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Schweizer Börse gibt nach – Ernüchterung nach US-Wahleuphorie

Die Schweizer Börse reagiert euphorisch auf den Waffenstillstand im Iran.
Der Schweizer Aktienmarkt hat am Donnerstag nach einem richtungslosen Handelsverlauf moderat im Minus geschlossen.Bild: keystone/watson

Schweizer Börse gibt nach – Ernüchterung nach US-Wahleuphorie

05.11.2026, 18:5005.11.2026, 18:50

Der Schweizer Aktienmarkt hat am Donnerstag nach einem richtungslosen Handelsverlauf moderat im Minus geschlossen. Dank seiner defensiven Werte hielt sich der hiesige Markt im internationalen Vergleich aber relativ gut.

«Auf die Wahleuphorie folgt die Ernüchterung», kommentierte ein Marktbeobachter. Anleger sorgten sich zunehmend um die Folgen möglicher regulatorischer Verschärfungen in den USA für den Bau von Rechenzentren. Daneben belasteten geopolitische Risiken im Nahen Osten sowie Inflations- und Zinssorgen. Nun richtet sich die Aufmerksamkeit auf den US-Arbeitsmarktbericht zum Wochenschluss.

SMI fällt unter 15'000

Der SMI verlor 0,4 Prozent auf 14'967 Punkte. Am Vormittag hatte er noch mit 15'092 Punkten ein Rekordhoch erreicht.

An den europäischen Börsen sanken die Börsen in Deutschland und Grossbritannien, während der Leitindex in Frankreich leicht zulegte. Die US-Börsen notierten am Abend sogar im tiefroten Bereich.

Die grössten Verluste verzeichneten ABB (-4,2 Prozent). Die chinesischen Behörden haben den geplanten Verkauf der Robotiksparte an Softbank blockiert und damit die milliardenschwere Transaktion gefährdet.

Auch Techwerte wie Logitech (-3,3 Prozent), VAT (-3,5 Prozent), Comet (-6,3 Prozent) und Inficon (-7,5 Prozent) gaben deutlich nach. UBS verloren 3,4 Prozent, nachdem sie am Vortag noch kräftig zugelegt hatten.

Versicherer und Swisscom gefragt

Gefragt waren defensive Werte wie Nestlé (+1,6 Prozent) sowie Versicherer und Rückversicherer. Swiss Re stiegen nach besser als erwartet ausgefallenen Gewinnzahlen um 2,0 Prozent und erreichten zwischenzeitlich ein neues Mehrjahreshoch bei 160.45 Franken.

Swisscom gewannen nach Zahlen 3,3 Prozent und markierten bei 734.50 Franken ebenfalls ein neues Hoch. (awp/sda)

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