DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Schweizer Exporte im ersten Halbjahr 2015 um 2,6 Prozent geschrumpft



Die Schweizer Wirtschaft hat in der ersten Jahreshälfte 2015 weniger exportiert. Die Ausfuhren gaben um 2,6 Prozent nach. Sieben wichtige Exportbranchen erlitten Einbussen, bei Luxusgütern und Präzisionsinstrumenten stiegen die Ausfuhren dagegen leicht. 

Ein Grund für den Rückgang waren tiefere Preise. Real sanken die Exporte um 0,8 Prozent, wie die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) am Dienstag mitteilte. 

Durch die Aufgabe des Euro-Mindestkurses am 15. Januar hatten sich Schweizer Produkte in Ländern mit der europäischen Gemeinschaftswährung auf einen Schlag verteuert. Die Ausfuhren nach Europa sackten im ersten Semester um 6 Prozent ab. In Nordamerika und Asien zog die Nachfrage hingegen um 5 beziehungsweise 3 Prozent an. 

Mit 57 Prozent fliesst ein Grossteil der Exporte aber weiterhin nach Europa. Der Umsatz mit Schweizer Produkten verringerte sich etwa in Österreich um 14 Prozent und in den grossen Volkswirtschaften wie der Niederlande, Italien, Deutschland und Frankreich zwischen 6 und 10 Prozent. 

Rückgang auch bei den Importen

Auch die Importe sanken in den ersten sechs Monaten des Jahres um 7,4 Prozent. Allerdings gaben die Güterpreise binnen Jahresfrist um 7,8 Prozent nach. Real stiegen die Einfuhren deshalb um 0,5 Prozent an. Die Einfuhren von Investitionsgütern verringerten sich am schwächsten, die Energieträger aufgrund eines deutlichen Preisabschlags am stärksten. 

Im Juni legten die Ausfuhren um 5,9 Prozent zu, die Einfuhren sanken um 7,7 Prozent. Allerdings zählte der Monat gleich zwei Arbeitstage mehr als im Vorjahr. Um diesen Effekt bereinigt sanken die Exporte um 3,0 Prozent und die Importe um 15,4 Prozent. Preisbereinigt gaben die Exporte um 0,3 Prozent und die Importe um 5,5 Prozent nach. (wst/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Vermögen so gross wie noch nie: Bald knacken 700'000 Menschen in der Schweiz die Million

Krise hin – Krise her. In der Schweiz sind die Vermögen im vergangenen von der Corona-Krise geprägten Jahr auf einen Rekordwert von fünf Billionen Dollar gestiegen. Geschuldet ist dies vor allem dem Boom am Aktien- und Immobilienmarkt, der durch die Tiefzinspolitik der Zentralbanken zusätzlich angeheizt wurde.

Wie dem am Donnerstag veröffentlichten «Global Wealth Report 2021» des Beratungsunternehmens Boston Consulting Group (BCG) zu entnehmen ist, sind die Vermögen in der Schweiz 2020 …

Artikel lesen
Link zum Artikel