Nachrichtenagentur APA äusserte Lauda ausserdem die Befürchtung, dass ein Konkurs der Airline nun wohl nicht mehr abwendbar ist.

Er habe alleine ein Angebot für Niki unterbreitet, sagte der einstige Rennfahrer und Flugunternehmer. Thomas Cook habe für den Rest geboten. Er sei nicht mehr im Rennen; «das wurde uns gerade schriftlich mitgeteilt», sagte Lauda zur APA. Mehr könne er dazu derzeit nicht sagen. In dem Schreiben sei keine Begründung angeführt worden.

«Ich wollte Niki und die Jobs in Österreich erhalten», bedauerte Lauda. Wenn nun ans Ausland verkauft werde, seiner Vermutung nach in Richtung Vueling, dann bedeute dies die komplette Zerschlagung der Niki. «Dann haben wir in Österreich keine zweite Airline mehr.»

Ein Konkurs über Niki sei nun nicht mehr abwendbar, glaubt Lauda. Die Fluglizenz (AOC) sei nur bis 3. Januar verlängert worden.

Auf spanischen Branchenplattformen war in den vergangenen Tagen der britisch-spanische Konzern IAG, zu dem neben British Airways und Iberia auch der Billigflieger Vueling gehört, als Favorit für Niki gehandelt worden.

Derweil teilte der vorläufige Insolvenzverwalter Lucas Flöther in Berlin mit, um die Übernahme der österreichischen Airline werde exklusiv mit einem Bieter weiterverhandelt. Das habe der Gläubigerausschuss bei einer Sitzung am Donnerstag entschieden. In den nächsten Tagen solle der endgültige Kaufvertrag stehen. Namen nannte Flöther unter Verweis auf die zugesicherte Vertraulichkeit weiter nicht.

Niki hatte Mitte Dezember Insolvenz angemeldet und den Flugbetrieb eingestellt. Zuvor war die geplante Übernahme durch den deutschen Branchenprimus Lufthansa abgeblasen worden. Die EU-Wettbewerbshüter befürchteten Monopolstrecken. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Covid-19: Deutlich höhere Übersterblichkeit in der Schweiz als in erster Welle

Mit dem Winter und der zweiten Welle ist auch die Übersterblichkeit zurückgekommen – und diesmal deutlich stärker als im Frühling. Auch im Vergleich zum umliegenden Ausland steht die Schweiz schlecht da.

Über 5000 Personen sind in der Schweiz an Covid-19 verstorben. Im internationalen Vergleich weist die Schweiz in den letzten Wochen deutlich höhere Zahlen auf als andere europäische Länder.

>> Coronavirus: Alle News im Liveticker

Dass das Coronavirus viele Todesopfer fordert, zeigen auch die Daten zur Übersterblichkeit der Statistikplattform «Our World in Data». Diese zeigen, wie viele Personen mehr (aus einer bestimmten Altersgruppe) sterben als in einer Jahreszeit üblich. Die …

Artikel lesen
Link zum Artikel