DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
An der Einweihungszeremonie des neuen SBB-Hauptsitzes in Bern-Wankdorf wurde die grösste Bahnhofsuhr der Welt (7 Meter Durchmesser) präsentiert.
An der Einweihungszeremonie des neuen SBB-Hauptsitzes in Bern-Wankdorf wurde die grösste Bahnhofsuhr der Welt (7 Meter Durchmesser) präsentiert.Bild: KEYSTONE
Zu knapp kalkuliert

Neuer SBB-Hauptsitz kostet 200 statt 140 Millionen Franken

17.08.2014, 02:0317.08.2014, 09:40

Offiziell investieren die SBB in den neuen Hauptsitz in Bern-Wankdorf 190 Millionen Franken. Gemäss der Zeitung «Schweiz am Sonntag» werden es am Ende aber über 200 Millionen Franken sein. Interne Zahlen zeigen: Budgetiert waren ursprünglich 120 Millionen, später dann 140 Millionen Franken. 

Eine gut informierte Quelle sagt: «Das Projekt wurde von Anfang an sehr knapp kalkuliert, um es durch den Verwaltungsrat zu bringen, wo Opposition erwartet wurde.» Man habe «alle Ausrüstungen auf ein Minimum reduziert, wohl wissend, dass es danach wieder zu Projektänderungen kommen würde». Die SBB hatten die Kosten ursprünglich auch gegen aussen tiefer kommuniziert. 

SBB-Chef Andreas Meyer vor dem neuen Hauptsitz.
SBB-Chef Andreas Meyer vor dem neuen Hauptsitz.Bild: KEYSTONE

«Bewusst ‹bedeckt› gehalten»

Das zeigen zwei Artikel in der «Berner Zeitung»: Ende 2009 schrieb sie, die Realisierungskosten seien bei der Ausschreibung des Wettbewerbs mit über 100 Millionen Franken angegeben worden. Mitte 2010 titelte die Zeitung dann bereits: «SBB baut in Bern für 160 Millionen Franken einen neuen Hauptsitz.» Und nun also 190 oder sogar über 200 Millionen. 

Woran liegts? SBB-Sprecher Christian Ginsig erklärt in der «Schweiz am Sonntag»: «In der ursprünglichen Ausschreibung vor knapp fünf Jahren hat sich die SBB bewusst ‹bedeckt› gehalten, um die Ausschreibung nicht aktiv zu beeinflussen.» Wie sich der Sprung von 140 bzw. 160 Millionen Franken auf die nunmehr 190 oder 200 Millionen Franken erklären lässt, bleibt offen. Der SBB-Sprecher versichert: «Das Projekt wurde innerhalb des vorgegebenen Projektrahmens abgeschlossen.» (rey)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Der erste Schweizer Franken
Franken oder Gulden? Diese Frage spaltete die Schweiz Mitte des 19. Jahrhunderts. Schliesslich wurde es der Franken, doch bereits an der Gestaltung der neuen Landeswährung entbrannte wieder ein Streit.

Es war zum Verzweifeln. Wer 1849 durch den jungen Bundesstaat reiste, musste entweder mindestens zehn Portemonnaies haben, oder dauernd in die Wechselstube rennen. In Zürich bezahlte man mit Dukaten oder Taler, in Schwyz wollten sie Rappen und in Chur wurde das Abendessen in Batzen verrechnet. Dass dies keine Zukunft hatte, war allen klar.

Zur Story